Masterarbeit, 2017
136 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 International vergleichendes Personalmanagement
2.2 Stand der Forschung in der international vergleichenden Personalentwicklungsforschung
2.3 Absolventenprogramme als Instrument der Führungskräfteentwicklung
3 Theoretische Bezugsrahmen
3.1 Hofstedes Kulturdimensionen
3.2 Der Varieties-of-Capitalism-Ansatz
4 Untersuchung deutscher und US-amerikanischer Traineeprogramme
4.1 Methodik
4.2 Ergebnisse
5 Unterschiede zwischen deutschen und US-amerikanischen Traineeprogrammen
5.1 Kulturelle Unterschiede in der Ausgestaltung von Traineeprogrammen deutscher und US-amerikanischer Banken
5.2 Institutionelle Unterschiede in der Ausgestaltung von Traineeprogrammen deutscher und US-amerikanischer Banken
6 Schlussbetrachtung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ, inwieweit das US-amerikanische Modell der Traineeprogramme im deutschen Bankensektor zielführend ist und welche Faktoren – kultureller Kontext oder institutionelle Rahmenbedingungen – die Ausgestaltung dieser Programme primär determinieren.
3.1 Hofstedes Kulturdimensionen
Die Kulturdimensionen von Hofstede sind wahrscheinlich die bedeutendsten kulturellen Klassifikationen (Kirkman, Lowe & Gibson, 2006, S. 285; ähnlich Pudelko & Harzing, 2007, S. 537). Eine Recherche in der Datenbank von Google Scholar ergibt mehr als 46.000 Zitationen seines Buches Culture’s Consequences: International Differences in Work-related Values (1980).12 Sowohl Befürworter als auch Kritiker von Hofstedes (1980) Kulturdimensionen sind sich einig über die immense Bedeutung seiner Arbeit in einer globalisierten Welt (Stahl & Tung, 2015, S. 391). Hofstedes Werk war zwar nicht die erste systematische interkulturelle Studie,13 doch gelang es ihm mit dieser Arbeit, das Feld des interkulturellen Managements in den Mittelpunkt von internationalem Management zu stellen (Tung & Verbeke, 2010, S. 1259).
Hofstedes Arbeit basiert auf der größten interkulturellen Unternehmensbefragung (Sivakumar & Nakata, 2001, S. 555). Er erhielt zwischen 1967 und 1973 in zwei Erhebungswellen mehr als 116.000 Umfragebögen von IBM-Mitarbeitern aus insgesamt 72 Ländern (Hofstede, 2001, S. 41). Sein Kulturbegriff muss als sehr weit gefasst betrachtet werden: Kultur ist nach Hofstede (1980, S. 25) „the collective programming of the mind which distinguishes the members of one human group from another“. Kultur ist also, was auf das Denken des Einzelnen so wirkt, dass es für Gruppenzugehörigkeit sowie für Abgrenzung zu anderen Gruppen sorgt. Ursprünglich unterschied Hofstede vier verschiedene Kulturdimensionen. Im Laufe der Jahre kamen zwei weitere dazu, so dass insgesamt sechs Kulturdimensionen vorliegen. Diese sind: Machtdistanz, Maskulinität versus Feminität, Unsicherheitsvermeidung, Individualismus versus Kollektivismus sowie die später mit aufgenommen Dimensionen Langzeitorientierung versus Kurzzeitorientierung und Nachgiebigkeit versus Beherrschung. Um die Vergleiche zu vereinfachen, wurden die Indizes auf eine Skala von 0 bis 100 festgelegt (Sivakumar & Nakata, 2001, S. 560). Die nachfolgende Abbildung vergleicht die Werte von Deutschland und den USA im Modell von Hofstede.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Relevanz der Führungskräfteentwicklung für Banken angesichts von Megatrends und Fachkräftemangel und stellt die explorative Forschungsfrage nach den Unterschieden deutscher und US-amerikanischer Traineeprogramme.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet die Arbeit im Bereich des international vergleichenden Personalmanagements und beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zur Führungskräfteentwicklung sowie die zentralen Bausteine von Traineeprogrammen.
3 Theoretische Bezugsrahmen: Hier werden Hofstedes Kulturdimensionen und der Varieties-of-Capitalism-Ansatz als theoretische Fundamente eingeführt, um Unterschiede im Kontext der Personalentwicklung zu erklären.
4 Untersuchung deutscher und US-amerikanischer Traineeprogramme: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Inhaltsanalyse von Stellenanzeigen und präsentiert die deskriptiven Ergebnisse für beide Länder.
5 Unterschiede zwischen deutschen und US-amerikanischen Traineeprogrammen: Basierend auf den Ergebnissen werden Annahmen zu kulturell und institutionell bedingten Unterschieden in der Ausgestaltung der Traineeprogramme abgeleitet.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen und formuliert Implikationen für Forschung und Management.
7 Fazit: Das Fazit resümiert, dass signifikante Unterschiede in der Ausgestaltung bestehen, die primär auf den nationalen Kontext zurückzuführen sind, und betont die Notwendigkeit, lokale Gegebenheiten bei der Gestaltung von Traineeprogrammen zu berücksichtigen.
Personalmanagement, International vergleichendes Personalmanagement, Traineeprogramme, Führungskräfteentwicklung, Deutschland, USA, Bankensektor, Unternehmenskultur, Institutionelle Rahmenbedingungen, Hofstede, Varieties-of-Capitalism, Personalentwicklungspraktiken, Qualitative Inhaltsanalyse, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel.
Die Arbeit untersucht, wie Traineeprogramme in deutschen und US-amerikanischen Banken gestaltet sind und ob diese Gestaltung durch den kulturellen Kontext oder durch institutionelle Rahmenbedingungen beeinflusst wird.
Die zentralen Themen sind internationales Personalmanagement, Führungskräfteentwicklung, der Vergleich nationaler Ausbildungssysteme sowie die Anwendung theoretischer Bezugsrahmen wie Hofstedes Kulturdimensionen und der Varieties-of-Capitalism-Ansatz.
Das Ziel ist es, Unterschiede in der Ausgestaltung von Traineeprogrammen zu identifizieren und zu klären, welcher Kontext (kulturell oder institutionell) diese Unterschiede primär bestimmt.
Der Verfasser nutzt einen explorativen Forschungsansatz, basierend auf einer qualitativen Inhaltsanalyse von Stellenanzeigen und Karrierewebseiten von jeweils 15 großen Banken in Deutschland und den USA.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, stellt die Bezugsrahmen vor, beschreibt die methodische Vorgehensweise, präsentiert die deskriptiven Ergebnisse und leitet daraus konkrete Annahmen zu den kulturellen und institutionellen Einflussfaktoren ab.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Traineeprogramme, Personalentwicklung, international vergleichendes Personalmanagement, kulturelle Dimensionen und Varieties-of-Capitalism.
Die Bankenbranche ist ein personalintensiver Sektor in einem hochqualifizierten Feld, in dem Traineeprogramme ein besonders relevantes Instrument zur Sicherung von Führungsnachwuchs darstellen.
Wesentliche Unterschiede zeigen sich unter anderem in der Programmdauer, der Häufigkeit von Fallstudien und Online-Trainings sowie in der stärkeren Ausrichtung auf entweder fachspezifische oder generalistische Kompetenzen.
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