Masterarbeit, 2017
83 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Darlegung
2.1 Methodisch-didaktische Einbindung im Vergleich mit anderen Medien
2.2 Rezeptive Nutzung des Mediums
2.2.1 Didaktisches Potential der rezeptiven Nutzung
2.2.2 Rezeptive Nutzung im Hinblick auf die Unterrichtspraxis
2.3 Produktive Nutzung des Mediums
2.3.1 Didaktisches Potential der produktiven Nutzung
2.3.2 Produktive Nutzung im Hinblick auf die Unterrichtspraxis
2.4 Zum Kompetenzbegriff
2.4.1 Verhältnis Kompetenz - Inhalt
2.4.2 Der Kompetenzbegriff in Kerncurricula
2.4.3 Der Kompetenzbegriff in der Fachdidaktik
2.5 Medienkompetenz
2.6 Exkurs zum Spracherwerb und interkulturellem Lernen
2.7 Methodenparadigma
3. Reflexion der unterrichtspraktischen Beispiele vor dem Hintergrund der theoretischen Darlegung
3.1 Deutsche Schule Teneriffa
3.2 Verwendete Hard- und Software
3.3 Unterrichtsstunde „Die Würde des Menschen“ (rezeptiver Einsatz)
3.3.1 Lerngruppenanalyse
3.3.2 Curriculare Legitimation
3.3.3 Reflexion der Durchführung
3.3.4 Reflexion zum technischen Aufbau
3.4 Unterrichtsreihe „Europäische Werte“ (produktiver Einsatz)
3.4.1 Einordnung des Audioeinsatzes in die Unterrichtsreihe „Europäische Werte“
3.4.2 Erwartungshorizont
3.4.3 Curriculare Legitimation
3.4.4 Reflexion der Durchführung
3.5 Unterrichtsreihe „Transhumanismus“ (produktiver Einsatz)
3.5.1 Einordnung des Audioeinsatzes in die Unterrichtsreihe „Transhumanismus - Verhältnis von Mensch und Maschine“
3.5.2 Lerngruppenanalyse
3.5.3 Curriculare Legitimation
3.5.4 Didaktische Transformation
3.5.5 Reflexion der Durchführung
3.5.6 Unterrichtsstunde „Technologischer Fortschritt in der Gesellschaft“
3.5.7 Curriculare Legitimation
3.5.8 Reflexion der Durchführung
4. Reflexion über den Einsatz von Podcasts im Philosophieunterricht
4.1 Gewonnene Einsichten
4.2 Problemfelder und Verbesserungsvorschläge
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Methode von Audioaufnahmen im Philosophieunterricht unter besonderer Berücksichtigung der Kompetenzorientierung, wobei der Fokus gezielt auf dem Format der Podcasts liegt. Dabei wird analysiert, wie durch den rezeptiven und insbesondere den produktiven Einsatz dieses Mediums philosophische Lernprozesse unterstützt und fachspezifische Kompetenzen gefördert werden können.
2. Theoretische Darlegung
Zuerst erfolgen einige grundlegende Informationen zu dem Medium Podcast, da es trotz seines für die Internetära hohen Alters von 17 Jahren (respektiv 12 Jahre, ausgehend von dem Durchbruch als massentaugliches Gut) noch immer ein Nischendasein fristet. Seit etwa zwei Jahren erlebt es jedoch einen größeren Boom, vor allem in den USA (vgl. Koch & Frees, 2016, S. 431). Das Wort Podcast setzt sich aus dem Wort Pod (von Apples iPod) und dem englischen Wort Broadcasting (Rundfunk) zusammen (vgl. Dorok & Fromm, 2009, S. 269). 2005 wurde diese neue Medienform durch die Implementierung in die Medienverwaltungssoftware iTunes in den Massenmarkt eingeführt.
