Bachelorarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehensweise – grobe Gliederung der Bachelorarbeit
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Der Begriff Lean – Definition
2.2 Lean-Methoden
2.2.1 Verschwendungen (Muda)
2.2.2 5S
2.2.3 Der PDCA-Zyklus
2.2.4 Standard
2.2.5 One-Piece-Flow
2.2.6 FIFO
2.2.7 Supermarkt und Kanban
2.2.8 Kaizen
2.2.9 Poka-Yoke
2.3 Qualitätswerkzeuge
2.3.1 Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA)
2.3.2 Fehlersammelliste
2.3.3 Pareto-Diagramm
2.3.4 Ursache-Wirkungs-Diagramm
2.4 Visuelles Management
2.4.1 Wertstromanalyse
2.5 Logistik
2.6 Ziele der Logistik
2.7 Lagerhaus
2.8 Lagerhausbereiche
2.8.1 Wareneingang
2.8.2 Einheitenlager / Kommissionierungslager
2.8.3 Packerei
2.8.4 Warenausgang
3 IST-ZUSTAND
3.1 Allgemeines zum Unternehmen –
3.2 Wertstromanalyse
3.2.1 Darstellung des Gesamtprozesses
3.2.2 Detailanalyse des Kommissionierungsprozesses
3.2.3 Wertstromanalyse Important Vehicle Order und Backorder
3.3 Schwachstellenanalyse mithilfe von Lean- und Qualitätstechniken
3.3.1 Poka-Yoke
3.3.2 Spaghetti-Diagramm
3.3.3 Verschwendungen (Muda)
3.4 Qualitätswerkzeuge
3.4.1 Fehlersammelliste und Pareto-Diagramm
3.4.2 Ursache-Wirkungs-Diagramm
4 SOLL-ZUSTAND
4.1 Zielkriterien / Handlungsfelder
4.2 Lösungsansätze / Optimierungsansätze
4.2.1 Verbesserung der Zusammenarbeit mit
4.2.2 Erlangen von Transparenz und Eigenständigkeit durch visuelles Management und Bestellzeitpunktverbesserung
4.2.3 Optimierung der Lagerhaltung
4.2.4 Optimierung Lagerflächennutzung
4.3 Wertstromdesign
5 UMSETZUNGSPLAN
6 ZUSAMMENFASSUNG
7 LITERATURVERZEICHNIS
8 ANHANG UND EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG
Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, die Prozesssicherheit im Kommissionierungsprozess durch die systematische Anwendung von Lean-Methoden und Qualitätstechniken zu steigern und somit eine effizientere Gestaltung des gesamten Logistikablaufs zu erreichen.
2.2.1 Verschwendungen (Muda)
Das japanische Wort Muda gehört zu den sogenannten drei Mu und stellt die Basis für die Verlustphilosophie des Toyota Produktion System dar. Es wird als Schwerpunkt der Verschwendung identifiziert. Die drei Mu sind:
Mura = Abweichung (Unausgeglichenheit)
Muri = Überlastung
Muda = Verschwendung.
Muda ist der Ausgangspunkt im Lean Management. Aus Kundensicht sind Verschwendungen aller Art irrelevant. Nur die wertschöpfende Arbeit ist von Belang, denn diese bezahlt der Kunde auch. Deshalb ist es von höchster Priorität, Verschwendungen aufzuzeigen und zu beseitigen. Allerdings sind Verschwendungen in Bezug auf Menschen immer anzutreffen. So verbrauchen Menschen vielerorts Ressourcen, ohne im Gegenzug einen wertschöpfenden Beitrag damit zu leisten. Insgesamt gibt es sieben Verschwendungsarten nach Lean. In der Literatur werden sie wie folgt erklärt:
Überproduktion entsteht, wenn Produkte hergestellt werden, für die keine Aufträge vorliegen. Daraus entstehen Lagerbestände. Ändern sich dann die technischen Rahmenbedingungen (z. B. Smartphones, die das Interesse an Handys drastisch reduziert haben), haben die Bestände nur noch einen geringen Wert.
