Diplomarbeit, 2005
159 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Methodische Vorgehensweise
2. Die Rahmenbedingungen für öffentliche Non-Profit-Kulturbetriebe
2.1 Die Intention und das Mission-Statement einer Kultureinrichtung
2.2 Das strategische Leitbild (CI)
3. Die Bedeutung von Kulturmarketing für kulturelle Institutionen
3.1 Vereinbarkeit von Kultur und Marketing
3.2 Komponenten des Kulturmarketings
3.3 Vom kulturellen Potential zum kulturtouristischen Angebot
4. Museen in Deutschland – eine bedrohte Art?
4.1 Entwicklung und Förderung
4.2 Die Besucher deutscher Museen – Eine Segmentierung des Marktes
4.3 Besuchsgründe und Nutzenaspekte – eine Positionierungsanalyse
4.4 Erwartungen an das Museum heute
4.4.1 Eventmarketing
4.4.2 Museumspädagogik
5. Empirische Studie zur Akzeptanz kultureller Einrichtungen in Friedberg
5.1 Methodische Vorgehensweise
5.1.1 Sekundärforschung
5.1.2 Primärforschung
5.2 Durchführung und Auswertung der qualitativen Vorstudie
5.3 Aufbau und Durchführung der Hauptstudie
5.4 Auswertung und Ergebnisse der Hauptstudie
5.5 Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
6. Konzeptionelle Handlungsempfehlungen
6.1 Strategische Umsetzung
6.2 Operative Umsetzung
6.2.1 Der Besucher im Mittelpunkt des Interesses
6.2.2 Distributionspolitische Bemühungen
6.2.3 Kommunikation und Werbung
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten des Kulturmarketings, um die Attraktivität öffentlicher Non-Profit-Kulturbetriebe, insbesondere des Wetterau-Museums in Friedberg (Hessen), vor dem Hintergrund sinkender Besucherzahlen zu steigern.
Die Bedeutung von Kulturmarketing für kulturelle Institutionen
Skeptiker sind der Meinung, Kultur könne niemals profitabel sein. Aber muss sie deshalb zu 100% defizitär sein? Angesichts der immer enger werdenden Finanzierungsspielräume ist der Weg in Richtung finanzielle Unabhängigkeit für kulturelle Einrichtungen eine wichtige Alternative – und ein Schritt in die richtige Richtung. Denn wer zeigt, dass er auch ohne Unterstützung durch öffentliche Gelder Erfolg versprechende Konzepte entwickeln kann und diese, und sei es nur in kleinerem Rahmen, umzusetzen vermag, der liefert den Beweis dafür, dass finanzielle Subventionen von Seiten öffentlicher Träger lohnenswert sind und etwas bewirken: Nämlich eine hohe Identifikation mit dem kulturellen Produkt, also eine stärkere Besucherbindung und somit auch wieder höhere Einnahmen durch gute Resonanz beim Publikum, die die öffentlichen Kassen entlasten. Messbarer Erfolg motiviert letztendlich die Mitarbeiter von Kulturbetrieben und steigert die Akzeptanz in Gremien und Ausschüssen.
Die Ziele von Kulturmarketing sind ein positives Image und daraus resultierend eine Inanspruchnahme der angebotenen (Dienst-)Leistungen der Kultureinrichtung sowie eine hohe Zufriedenheit der Bürger mit dieser (Dienst-)Leistung. Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn durch Marketingmaßnahmen im kommunalen Bereich der Bürger als Kunde in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns kultureller Institutionen gestellt wird.
1. Einleitung: Darlegung der Problemstellung sinkender Besucherzahlen in Friedberg und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Die Rahmenbedingungen für öffentliche Non-Profit-Kulturbetriebe: Analyse der Mission und des strategischen Leitbilds für nicht-profitorientierte Kultureinrichtungen.
3. Die Bedeutung von Kulturmarketing für kulturelle Institutionen: Erörterung der Vereinbarkeit von Kultur und Marketing sowie der Komponenten des Kulturmarketings.
4. Museen in Deutschland – eine bedrohte Art?: Untersuchung der Situation deutscher Museen, ihrer Finanzierung und der Notwendigkeit von Besucherorientierung.
5. Empirische Studie zur Akzeptanz kultureller Einrichtungen in Friedberg: Durchführung und Auswertung einer explorativen Vorstudie und einer quantitativen Hauptstudie bei Friedberger Bürgern.
6. Konzeptionelle Handlungsempfehlungen: Erarbeitung strategischer und operativer Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Wetterau-Museums und der Vernetzung kultureller Angebote.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit konsequenter Besucherorientierung.
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Die Arbeit analysiert, wie Kulturmarketing als Instrument zur Attraktivitätssteigerung von Städten eingesetzt werden kann, am Beispiel der Stadt Friedberg und ihres Wetterau-Museums.
Ein sinkendes Besucherinteresse an den kulturellen Angeboten der Stadt Friedberg und die Herausforderung, sich gegen ein breites Freizeitangebot zu behaupten.
Das Ziel ist es, eine Marketingorientierung für öffentliche Non-Profit-Kulturbetriebe in Friedberg zu prüfen und ein effizientes Konzept zu entwickeln.
Die Autorin kombiniert theoretische Ansätze mit einer empirischen Studie, die eine qualitative Vorstudie mit Experten und eine quantitative Hauptstudie per Bürgerbefragung umfasst.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen, die Relevanz des Kulturmarketings, die Situation deutscher Museen sowie die konkrete Situationsanalyse der Kultureinrichtungen in Friedberg.
Die Befragten identifizieren sich zwar mit ihrer Stadt, kritisieren jedoch die aktuelle Ausrichtung, die mangelnde Außenwirkung des Museums und wünschen sich mehr Erlebnisorientierung sowie Vernetzung der Angebote.
Um ein "Komplettpaket" für Besucher zu schaffen, das Synergieeffekte nutzt, den Überblick verbessert und die Stadt als Gesamterlebnis positioniert.
Die Außengestaltung muss einladender werden (bessere Beschilderung), das Angebot sollte erlebnisorientierter gestaltet werden (z.B. durch Workshops, Museumscafé) und der Name sollte ggf. hinsichtlich der Stadtidentität überdacht werden.
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