Bachelorarbeit, 2015
68 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Stand der Technik
1.3 Gesetzlicher Hintergrund
1.4 Ziel der Arbeit
2. Das Sol-Gel-Verfahren
2.1 Hintergrund
2.2 Sole
2.3 Gele
2.4 Der Sol-Gel Prozess
2.4.1 Herstellung
2.4.2 Einflussfaktoren auf Hydrolyse und Kondensation
2.4.3 Die Trocknung
2.5 Die Schichtbildung
3. Methode
3.1 Material
3.2 Versuchsdurchführung
3.3 GC-MS
3.4 Lebensmittelsimulanz TENAX®
3.5 Beschichtungstechniken
3.5.1 Sprühen
3.5.2 Flexodruck
3.5.3 Rakelstab-System
4. Ergebnisse
4.1 Alicona-Aufnahmen
4.2 REM-Aufnahmen
4.3 Migrationsergebnisse bei 1 g/L DEHP
4.4 Migrationsergebnisse bei 2 g/L DEHP
4.5 Migrationsergebnisse bei 5 g/L DEHP
5. Diskussion
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Titandioxid-Dünnschichten, die mittels Sol-Gel-Verfahren appliziert werden, als funktionelle Migrationsbarriere für den Weichmacher Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) bei Lebensmittelverpackungen aus Faserstoffen.
2.4.1 Herstellung
Wasser reagiert mit den Acetat- bzw. Alkoxidgruppen, wobei ein fragmentarischer Austausch stattfindet. Der Transfer wird durch die Menge des Wassers und des Katalysators geregelt. Eine vollständige Hydrolysereaktion ist ebenso möglich. In einer gleichzeitig startenden Kondensationsreaktion werden größere Agglomerate gebildet. Je nach pH-Wert läuft die Hydrolyse- und Kondensationsreaktion schneller bzw. langsamer ab. Der pH-Wert ist neben der Temperatur ausschlaggebend für die Größe der gebildeten Kolloide und die späteren Eigenschaften des Sol-Gels.
Bei der Bildung von Partikelgrößen zwischen 1nm und 100nm tritt keine Wechselwirkung ein. Solche Sole zeigen in seltensten Fällen einen Tyndall-Effekt und sind meist klar. Bei fortlaufender Kondensation (Alterung) treten die Partikel in Wechselwirkung. Die Viskosität steigt und eine dreidimensionale Vernetzung tritt ein. Die Zwischenräume der Struktur sind vollständig mit Flüssigkeit gefüllt. Der abschließende Trocknungsprozess beeinflusst ebenfalls die Struktur und Eigenschaften des gebildeten Gels (Wright et al., 2001).
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz von Migrationsbarrieren in Lebensmittelverpackungen und gibt einen Überblick über den Stand der Technik sowie den gesetzlichen Rahmen.
2. Das Sol-Gel-Verfahren: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Sol-Gel-Prozesses, die Bildung von Solen und Gelen sowie die Faktoren der Schichtbildung detailliert beschrieben.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das verwendete Material, die experimentelle Durchführung der Migrationsversuche und die eingesetzten Beschichtungstechniken.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die analytischen Daten präsentiert, inklusive der mikroskopischen Aufnahmen und der migrierten DEHP-Mengen bei unterschiedlichen Konzentrationen.
5. Diskussion: Es erfolgt eine Interpretation der experimentellen Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit der Titandioxid-Beschichtung und der Einflüsse der Schichtdicke.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Eignung der Methode zusammen und gibt einen Ausblick auf die industrielle Anwendbarkeit sowie zukünftige Forschungsansätze.
Sol-Gel-Verfahren, Titandioxid, Migrationsbarriere, DEHP, Lebensmittelverpackung, Faserstoff, Stoffübergang, Sprühbeschichtung, Flexodruck, Rakelstab-System, GC-MS, TENAX®, Weichmacher, Barrierewirkung, Oberflächenstruktur
Die Arbeit untersucht, wie Titandioxid-Beschichtungen aus dem Sol-Gel-Prozess als Migrationsbarriere gegen den Weichmacher DEHP in Lebensmittelverpackungen fungieren können.
Die zentralen Felder sind die Sol-Gel-Technologie, die Migrationsanalytik von Schadstoffen aus Verpackungsmaterialien und die Evaluation verschiedener Applikationsverfahren für Dünnschichten.
Das Ziel ist es festzustellen, ob TiO2-Sol-Gel-Beschichtungen eine effektive Barriere gegen die Migration von DEHP bilden und wie verschiedene Auftragstechniken die Barrierequalität beeinflussen.
Es wurden experimentelle Beschichtungsversuche auf Kartonagen durchgeführt, gefolgt von Migrationsmessungen mit TENAX® als Lebensmittelsimulanz und der anschließenden Analyse mittels GC-MS.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Sol-Gel-Verfahrens, die konkrete Methodik der Probenherstellung und -prüfung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Ergebnisse.
Sol-Gel-Verfahren, Titandioxid, Migrationsbarriere, DEHP, Lebensmittelverpackung und Faserstoff.
Die Arbeit zeigt einen direkten Zusammenhang zwischen der Schichtdicke bzw. dem Beschichtungsgewicht und der Effektivität der Migrationsbarriere; eine höhere Masse korreliert in der Regel mit einer besseren Reduktion des Stoffübergangs.
TENAX® wird standardmäßig für die Untersuchung der spezifischen Migration von trockenen Lebensmitteln verwendet, was den Rahmen dieser Untersuchungen widerspiegelt.
Die Aufnahmen zeigten unterschiedliche Gelstrukturen, wobei insbesondere bei den Sprühbeschichtungen eine ausgeprägte Wabenstruktur beobachtet wurde, die mit der Migrationsbarrierewirkung korreliert.
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