Die Audio-Beiträge decken dabei ein breites Themenspektrum ab und variieren auch stark in der Qualität des Inhalts - von schnell aufgezeichneten Äußerungen einer Privatperson bis zu aufwendig recherchierten und mit einem umfassenden, das Gesagte tonal unterstreichendem Klangteppich ausgestatteten Radiobeiträgen finden sich alle möglichen Podcast-Episoden in den einschlägigen Portalen. Gerade letztgenanntes ist bereits länger in der Medienlandschaft vertreten - der Radiobeitrag war aber an feste Ausstrahlungstermine gebunden, Podcast-Episoden sind zu jedem Zeitpunkt nach Upload abrufbar und zählen damit zu den asynchronen Medien (vgl. de Witt & Czerwionka, 2007, S. 96). „Podcasts sind also keine neuen Medien - Audio-Formate gab es ja auch lange vorher schon - sie erleichtern aber sowohl die Distribution als auch den Empfang von Audioinhalten ganz erheblich“ (Ufer, 2011, S. 53).
Einige Autoren spezifizieren die technische Form des Podcasts noch strenger; so könne man bei erst von einem Podcast sprechen, wenn es sich um „[…] eine in einen RSS-Feed eingebundene und dadurch abonnierbare Mediendatei“ handelt (Dorok & Fromm, 2009, S. 270). Demnach ist für viele die RSS-Einbindung „[…] konstitutiv für einen ‚echten‘ Podcast […]“ (Arnold, Kilian, Thillosen & Zimmer., 2013, S. 192).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Zuhörens im Philosophieunterricht ein und skizziert die methodische Untersuchung von Podcasts als Instrument zur Kompetenzbildung.
2. Theoretische Darlegung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Hintergründe des Mediums Podcast sowie didaktische Konzepte wie Kompetenz- und Medienkompetenzorientierung detailliert erarbeitet.
3. Reflexion der unterrichtspraktischen Beispiele vor dem Hintergrund der theoretischen Darlegung: Dieses Kapitel stellt die konkreten Unterrichtsversuche an der Deutschen Schule Teneriffa dar und verknüpft sie mit der Theorie.
4. Reflexion über den Einsatz von Podcasts im Philosophieunterricht: Das abschließende Reflexionskapitel bewertet die gewonnenen Erkenntnisse und formuliert Empfehlungen für die Unterrichtspraxis sowie Verbesserungsvorschläge für zukünftige Projekte.
Philosophieunterricht, Podcasts, Audioproduktion, Kompetenzorientierung, Medienkompetenz, Sokratisches Gespräch, Transhumanismus, Europäische Werte, Didaktik, Schulpraxis, Medienphilosophie, Spracherwerb, Interkulturelles Lernen, Unterrichtsentwurf, Wahrnehmungskompetenz.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Audiopodcasts im Philosophieunterricht, um zu analysieren, wie dieses Medium zur Kompetenzentwicklung beitragen kann.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische didaktische Einordnung von Podcasts, die Kompetenzorientierung, Medienkompetenz und die praktische Anwendung im schulischen Kontext.
Das Ziel ist es zu zeigen, dass Podcasting eine Methode ist, die sowohl den Kern des Philosophieunterrichts trifft als auch die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler gezielt fördert.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Konzepte, ergänzt durch Reflexionen aus unterrichtspraktischen Versuchen an einer Deutschen Auslandsschule.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (Kompetenzbegriff, Medienkompetenz) dargelegt und anschließend an konkreten Unterrichtsreihen wie „Die Würde des Menschen“, „Europäische Werte“ und „Transhumanismus“ erprobt und kritisch reflektiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Philosophieunterricht, Medienkompetenz, Kompetenzorientierung und Podcast-Produktion charakterisiert.
Die Schule diente als Standort für ein Fachpraktikum, an dem die unterrichtspraktischen Versuche in Abstimmung mit der dortigen Fachlehrkraft durchgeführt werden konnten.
Das Sokratische Gespräch dient als methodisches Paradigma, da es dem Kern des Philosophierens als dialogische Tätigkeit entspricht und als Begründungsfundament für den Einsatz von Audioaufnahmen in Diskussionen dient.
Zum Einsatz kam das Bring-your-own-Device-Prinzip (BYOD) in Kombination mit externen Mikrofonen und Softwarelösungen wie GarageBand, um hochwertige Aufnahmen zu ermöglichen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Audioproduktion eine sinnvolle Erweiterung des Philosophieunterrichts ist, da sie den kompetenzorientierten Ansatz stützt und die Tradition des mündlichen Philosophierens respektiert.
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