Masterarbeit, 2017
114 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlegendes zu Corporate Governance
2.1 Begriffliche und definitorische Eingrenzung der Corporate Governance
2.2 Ursprung und geschichtliche Entwicklung der Corporate Governance
2.3 Die im Fokus stehenden Stakeholder
3 Corporate Governance-Ansätze
3.1 Der Prinzipal-Agenten-Ansatz
3.2 Die Property-Rights-Theorie
3.3 Der Stewardship-Ansatz
3.4 Der Stakeholder-Ansatz
4 Interne und externe Corporate Governance-Mechanismen
4.1 Interne Corporate Governance-Mechanismen
4.1.1 Die Kapitalstruktur
4.1.2 Die Managerentlohnung
4.1.3 Der Aufsichtsrat/Board
4.2 Externe Corporate Governance-Mechanismen
4.2.1 Der Kapitalmarkt
4.2.2 Der Arbeitsmarkt für Manager
4.2.3 Der Wettbewerb auf Produktmärkten
5 Leitung und Überwachung in Form von CG-Systemen
5.1 Das dualistische Verwaltungssystem
5.2 Das monistische Verwaltungssystem
5.3 Der Überwachungsbegriff
6 Die Grundlagen & der Entwicklungspfad der Corporate Governance in der VR China
6.1 Die Wirtschaftsgeschichte der VR China ab dem Jahre 1949
6.1.1 Die Jahre 1949-1978
6.1.2 Die Jahre 1978-heute
6.2 Die Entwicklung der Corporate Governance in China
6.2.1 Die Wirtschaftsstruktur in der VR China
6.2.2 Das chinesische Corporate Governance-System
7 Rechtliche Grundlagen der Corporate Governance-Bewegung und der CG-Kodex in der VR China
7.1 Das Gesellschaftsgesetz der VR China
7.2 Die chinesische Wertpapieraufsichtskommission CSRC
7.3 Der chinesische Corporate Governance-Kodex
8 Interne und externe Corporate Governance-Mechanismen in der VR China
8.1 Interne Corporate Governance-Mechanismen
8.1.1 Managerentlohnung
8.1.2 Aufsichtsgremien
8.2 Externe Corporate Governance-Mechanismen
8.2.1 Kapitalmarkt
8.2.2 Arbeitsmarkt für Manager
9 Mögliche Konturen des chinesischen Corporate Governance-Systems im Schatten von Konvergenz und Divergenz
9.1 Konvergenz der Corporate Governance-Systeme
9.2 Divergenz der Corporate Governance-Systeme
9.3 Die kritische Würdigung der Corporate Governance-Struktur in China
10 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Einflussfaktoren auf die Unternehmensführung (Corporate Governance) im spezifischen wirtschaftspolitischen Kontext der Volksrepublik China, zeichnet historische Entwicklungslinien nach und stellt diese in einen kritischen Vergleich zu internationalen Systemen.
Die Prinzipal-Agenten-Theorie
Die oben beschriebene Charakterisierung der Prinzipal-Agenten-Beziehung findet sich in diesem Schaubild wieder und kann auf die Praxis von Entscheidungen im Umfeld von Organisationen be zogen werden. Ausgangspunkt dieser Beziehung ist die Trennung von Eigentum und Verfügungs gewalt in Aktiengesellschaften. Diese Trennung eröffnet Probleme zwischen Management und Ak tionären, die in ungleiche Interessen-und Informationsverteilung dieser resultiert. Eine Konsequenz daraus ist, dass Corporate Governance-Strukturen entwickelt werden müssen, die zu einer Dis ziplinierung des Managements beitragen sollen. Abgesehen von möglichen Konflikten zwischen Management und Aktionären ist es auch denkbar, dass Konflikte und Uneinigkeiten zwischen wei teren Parteien im Umfeld von Unternehmungen auftreten können. Das Zusammenspiel von Ma nagement und Fremdkapitalgeber kann ebenfalls Konfliktpotenzial bieten und durch diese Theorie beschrieben werden (Mustaghni 2012, S.40-41). Der Schwerpunkt der Prin zipal-Agenten-Problematik liegt darin, dass der Anteilseigner in der Praxis die Eignung des Man agers (Hidden Characteristics) als auch die Leistungsbereitschaft (Hidden Intention) nicht ab schliessend beurteilen kann. Der Arbeitseinsatz des Managers (Hidden Action) ist ebenfalls nicht beobachtbar, sondern nur das Unternehmensergebnis. Ein bedeutendes Problem aus Sicht des Aktionärs drückt sich in der Befürchtung aus, dass er einen Vermögensverlust erleiden wird, wenn der Manager nicht ausreichend für seine Aufgaben qualifiziert ist, zu wenig Arbeit in sein Aufga bengebiet steckt oder aber womöglich nur eigene Ziele verfolgt, die nicht mit denen des Aktionärs übereinstimmen (Moral Hazard). Ein weiteres Problem resultiert daraus, dass der Anteilseigner zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses dem Manager auch keinen geringeren Lohn anbieten kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, chinesische Entwicklungslinien der Corporate Governance zu definieren und im internationalen Kontext kritisch zu bewerten.
