Masterarbeit, 2016
80 Seiten, Note: 1,5
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A. Einleitung
B. Klassische Banken
I. Aufbau der Banken in Deutschland?
1. Die drei Säulen des deutschen Bankwesens
a) Private Geschäftsbanken (Kreditbanken)
b) Öffentlich-Rechtliche Banken
c) Genossenschaftliche Banken
II. Aufgaben der Banken
1. Einlagengeschäft
a) Sichteinlagen
b) Termineinlagen
c) Spareinlagen
2. Kreditgeschäft
3. Zahlungsverkehr
4. Wertpapiergeschäft
III. Rechtsgrundlagen
IV. Bankaufsichtsrecht
1. Aufsichtsrecht
a) Kreditwesengesetz
b) Das Zahlungsdiensteaufsichtgesetz
2. Basel III
3. MaRisk
4. Datenschutz
V. Digitalisierung
C. FinTechs
I. Was sind FinTechs?
II. Arten der FinTechs
1. Zahlungsverkehr
a) Personal Finance Management (PFM)
b) Kontoführung
2. Finanzierung und Kreditvergabe
a) P2P-Lending
b) Mittelstandsfinanzierung
3. Devisen/Anlage
4. Crowdfunding
III. Rechtsgrundlagen/Regulierung
1. Regulierungsbestrebungen der EU
a) Peer-to-Peer Darlehen und Crowdfunding
b) Zahlungsdienste
c) Fazit
2. Rechtliche Möglichkeiten auf nationaler Ebene
a) Unternehmen ohne Erlaubnis
b) Unternehmen, die Bankgeschäfte gemäß § 1 Abs. 1 KWG erbringen
c) Unternehmen, die Finanzdienstleistungen gemäß § 1 Abs. 1a KWG erbringen
d) Unternehmen, die Zahlungsdienste gemäß § 1 Abs. 2 ZAG erbringen
3. Rechtliche Ausgestaltung am Beispiel Crowdfunding
a) Erlaubnis- und Prospektpflichten
b) Crowdfunding
c) Crowdinvesting
d) Erweiterung des Anwendungsbereichs des VermAnlG
e) Crowdlending
f) Ausnahmen für Crowdinvestments
g) Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist
h) Werbung
i) Fazit
4. Datenschutz
IV. Chancen der FinTechs
C. Reaktion der Banken
I. Kauf
II. Kooperation mit FinTechs
III. Eigenständige Gründung
IV. Vereinfachung und Digitalisierung eigener Prozesse
D. Ergebnis
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Finanzsektor und bewertet kritisch, ob neu entstandene Finanztechnologie-Unternehmen (FinTechs) eine ernsthafte Bedrohung für traditionelle Banken darstellen oder ob es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt.
A. Einleitung
Die Digitalisierung ist in unserem beruflichen und privaten Leben inzwischen nicht mehr aufzuhalten. Ein Wirtschaftszweig nach dem Anderen wird hierbei durch das Internet revolutioniert. Nach der Buch- und Brillenbranche, der Musik und der Reisebranche wird nun der Finanzsektor auf den Kopf gestellt.
Dank Breitbandnetzen, Smartphones und Leistungssprüngen in der Datenverarbeitung verschieben sich die technischen Grenzen so schnell, dass sie faktisch keine Einschränkung mehr darstellen. Ökonomisch ist die Digitalisierung in vielerlei Hinsicht attraktiv. Mit intelligenter und gut eingesetzter IT können Prozesse automatisiert und variable Kosten gespart werden. Informationen können ohne Zeitverlust verarbeitet, verknüpft und analysiert werden. Ebenso hilft die heutige IT, Komplexität zu beherrschen. Und nicht zuletzt ermöglicht sie Dienstleistungen, die individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind.
Tausende junger kreativer Finanztechnologie-Firmen, kurz FinTechs genannt, sind in kürzester Zeit entstanden. Und Sie drängen in alle Bereiche des Geldmarktes ein und versuchen ihre neuen Ideen und Ansätze den Konsumenten schmackhaft zu machen.
A. Einleitung: Beschreibt den allgemeinen technologischen Wandel durch die Digitalisierung und dessen Einzug in den Finanzsektor als Bedrohung und Chance für Banken.
B. Klassische Banken: Erläutert das deutsche Drei-Säulen-Modell, die grundlegenden Bankaufgaben sowie das regulatorische Umfeld unter Berücksichtigung von Basel III und Datenschutz.
C. FinTechs: Definiert das Konzept der FinTechs, kategorisiert deren Geschäftsmodelle (Zahlungsverkehr, P2P-Lending, Crowdfunding) und beleuchtet die aktuelle Regulierungsdebatte.
C. Reaktion der Banken: Analysiert strategische Optionen etablierter Kreditinstitute, angefangen bei Unternehmenskäufen und Kooperationen bis hin zur eigenen Digitalisierung.
D. Ergebnis: Zieht das Fazit, dass FinTechs den Sektor zwar belebt und modernisiert haben, klassische Banken aber aufgrund ihrer regulatorischen Erfahrung und Marktstellung kaum ersetzen können.
Digitalisierung, FinTechs, Banken, Finanztechnologie, Bankaufsichtsrecht, Crowdfunding, P2P-Lending, Online-Banking, Basel III, Datenschutz, KWG, Zahlungsverkehr, Innovation, Finanzmarktregulierung, Disruption
Die Arbeit analysiert, inwiefern die zunehmende Digitalisierung und das Aufkommen von FinTech-Unternehmen den traditionellen Bankensektor in Deutschland verändern und herausfordern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse des klassischen Banken-Aufbaus, der Darstellung moderner FinTech-Geschäftsmodelle sowie den regulatorischen Rahmenbedingungen beider Akteure.
Das Ziel ist es, zu bewerten, ob FinTechs eine echte Bedrohung für etablierte Banken darstellen oder ob der Markt eher durch Koexistenz und Kooperation geprägt wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse juristischer Kommentare, Fachzeitschriften, aktueller regulatorischer Vorgaben (EU und national) sowie einer Auswertung von Branchenberichten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der klassischen Bankenwelt, die Vorstellung der Arten von FinTechs und eine tiefe Betrachtung der rechtlichen Regulierungen, insbesondere am Beispiel Crowdfunding.
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Finanzmarktaufsicht (BaFin), regulatorische Compliance, innovatives Banking und der Vergleich zwischen alten Bankstrukturen und neuen, agilen Start-ups.
Der Autor hebt hervor, dass Crowdfunding den Fokus auf die direkte Interaktion zwischen Geldgeber und Start-up legt, während klassische Bankkredite stärker durch intermediäre Prozesse geprägt sind.
Laut Arbeit ist dies ein langwieriger und kapitalintensiver Prozess, der für junge Start-ups, die meist auf Wagniskapital angewiesen sind, oft eine unüberwindbare Markteintrittshürde darstellt.
Banken reagieren primär durch eigene Digitalisierungsprojekte, die Gründung von Innovation Labs, gezielte Kooperationen mit FinTechs oder den Kauf solcher Start-ups.
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