Bachelorarbeit, 2012
85 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Schlagzeilen, Unterzeilen und Sonderformen
3.1 Definition und Funktion von Schlagzeilen
3.2 Definition und Funktion von Unterzeilen
3.3 Sonderformen
4. Sportberichterstattung in Hinblick auf Schlagzeilen
5. Syntax von Sätzen im Allgemeinen
5.1. Definition des Satzes
5.2. Satzarten
5.3. Syntaktische Einheiten nach Sandig
5.3.1. Verbalsätze
5.3.2. Nominalsätze
5.4. Syntaktische Einheiten nach Jürgens
5.4.1. Nominalkonstruktionen
5.4.2. Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen
5.4.3. Konstruktionen ohne Zentralregens
5.4.4. Eingliedrige Einheiten
6. Fehler und Abweichungen in Schlagzeilen
7. Zusammenfassung der Theorien von Sandig und Jürgens
8. Textkorpus und Herangehensweise
9. Anwendung der Definitionen Schlagzeile, Unterzeile und Sonderform auf die BILD HH und die LN
10. Zur Satzdefinition in den Schlagzeilen der BILD HH und LN
11. Zu den Klassifikationen nach Sandig und Jürgens
12. Neue Konstruktion zur Bestimmung der syntaktischen Einheiten in Schlagzeilen der BILD HH und LN
13. Zu den Schlagzeilen der BILD HH und LN
14. Zu den Satzarten in Schlagzeilen
15. Schlagzeilen und Unterzeilen in der BILD HH
15.1. Syntaktische Einheiten der Schlagzeilen
15.2. Satzarten der Schlagzeilen
15.3. Unterzeilen in der BILD HH
16. Schlagzeilen und Unterzeilen in den LN
16.1. Syntaktische Einheiten der Schlagzeilen
16.2. Satzarten der Schlagzeilen
16.3. Unterzeilen in den LN
17. Fehler und Abweichungen in Schlagzeilen, Unterzeilen und Sonderformen
17.1. In der BILD HH
17.2. In den LN
18. Vergleich der Ergebnisse
18.1. Vergleich der syntaktischen Einheiten in Schlagzeilen
18.2. Vergleich der Satzarten in Schlagzeilen
18.3. Vergleich der syntaktischen Einheiten in Unterzeilen
19. Weitere Auffälligkeiten der Schlagzeilen in BILD HH und LN
20. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung der syntaktischen Struktur von Schlagzeilen in den Sportteilen der BILD-Zeitung (BILD HH) und der Regionalzeitung Lübecker Nachrichten (LN) über einen Zeitraum von zwei Monaten. Dabei soll geklärt werden, ob und inwieweit syntaktische Unterschiede zwischen diesen unterschiedlichen Printmedien bestehen und inwiefern Wortarten oder die Verwendung von Verben zur Kategorisierung der Schlagzeilen herangezogen werden können.
1. Einleitung
Ja! Ja! Japan (17.7.2011, BILD-Zeitung Hamburg) – mit dieser Schlagzeile feierte die BILD HH am 17. Juli 2011 den Sieg der Japanerinnen bei der Frauen-Fußball Weltmeisterschaft in Deutschland. Die Lübecker Nachrichten verkündeten die Neuigkeit mit den Worten Ein Sieg fürs gebeutelte Volk (17.7.2011, LN).
Fraglich ist bei diesen Schlagzeileneinheiten, wie man sie syntaktisch erklären kann. Problematisch wird es bei der Bestimmung der Satzglieder, da in beiden Schlagzeilen kein Verb vorhanden ist. Die Satzgliedbestimmung geht nach Renate Musan immer vom Verb bzw. Prädikat des Satzes aus, denn es ist das Emement, „von dem alles andere im Satz mehr oder weniger abhängt“.
Aber wie kann man Schlagzeilen ohne Verb syntaktisch einordnen? Es stellt sich nämlich die Frage, was diese zwei unterschiedlichen Schlagzeilen syntaktisch darstellen sollen. Der Ansatz dieser Arbeit sind die Wortarten, die Aufschluss für die Bestimmung der oben genannten syntaktischen Einheiten geben können. Geht man davon aus, dass eine Wortart die Schlagzeile als syntaktisches Gebilde regiert, könnte die Analyse des Gebildes seinen Ursprung in dem regierenden Wort und seiner Wortart finden.
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung der syntaktischen Analyse von Schlagzeilen ohne Verb anhand von Beispielen der BILD HH und LN.
2. Forschungsstand: Überblick über bisherige linguistische Arbeiten zu Zeitungsüberschriften, insbesondere Schlagzeilen der BILD-Zeitung.
3. Schlagzeilen, Unterzeilen und Sonderformen: Definition und Abgrenzung der verschiedenen Informationseinheiten im Sportteil.
4. Sportberichterstattung in Hinblick auf Schlagzeilen: Einordnung der Schlagzeile in den Kontext verschiedener Sportmedien.
5. Syntax von Sätzen im Allgemeinen: Theoretische Grundlagen zur Satzdefinition sowie Erläuterung der Kategorisierungsansätze nach Sandig und Jürgens.