2 Grundlegendes zu Corporate Governance: Dieses Kapitel erläutert begriffliche Grundlagen, die historische Entwicklung sowie die Rolle verschiedener Stakeholder im Kontext der Unternehmensführung.
3 Corporate Governance-Ansätze: Hier werden zentrale theoretische Modelle wie der Prinzipal-Agenten-Ansatz, die Property-Rights-Theorie sowie der Stewardship- und Stakeholder-Ansatz als Fundament für das Verständnis wirtschaftlicher Beziehungen vorgestellt.
4 Interne und externe Corporate Governance-Mechanismen: Das Kapitel befasst sich mit Kontrollsystemen wie Kapitalstruktur, Entlohnung und Aufsichtsorganen sowie externen Faktoren wie Kapital- und Arbeitsmärkten.
5 Leitung und Überwachung in Form von CG-Systemen: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung dualistischer und monistischer Organisationsmodelle sowie eine Definition des Überwachungsprozesses.
6 Die Grundlagen & der Entwicklungspfad der Corporate Governance in der VR China: Dieses Kapitel analysiert die Wirtschaftsgeschichte Chinas ab 1949, die Transformation zum marktwirtschaftlichen System und die spezifische Entwicklung der Corporate Governance.
7 Rechtliche Grundlagen der Corporate Governance-Bewegung und der CG-Kodex in der VR China: Der Abschnitt widmet sich dem chinesischen Gesellschaftsgesetz, der Rolle der Wertpapieraufsichtskommission (CSRC) und der Bedeutung des Corporate Governance-Kodex.
8 Interne und externe Corporate Governance-Mechanismen in der VR China: Hier werden die Mechanismen der Managerentlohnung und Aufsichtsgremien sowie die Rolle der Kapitalmärkte spezifisch für den chinesischen Kontext untersucht.
9 Mögliche Konturen des chinesischen Corporate Governance-Systems im Schatten von Konvergenz und Divergenz: Diese Diskussion bewertet die chinesischen Strukturen hinsichtlich theoretischer Konvergenz- und Divergenz-Modelle und würdigt die hybride Praxis.
10 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert den fortlaufenden Aufholprozess Chinas bei der Etablierung international vergleichbarer Standards der Corporate Governance.
Corporate Governance, Volksrepublik China, Prinzipal-Agenten-Theorie, Staatsunternehmen, CSRC, Wirtschaftsreform, Kapitalmarkt, Aufsichtsrat, Gesellschaftsgesetz, Stakeholder, Konvergenz, Managerentlohnung, Transformation, Unternehmensüberwachung, Shareholder Value.
Die Arbeit untersucht die Struktur und Entwicklung der Corporate Governance in der Volksrepublik China unter Berücksichtigung historischer, politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Zu den Kernbereichen zählen die theoretischen Grundlagen der Unternehmensführung, interne und externe Kontrollmechanismen sowie die spezifische Umsetzung und Regulierung durch staatliche Institutionen in China.
Das Ziel ist es, die Entwicklungslinien der chinesischen Corporate Governance nachzuzeichnen, zu definieren und diese kritisch mit internationalen Systemen zu vergleichen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse, der Auswertung von Rechtsvorschriften (wie dem Gesellschaftsgesetz) und der Einbeziehung empirischer Statistiken zur Unternehmenspraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsansätze, eine detaillierte Analyse der chinesischen Wirtschaftsgeschichte, die rechtlichen Grundlagen des chinesischen Marktes und eine kritische Würdigung des hybriden chinesischen Kontrollmodells.
Zentrale Begriffe sind Corporate Governance, Transformation, Sozialistische Marktwirtschaft, Staatsunternehmen und regulatorische Aufsicht (CSRC).
Das chinesische System ist durch eine hohe Konzentration des Aktienbesitzes durch den Staat und einen starken politischen Einfluss auf die Unternehmensführung geprägt, was häufig zu einer Dominanz staatlicher Interessen gegenüber Minderheitsaktionären führt.
Die China Securities Regulatory Commission (CSRC) fungiert als staatliche Aufsichtsbehörde auf Ministerebene, die den Kapitalmarkt reguliert, Richtlinien erlässt und die Einhaltung von Gesetzen durch börsennotierte Unternehmen überwacht.
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