Masterarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Forschungsstand
3 Theoriebezug
3.1 Berufswahltheorie nach Linda Gottfredson
3.2 Selbstkonzept nach Gottfredson
3.3 Berufskonzepte nach Linda Gottfredson
3.4 Eingrenzungstheorie ( circumscription) nach L. Gottfredson
4 Methodik
4.1 Erörterung der qualitativen Studie
4.2 Feldzugang
4.3 Stichprobe
4.3.1 Stichprobe des Pretests
4.3.2 Stichprobe der Hauptuntersuchung
4.4 Instrumente
4.4.1 Pretest
4.4.2 IbeA und Interview
4.4.3 Aufarbeitungs- und Analyseverfahren der Interviews
5 Durchführung der Methode
6 Darstellung und Auswertung der Daten
7 Diskussion der Ergebnisse
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Motive von Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 14 Jahren zur Ablehnung bestimmter Berufe. Ziel ist es, den individuellen Begründungsrahmen und die zugrunde liegenden Berufskonzepte mittels qualitativer Interviews zu erfassen und in den Kontext der Eingrenzungstheorie von Linda Gottfredson zu setzen.
3.1 Berufswahltheorie nach Linda Gottfredson
Die Eingrenzungs- und Kommisstheorie von Linda Gottfredson ( 1981, 1996, 2002, 2005), welche im Jahr 1981 erstmalig publiziert und im laufe der Jahre immer weiterentwickelt wurde, ist primär als psychologisch – entwicklungstheoretischer Ansatz anzusehen, wenngleich sie weitere Aspekte psychologischer und soziologischer Theoriestränge mit einbezieht. Zum Einen integriert Gottfredson die RIASEC – Typologie von Holland ( 1997, 1999) und die damit verbundene Annahme, dass berufliche Interessen als Ausdruck von Persönlichkeit zu verstehen sind und gleichzeitig relevant für die Berufswahlentscheidung sind. Zum Anderen versteht Gottfredson, ebenso wie Ginzberg ( 1952, 1984) und Super ( 1953, 1957) die Berufswahl als einen langjährigen Passungsprozess, welcher seinen Ursprung in der früher Kindheit hat. Dieser Prozess setzt zum Einen voraus, dass Personen eine Vorstellung über Berufe und deren Merkmale haben, zum Anderen müssen sie Klarheit über ihre Passungsmerkmale erlangen.
Ähnlich wie Super (1953) sieht Gottfredson eine starke Verbindung von Selbstkonzept und Berufswahl (vgl. Ratschinki 2009, S. 52). Um mehr Einflussfaktoren in ihre Theorie zu integrieren, lässt die studierte Soziologin zu den psychologischen Perspektiven ihrer Arbeit auch soziologische Aspekte einfließen. Hierzu trifft sie die Entscheidung, das Selbstkonzept in ein soziales und ein psychologisches Selbst zu unterteilen.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Berufswahlforschung und führt in die Problemstellung von Berufszurückweisungen ein.
2 Forschungsstand: Gibt einen Überblick über aktuelle Studien zur Berufswahlforschung, die sich auf Gottfredsons Theorie beziehen.
3 Theoriebezug: Erläutert den theoretischen Rahmen, insbesondere Gottfredsons Eingrenzungstheorie sowie die Konzepte von Selbst- und Berufsbildern.
4 Methodik: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign, den Feldzugang, die Stichprobe sowie die genutzten Erhebungsinstrumente.
5 Durchführung der Methode: Dokumentiert den konkreten Ablauf der Interviews im Feld.
6 Darstellung und Auswertung der Daten: Präsentiert und analysiert die erhobenen Daten zu Berufswünschen und Ablehnungsgründen.
7 Diskussion der Ergebnisse: Reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der Theorie von Gottfredson.
8 Fazit: Reflektiert den Forschungsprozess kritisch und fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen.
Berufswahl, Linda Gottfredson, Eingrenzungstheorie, Berufskonzepte, Selbstkonzept, Qualitative Studie, Berufsaspiration, Berufsentscheidung, Jugendliche, Berufswünsche, Berufszurückweisung, Motivationsforschung, IbeA, Interessen, Passungsprozess.
Die Master Thesis untersucht, warum Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 14 Jahren bestimmte Berufe ablehnen und welche Berufskonzepte sie dabei verfolgen.
Die zentralen Themen sind der Berufswahlprozess, die Bedeutung von Selbstkonzepten und die empirische Analyse von Faktoren, die zu einer Zurückweisung von Berufen führen.
Das Ziel ist es, den subjektiven Begründungsrahmen zu erfassen, warum Kinder und Jugendliche bestimmte berufliche Alternativen als nicht passend oder inakzeptabel empfinden.
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Die Daten wurden durch problemzentrierte Interviews in Kombination mit dem digitalen Instrument "IbeA" erhoben und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch Gottfredsons Theorie, die methodische Vorgehensweise, die Durchführung der Erhebung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der interviewten Probanden.
Berufswahl, Gottfredson, Eingrenzungstheorie, Berufskonzepte, Selbstkonzept und qualitative Inhaltsanalyse.
IbeA dient als digitales Diagnoseinstrument, um die berufliche Aspiration der Kinder und Jugendlichen in einem Koordinatensystem zu visualisieren und so den Eingrenzungsprozess der Berufswahl greifbar zu machen.
Da die Probanden zwischen 9 und 14 Jahre alt sind, befinden sie sich nach Gottfredson in der dritten Entwicklungsphase der Berufswahl, in der die soziale Bewertung (Prestige) und Eignung stark an Bedeutung gewinnen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

