Bachelorarbeit, 2012
68 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Bedingungsloses Grundeinkommen
2.1 Entstehung und Entwicklung
2.2 Voraussetzungen und Argumente für ein Grundeinkommen
2.3 Effekte auf dem Arbeitsmarkt
2.3.1 Arbeitsmarkt gesamt
2.3.2 Arbeitsangebot
2.3.3 Arbeitsnachfrage
2.3.4 Weitere Überlegungen
2.4 Auswirkungen und Perspektiven
2.5 Implementierung in verschiedenen Ländern
2.5.1 THE ALASKA PERMANENT FUND, Alaska
2.5.2 RENDA BÁSICA DE CIDADANIA, Brasilien
2.5.3 BASIC INCOME GRANT, Namibia
3. Gesamtfinanzierungskonzepte
3.1 Soziale Sicherungssysteme
3.2 BGE und das Steuer- und Abgabensystem
3.3 Finanzierungskonzepte
3.3.1 Negative Einkommensteuer nach FRIEDMAN
3.3.2 Konsumsteuer nach WERNER
3.3.3 Basic Income Flat Tax nach STRENGMANN-KUHN
3.3.4 Transfergrenzen-Modell nach FISCHER und PELZER
3.3.5 Solidarisches Bürgergeld nach ALTHAUS
3.3.6 Bewertung der Modelle
3.3.7 Idealtypisches Modell eines Grundeinkommens
3.4. Umsetzung eines BGE
3.4.1 Annahmen
3.4.2 Finanzierung
4. Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen und die langfristige Finanzierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) in Deutschland, wobei die Höhe des Einkommens am soziokulturellen Existenzminimum ausgerichtet wird.
2.3 Effekte auf dem Arbeitsmarkt
Ausgangspunkt der Überlegungen zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist der Wandel der Gesellschaft von der Selbstversorgung zur Fremdversorgung. Vor Beginn der Industrialisierung war das Wirtschaftsleben weitgehend durch die Selbstversorgung bestimmt. Heutzutage findet das Wirtschaftsleben weitgehend arbeitsteilig statt, dies hat zur Folge, dass wir heute „in einer Gesellschaft totaler Fremdversorgung“ leben. Der einzelne Mensch erstellt seine Wirtschaftsleistungen im Wesentlichen nicht mehr für sich selbst, sondern für seine Mitmenschen her. Die zunehmende Arbeitsteilung geht aber auch mit steigender Automatisierung und Rationalisierung von Arbeit einher. Technischer Fortschritt bewirkt zwar zum einen die Befreiung des Menschen von schwerer und unangenehmer Arbeit, baut aber gleichzeitig Arbeitsplätze ab. Das Resultat: Immer weniger Menschen haben Zugang zu Arbeit und Einkommen. Vollbeschäftigung ist kaum mehr möglich. Seit Jahren wächst in Deutschland Arbeitslosigkeit und Armut. Die Entkopplung von Erwerbsarbeit und Lohneinkommen erscheint vor diesem Hintergrund als Notwendig. Ein Grundeinkommen kann den Einstieg in eine solche Entkopplung ermöglichen.
1. Einleitung: Darlegung der Zielsetzung, der Relevanz des BGE als sozialpolitische Alternative und der strukturellen Gliederung der Arbeit.
2. Bedingungsloses Grundeinkommen: Erörterung der Entstehungsgeschichte, der Argumentationslinien (gesellschaftspolitisch, ökonomisch, sozialpolitisch) sowie eine Analyse der Arbeitsmarkteffekte und internationaler Pilotprojekte.
3. Gesamtfinanzierungskonzepte: Detaillierte Untersuchung bestehender Sicherungssysteme, Analyse verschiedener Finanzierungsmodelle wie der Negativen Einkommensteuer oder Konsumsteuer sowie eine konkrete Berechnung der Umsetzbarkeit in Deutschland.
4. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bewertung des Konzepts als universelle und transparente Lösung zur Förderung individueller Lebensgestaltung und gesellschaftlicher Entwicklung.
Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Soziale Sicherung, Arbeitsmarkt, Finanzierungskonzepte, Negative Einkommensteuer, Konsumsteuer, Flat Tax, Existenzminimum, Sozialstaat, Umverteilung, Arbeitsangebot, Arbeitsteilung, Solidarisches Bürgergeld, Transfergrenzen-Modell
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Finanzierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland unter Berücksichtigung verschiedener Finanzierungsmodelle.
Zentral sind die soziokulturelle Absicherung, die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie unterschiedliche steuerliche Finanzierungsansätze.
Die Kernfrage ist, ob die Implementierung eines bedingungslosen Grundeinkommens im aktuellen deutschen Wirtschaftssystem dauerhaft finanzierbar ist und welche gesellschaftlichen Auswirkungen dies hätte.
Es werden qualitative Analysen bestehender Theorien, ein Vergleich verschiedener Finanzierungsmodelle sowie eine mathematische Berechnung zur Tragfähigkeit auf Basis von Daten des sozioökonomischen Panels (SOEP) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des BGE, die Analyse der Arbeitsmarkteffekte, die Darstellung internationaler Beispiele sowie die detaillierte Bewertung verschiedener Finanzierungsmodelle wie der Negativen Einkommensteuer und des Solidarischen Bürgergelds.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bedingungsloses Grundeinkommen, Finanzierbarkeit, Sozialstaatsreform, Arbeitsmarktökonomie und Steuerlehre charakterisieren.
Die Konsumsteuer wird als Mittel gesehen, um den Faktor Arbeit von Steuern zu entlasten und die Finanzierung von Sozialausgaben auf eine breitere Basis zu stellen, da sie erst am Ende des Wertschöpfungsprozesses erhoben wird.
Dieses Konzept kombiniert ein Grundeinkommen mit einer Gesundheitspauschale und bietet verschiedene Tarife an, um eine realitätsnahe Reform des Sozialstaats unter Beibehaltung marktwirtschaftlicher Prinzipien zu ermöglichen.
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