Bachelorarbeit, 2017
45 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
1.1. Themenfindung
1.2. Aktueller Forschungsstand
1.3. Fokus der Forschung
1.4. Forschungsfrage
2. Begriffsdefinition
2.1. Migration
2.2. Integration
2.3. Ungleichheit
2.4. Subkultur
2.5. Bildung, Einkommen, Geschlecht
3. Forschungsmethode
3.1. Biografieforschung
3.2. Narratives Interview nach Schütze
3.3. Feldzugang
3.4. Demografische Merkmale
3.5. Einstiegsimpuls
3.6. Vorgangsweise der Interviews
3.7. Analyseverfahren
3.8. Transkriptionsverfahren
3.9. Beobachtungsprotokoll
4. Empirischer Teil
4.1. Analyse 1. Interview
4.2. Analyse 2. Interview
4.3. Analyse 3. Interview
4.4. Vergleich der Interviews
5. Reflexion
6. Conclusio und weitere Schritte
Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialen Ungleichheiten, mit denen türkische Migranten und Migrantinnen der zweiten Generation in Wien konfrontiert sind. Ziel ist es, durch die Analyse narrativer Interviews lebensweltliche Erfahrungen aufzudecken, die strukturellen Dimensionen der Benachteiligung im Bildungs- und Arbeitsmarkt zu identifizieren und die Rolle kultureller Familienstrukturen zu reflektieren.
Einfluss der Lehrerin
„… [D]ie Lehrerin war eine Rassistin. Die hat die Türken, Ausländer nicht gemocht. Die war extrem streng zu den Kindern und ja, ehm... zu mir hat sie- sie hat mich gehasst und hat mich nicht gemocht und, ja, und vor die Schülern immer, ehm, beleidigt, gemobbt und irgendwie hat sie, ehm, so, ja, und daher waren die Kinder, die Schüler, auch zu mir sehr frech. Ehm, ja sie wollten nicht mit mir gut befreundet sein und sie haben mir immer, ehm, beleidigt, ja dass ich nicht ordentlich Deutsch kann und das ich mich nicht konzentrieren kann, dass ich nicht lesen kann, solche Sachen haben sie mir gesagt. Derweil wollte ich auch nicht mehr in die Schule gehen, hab mich immer wieder krank gemeldet, weil die Schule hat mir kein Spaß mehr gemacht, weil jeder zweite hat mich gemobbt, beleidigt und das hat mir jedes Mal weh getan und ja. ehm...“
Klar definiert M.P., dass die Lehrerin rassistisch war und sie keine Sympathie für Ausländer hat. Der Hass und die strenge Art der Lehrerin hatten einen Einfluss auf das Verhalten der anderen Schüler und Schülerinnen, die sich schlussendlich auf M.P. auswirkte. M.P. wiederholt öfter die Sprachschwierigkeit und die Handlungen der Lehrerin. Hier ist zu sehen, dass die psychischen Angriffe auf M.P. Spuren hinterließen. Sie drückt diese ungleiche Behandlung mit „…das hat mir jedes Mal weh getan und, ja, ehm…“ aus.
1. Einleitung: Hier wird das Thema der sozialen Ungleichheit bei der zweiten Generation türkischer Migranten in Österreich eingeführt und die Forschungsfrage hergeleitet.
2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden theoretische Kernbegriffe wie Migration, Integration, Ungleichheit und Subkultur definiert und in den Kontext der Arbeit gestellt.
3. Forschungsmethode: Dieser Abschnitt erläutert den Einsatz der qualitativen Biografieforschung nach Schütze, inklusive Feldzugang und Analyseverfahren.
4. Empirischer Teil: Die Ergebnisse der drei durchgeführten Interviews werden detailliert analysiert, interpretiert und miteinander verglichen.
5. Reflexion: Die Autorin reflektiert den Forschungsprozess und die bei der Durchführung der Interviews gewonnenen Erkenntnisse.
6. Conclusio und weitere Schritte: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bietet einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsaspekte.
Soziale Ungleichheit, Migration, zweite Generation, Österreich, Wien, Biografieforschung, Narratives Interview, Integration, Geschlechterdimension, Arbeitsmarkt, Bildungssystem, Subkultur, Intersektionalität, Rassismus, Diskriminierung.
Die Arbeit befasst sich mit den Erfahrungen sozialer Ungleichheit von in Österreich lebenden Personen mit türkischem Migrationshintergrund der zweiten Generation.
Zentrale Themen sind die Erfahrungen im Bildungssystem, die Situation auf dem Arbeitsmarkt, Rollenbilder innerhalb der Familie sowie der Einfluss von Medien und gesellschaftlichen Stigmata.
Das Ziel ist es, Formen der sozialen Ungleichheit zu identifizieren, die daraus resultierenden Konsequenzen für die Betroffenen aufzuzeigen und Wege zur Reduktion dieser Ungleichheiten zu diskutieren.
Die Arbeit nutzt die qualitative Biografieforschung, speziell das narrative Interview nach Fritz Schütze, um individuelle Lebensgeschichten narrationsanalytisch auszuwerten.
Im Hauptteil werden drei narrative Interviews mit Personen der zweiten Migrantengeneration in Wien ausgewertet, sequenzanalytisch untersucht und anschließend in einem Vergleich gegenübergestellt.
Die Studie ist durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Intersektionalität, Diskriminierungserfahrungen, Bildungschancen und die soziokulturelle Integration der zweiten Generation geprägt.
Die Beherrschung der deutschen Sprache wird als essenzieller Grundbaustein für die gesellschaftliche Teilhabe und den schulischen Erfolg hervorgehoben; fehlende Kenntnisse führen oft zu einer frühen Stigmatisierung.
Es zeigt sich eine ausgeprägte geschlechtsspezifische Rollenverteilung, die oft als kulturell- oder religionsbedingt legitimiert wird und insbesondere für Frauen einschränkende soziale Auswirkungen hat.
Ja, die Diskriminierung wird sowohl als direkte (z.B. durch Lehrkräfte) als auch als indirekte Form (z.B. durch ständiges Lästern in professionellen Umfeldern) erlebt.
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