Wartezeit von Mitarbeitern in der Produktion, die auf Nachschub für Rohmaterial warten oder wegen eines Maschinenausfalls und Kapazitätsengpässen keine Arbeit haben, ist Verschwendung. Auch die Wartezeit an der Ladenkasse eines Supermarkts ist, aus Sicht des Kunden, Verschwendung.
Transporte von Material über eine längere Distanz oder von Rohmaterial aus einem Lager zur Maschine sind Verschwendung, da diese nicht zum Wert des Produkts beitragen.
Arbeitsvorgänge, die aufgrund der äußeren Umstände sehr lang dauern (minderwertiges Rohmaterial, schlechtes Werkzeug) oder umständlich sind, verschwenden Ressourcen (die Arbeitszeit der Mitarbeiter), erbringen aber keinen Added Value.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung im Kommissionierungsprozess und legt das Ziel der Fehlerreduzierung sowie Prozessoptimierung mittels Lean-Methoden fest.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erläutert die Kernkonzepte des Lean Managements, relevante Methoden wie 5S und PDCA sowie grundlegende Logistik- und Qualitätssicherungsprinzipien.
3 IST-ZUSTAND: Dokumentiert die detaillierte Analyse der bestehenden Logistikprozesse und identifiziert mithilfe von Wertstromanalysen und Qualitätstools konkrete Schwachstellen.
4 SOLL-ZUSTAND: Leitet auf Basis der Ist-Analyse Optimierungsvorschläge ab, um die Prozesssicherheit zu erhöhen und Verschwendungen gezielt zu eliminieren.
5 UMSETZUNGSPLAN: Präsentiert einen strukturierten Zeitplan für die Implementierung der erarbeiteten Verbesserungsmaßnahmen zur kontinuierlichen Prozessoptimierung.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Führt die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit ständiger Kontrolle zur dauerhaften Steigerung der Prozesseffizienz.
Lean Management, Kommissionierung, Prozesssicherheit, Verschwendung, Muda, Qualitätstechniken, Wertstromanalyse, 5S, Poka-Yoke, Logistik, Prozessoptimierung, Fehlervermeidung, Kanban, Durchlaufzeit, Effizienz
Die Arbeit befasst sich mit der Steigerung der Prozesssicherheit in einem Kommissionierungsprozess innerhalb eines Logistikzentrums unter Anwendung von Lean-Methoden und Qualitätstechniken.
Die zentralen Themen umfassen Lean Management, Wertstromanalyse, Qualitätssicherung in der Logistik, Lagerorganisation sowie die Eliminierung von Verschwendungsarten (Muda).
Das Hauptziel ist die Reduzierung von Fehlern, die Vermeidung von Verschwendung und die effiziente Gestaltung des Kommissionierungsprozesses zur Verbesserung der Prozesssicherheit.
Zur Anwendung kommen unter anderem die Wertstromanalyse (Ist/Soll), das Poka-Yoke-Konzept, Spaghetti-Diagramme zur Weganalyse sowie Fehler- und Ursachenanalyse mittels Pareto- und Ursache-Wirkungs-Diagrammen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Ist-Zustandsanalyse der logistischen Abläufe, die Identifizierung von Schwachstellen sowie die Ableitung von Soll-Zuständen und konkreten Optimierungsansätzen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Lean Management, Kommissionierung, Prozessstabilität, Verschwendungsarten und moderne Qualitätstools wie Poka-Yoke und Kanban geprägt.
Die Analyse der Ursache-Wirkungs-Diagramme hat gezeigt, dass der Humananteil im Kommissionierungsprozess überwiegt, weshalb Verbesserungen am Faktor Mensch (Motivation, Qualifikation) Priorität haben.
Durch die visuelle Unterstützung sinkt die Fehlerrate bei der Kommissionierung im Vergleich zu papierbasierten Systemen erheblich, da eine sofortige Rückmeldung bei Fehlern erfolgt.
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