Masterarbeit, 2017
73 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand Kaiserreich
1.2 Forschungsstand Geschichtsschulbücher
1.3 Probleme der wissenschaftlichen Schulbuchforschung
1.4 Hypothesenbildung
1.5 Analysearten und Verfahrensweise
1.6 Operationalisierung
1.7 Charakterisierung
2. Datenerhebung
2.1 Nationalsozialismus
2.1.1 1933 – Verlag Ferdinand Hirt und Sohn: „Geschichte für sächsische höhere Lehranstalten“
2.1.2 1935 – Verlag – Buchhandlung des Waisenhauses: „Grundzüge der Geschichte für höhere Lehranstalten“
2.1.3 1941 – Otto Salle Verlag: „Volk und Reich der Deutschen“
2.1.4 Zwischenfazit Nationalsozialismus
2.2 Deutsche Demokratische Republik
2.2.1 1951 – Volk und Wissen Verlag: „Geschichte der Neuzeit“
2.2.2 1961 – Volk und Wissen Verlag: „Neuzeit“
2.2.3 1990 – Volk und Wissen Verlag: „Geschichte“
2.2.4 Zwischenfazit DDR
2.3 Bundesrepublik Deutschland
2.3.1 1958 – Ernst Klett Verlag: „Von 1850 bis zur Gegenwart“
2.3.2 1978 – Ernst Klett Verlag: „Von 1850 bis zur Gegenwart“
2.3.3 1987 – C. C. Buchner Verlag: „Das Kaiserreich 1871-1918“
2.3.4 1997 – C. C. Buchner Verlag: „Reich – Republik – Diktatur“
2.3.5 2010 – Ernst Klett Verlag: „Geschichte und Geschehen“
2.3.6 Fazit BRD
3. Fazit
3.1 Reichsgründung, Volk und Nation
3.2 Föderalismus
3.3 Parlamentarismus, Rechtsstaatlichkeit und Parteien
3.4 Arbeiterbewegung und soziale Frage
3.5 Bismarck
3.6 Deutscher Sonderweg
4. Diskussion
4.1 Reichsgründung, Volk und Nation
4.2 Föderalismus
4.3 Parlamentarismus, Rechtsstaatlichkeit und Parteien
4.4 Arbeiterbewegung und soziale Frage
4.5 Bismarck
4.6 Deutscher Sonderweg
4.7 Abschließende Bemerkungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Bild des Deutschen Kaiserreichs in den Jahren 1871 bis 1890 in Geschichtsschulbüchern dreier unterschiedlicher deutscher Staaten (NS-Zeit, DDR, BRD) zu untersuchen und zu vergleichen.
1.1 Forschungsstand Kaiserreich
Die historische Forschung zum Deutschen Kaiserreich hat sich über die Jahrzehnte stark gewandelt und war häufig Anlass umfangreicher Debatten, weit über die Historikerzunft hinaus. Die Fülle an Diskursen und Entwicklungen kann und soll im Rahmen dieser Masterarbeit nicht vollständig und umfassend abgebildet werden. Es soll sich auf eine kurze Übersicht beschränkt werden, wobei die Debatte über den deutschen Sonderweg ausführlicher dargestellt werden soll, da sie in der Quellenarbeit aufgegriffen wird.
Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Forschung zum Kaiserreich maßgeblich durch die Kriegsschuldfrage dominiert. In der Weimarer Republik wurde ein massiver Aufwand betrieben, um eine Ablehnung der Kriegsschuld Deutschlands zu rechtfertigen. Mit der Aussage, die Mächte Europas seien in den Ersten Weltkrieg hineingeschlittert, brachte der britische Premierminister David Lloyd George den, durch Deutschland massiv geförderten, Konsens auf den Punkt, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nicht veränderte.
Infrage gestellt wurde dies erst durch ein Werk Fritz Fischers, das die Fischer-Kontroverse auslöste. Auch abseits der Kriegsschuldfrage wurden die Fragestellungen innerhalb der Forschung zum Kaiserreich breiter. Mit der Kaiserreichsdarstellung Hans-Ulrich Wehlers begann sich die Fokussierung auf Staat und Politik abzuschwächen und soziale, kulturelle und gesellschaftliche Fragen wurden aufgegriffen. Diese Vielzahl an neuen Diskursen fand seinen Niederschlag in den 1980er- und 1990er-Jahren, in denen die beteiligten Historiker die verschiedenen Blickwinkel in ihren Gesamtdarstellungen zum Kaiserreich zusammenfassten. Diese Werke haben, bei allen Unterschieden, eine wichtige Gemeinsamkeit. Die Ergebnisse werden, auch wenn sich die Herangehensweise verändert hat und die Fragestellungen breiter geworden sind, innerhalb einer großen nationalen Erzählung vereint.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Forschungsinteresse an der Darstellung des Deutschen Kaiserreichs in Schulbüchern verschiedener deutscher Epochen.
2. Datenerhebung: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der analysierten Schulbücher aus der NS-Zeit, der DDR und der BRD sowie das methodische Vorgehen.
3. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zu den ausgewählten Schwerpunkten wie Reichsgründung, Föderalismus und Arbeiterbewegung in den verschiedenen Schulbuchgenerationen zusammen.
4. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die methodische Herangehensweise und setzt die Ergebnisse in einen größeren historischen sowie fachwissenschaftlichen Kontext.
Deutsches Kaiserreich, Geschichtsschulbücher, Schulbuchforschung, Reichsgründung, Arbeiterbewegung, Sozialgesetzgebung, Nationalsozialismus, DDR, Bundesrepublik Deutschland, Bismarck, Sonderweg, Parlamentarismus, Nationalgeschichte, historische Quelle, Fachdidaktik.
Die Arbeit untersucht, welches Geschichtsbild des Deutschen Kaiserreichs (1871-1890) in verschiedenen deutschen Schulbüchern aus unterschiedlichen politischen Epochen vermittelt wurde.
Die Studie vergleicht Schulbücher aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland (BRD).
Das Ziel besteht darin, historische Unterschiede in der Darstellung des Kaiserreiches herauszuarbeiten und zu prüfen, wie sich politische Ideologien auf die Schulbuchinhalte ausgewirkt haben.
Es handelt sich um eine explorative Pilotstudie, die eine quellennahe Schulbuchanalyse verwendet, um thematische Schwerpunkte in den Lehrwerken systematisch zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Datenerhebung der drei Staaten und analysiert dort spezifische Themen wie die Reichsgründung, den Föderalismus, die Arbeiterbewegung und die Person Bismarck.
Die Arbeit befasst sich intensiv mit Begriffen wie nationaler Identität, Klassenkampf, autoritären vs. demokratischen Strukturen und der Rolle des Staates.
Bismarck wird in den frühen Werken der NS-Zeit oft als Führergestalt stilisiert, während er in der DDR primär als Repräsentant eines „Klassenstaates“ und Feind der Arbeiterbewegung erscheint.
In der DDR-Zeit wird die Arbeiterbewegung positiv als Widerstandskraft gegen den Unrechtsstaat dargestellt, während ihre Behandlung in der BRD und NS-Zeit stark von den jeweiligen ideologischen Rahmenbedingungen der Epoche abhängt.
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