6. Fehler und Abweichungen in Schlagzeilen: Differenzierung zwischen absichtlichen sprachlichen Abweichungen und tatsächlichen Fehlern in der Boulevardpresse.
7. Zusammenfassung der Theorien von Sandig und Jürgens: Synthese der theoretischen Ansätze als Basis für die eigene Analyse.
8. Textkorpus und Herangehensweise: Darstellung der Methodik zur Datenerhebung der 332 untersuchten Schlagzeilen im Zeitraum September bis Oktober 2011.
9. Anwendung der Definitionen Schlagzeile, Unterzeile und Sonderform auf die BILD HH und die LN: Übertragung der Definitionen auf die konkreten Zeitungstexte.
10. Zur Satzdefinition in den Schlagzeilen der BILD HH und LN: Diskussion der Anwendbarkeit linguistischer Satzdefinitionen auf extrem verkürzte Schlagzeilen.
11. Zu den Klassifikationen nach Sandig und Jürgens: kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung von Einwortgebilden in bestehende Systeme.
12. Neue Konstruktion zur Bestimmung der syntaktischen Einheiten in Schlagzeilen der BILD HH und LN: Vorstellung einer angepassten Klassifikation auf Basis der untersuchten Daten.
13. Zu den Schlagzeilen der BILD HH und LN: Vorstellung typischer Schlagzeilenbeispiele aus Randspalten und Seiteninnerem.
14. Zu den Satzarten in Schlagzeilen: Erläuterung der Klassifikation von Aussagesätzen, Fragesätzen und anderen Satzarten im untersuchten Korpus.
15. Schlagzeilen und Unterzeilen in der BILD HH: Detaillierte quantitative und qualitative Auswertung der BILD-Schlagzeilen.
16. Schlagzeilen und Unterzeilen in den LN: Detaillierte quantitative und qualitative Auswertung der LN-Schlagzeilen.
17. Fehler und Abweichungen in Schlagzeilen, Unterzeilen und Sonderformen: Analyse der gefundenen Sprachauffälligkeiten getrennt nach BILD HH und LN.
18. Vergleich der Ergebnisse: Direkter Vergleich der syntaktischen Strukturen und Satzarten zwischen beiden Zeitungen.
19. Weitere Auffälligkeiten der Schlagzeilen in BILD HH und LN: Beobachtungen zur Artikelersparnis und Verwendung von Bindestrichkomposita.
20. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Abschließende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage.
Syntax, Schlagzeile, Unterzeile, Sportberichterstattung, Satzäquivalent, Verbalsatz, Nominalsatz, Sprachökonomie, BILD-Zeitung, Lübecker Nachrichten, Boulevardpresse, Satzglied, Satzart, Linguistik, Zeitungsdeutsch.
Die Arbeit untersucht die syntaktische Beschaffenheit von Schlagzeilen im Sportteil zweier verschiedener Zeitungen – der BILD-Zeitung (Hamburg) und den Lübecker Nachrichten – um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der syntaktischen Struktur zu identifizieren.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Syntax (insbesondere Sätze und Satzäquivalente), die Besonderheiten der Sportberichterstattung sowie die linguistische Analyse von Schlagzeilen und Unterzeilen.
Es wird untersucht, ob sich die BILD-Zeitung in ihrer Schlagzeilensyntax tatsächlich durch eine besondere Einfachheit von der Regionalzeitung (LN) abhebt und welche syntaktischen Kategorien dabei dominieren.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse eines selbst erstellten Textkorpus von 332 Schlagzeilen, die anhand modifizierter Kategorien von Barbara Sandig und Frank Jürgens klassifiziert werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Satztypen, der Kategorisierung der Schlagzeilen in Nominal- und Verbalkonstruktionen sowie der Analyse von sprachlichen Abweichungen und Fehlern.
Schlüsselbegriffe wie Syntax, Satzäquivalent, Sprachökonomie, Sportberichterstattung und Schlagzeilenanalyse sind für das Verständnis der Untersuchung essenziell.
Die BILD-Zeitung zeigt eine höhere Tendenz zu Satzäquivalenten und kreativen, teils intentionalen sprachlichen Abweichungen wie Bindestrichkomposita, während die LN deutlich häufiger am Standardmodell des Aussagesatzes festhalten.
Ja, in der BILD-Zeitung sind Sonderformen (wie Zusatzinformationen) oft optisch stark durch Layout und Farbe abgegrenzt, während sie in den LN meist direkt in die Schlagzeile integriert sind.
Sprachökonomie beschreibt das Bestreben, mit möglichst wenigen Worten eine maximale Informationsdichte zu erreichen. In Schlagzeilen führt dies häufig zur Weglassung von Verben, was die Autorin zur Anwendung der Theorie der "Satzäquivalente" nach Frank Jürgens bewegt.
Die Arbeit stellt klar, dass viele Abweichungen – etwa bei der Wortbildung oder Kleinschreibung – intentional sind, um beim Leser Aufmerksamkeit zu erzeugen, und somit einen kommunikativen "Mehrwert" darstellen, statt bloßes Unwissen widerzuspiegeln.
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