Masterarbeit, 2017
110 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Die positiven Effekte des Singens
2.1. Positive Beeinflussung der Gesundheit
2.2. Persönlichkeitsförderung
2.3. Gefühl sozialer Verbundenheit
2.4. Präsentation zweier Studien
2.4.1. „Warum Singen glücklich macht“ von Gunther Kreutz
2.4.2. „Singen als Lebenshilfe“ von Karl Adamek
2.5. Zusammenfassung und Überleitung
3. Kontext Schule
3.1. Singen im schulischen Kontext
3.1.1. Positive Effekte
3.1.2. Herausforderungen
3.1.3. Formen des Singens in der Schule
3.2. Voraussetzungen und Vorgaben
3.2.1. Betrachtung der Kerncurricula für die Integrierte Gesamtschule und das Gymnasium für die Sekundarstufe I und II
3.2.2. Betrachtung der Lehrerausbildung am Beispiel der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
3.3. Betrachtung der schulischen Umsetzung in Hannover
3.4. Zusammenfassung der Ergebnisse
4. Singen in der Schule aus Sicht der Lehrkräfte
4.1. Planung und Vorgehensweise der qualitativen Studie
4.2. Auswahl der teilnehmenden Lehrkräfte
4.3. Methode und Formulierung des Interviewleitfadens
4.4. Erwartungen
4.5. Durchführung der Interviews
4.6. Auswertung der Interviews
4.6.1. Zusammenfassung der Interviews
4.6.2. Darstellung der Ergebnisse für die Kategorien
4.7. Deutung der Ergebnisse
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die positiven gesundheitlichen, psychischen und sozialen Effekte des Singens sowie deren Relevanz und Umsetzungsmöglichkeiten im schulischen Kontext. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Singen als Lehrmethode trotz schulischer Herausforderungen zur Persönlichkeitsentwicklung und zum Wohlbefinden beitragen kann.
1. Einleitung
Singen ist gleichermaßen populär wie traditionsbehaftet und verbindet Menschen seit Generationen. Selbst die Sprache ist geprägt von Melodien und greift auf musikalische Mittel zurück, um den Worten eine bestimmte Bedeutung zu verleihen. So verwandelt ein leichter Tonanstieg am Satzende einen Aussagesatz in eine Frage und eine Betonung hebt die Relevanz einzelner Worte hervor. Des Weiteren lässt sich ein kulturübergreifendes Phänomen beschreiben, das die besondere Bedeutung des Gesangs veranschaulicht. Intuitiv werden Säuglinge und Kleinkinder mit sanfter und angehobener Stimme angesprochen und der Sprache ein melodiöser Klang verliehen. Dieser emphatische Singsang, auch Ammensprache genannt, ist somit nicht nur der erste Kontakt mit der Sprache, sondern auch der erste Kontakt mit der Stimme als Instrument.
Des Weiteren werden dem Singen zahlreiche positive Effekte zugeschrieben, die diese besondere Verbindung von Mensch und Gesang zusätzlich kennzeichnen. Bereits in der Kindheit spielt das Singen eine große Rolle. Lieder werden zum Teil im Elternhaus, oder später in pädagogischen Einrichtungen, wie dem Kindergarten, für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche genutzt. Musikalisch wird in den Schlaf begleitet, getröstet, ein Geburtstagskind geehrt und Weihnachtsstimmung verbreitet. Jedoch beschränkt sich die Wirkung des Gesangs nicht auf das Kindesalter, sondern zieht auch Jugendliche sowie Erwachsene in seinen Bann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung des Singens und definiert das Forschungsinteresse an dessen Rolle im schulischen Umfeld.
2. Die positiven Effekte des Singens: Dieses Kapitel erörtert die gesundheitlichen und psychologischen Vorteile des Singens, untermauert durch die wissenschaftlichen Studien von Gunter Kreutz und Karl Adamek.
3. Kontext Schule: Hier wird der Einsatz von Singen in Schulen analysiert, inklusive der Analyse von Kerncurricula, der Lehrerausbildung und einer Bestandsaufnahme schulischer Chorangebote in Hannover.
4. Singen in der Schule aus Sicht der Lehrkräfte: Dieser Teil präsentiert eine qualitative Interviewstudie mit fünf Lehrkräften, um deren Perspektive auf die schulische Praxis, Hürden und ihre eigene gesangliche Ausbildung zu untersuchen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Bedeutung des Singens als Lehrmethode und identifiziert Optimierungspotenziale in der Lehrerausbildung.
Singen, Schule, Musikunterricht, Gesundheit, Persönlichkeitsförderung, Soziale Verbundenheit, Chorklassen, Musikpraxis, Lehrerausbildung, Qualitative Studie, Pädagogik, Wohlbefinden, Kompetenzerwerb, Schulpraxis, Musikdidaktik
Die Masterarbeit befasst sich mit den vielfältigen positiven Wirkungen des Singens auf den Menschen und analysiert, wie diese im schulischen Alltag genutzt und gefördert werden können.
Die Arbeit behandelt die physiologischen und psychischen Effekte des Singens, die strukturellen Vorgaben in niedersächsischen Kerncurricula sowie die praktische Umsetzung und Herausforderungen für Lehrkräfte in Schulen.
Das Ziel ist es, den Stellenwert des Singens im schulischen Umfeld zu bewerten und aufzuzeigen, inwieweit die Lehrerausbildung angehende Lehrkräfte auf die Praxis der chorischen Arbeit vorbereitet.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung offizieller Curricula wurde eine qualitative Studie durchgeführt, die auf Experteninterviews mit fünf Lehrkräften unterschiedlicher Schulformen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Singeffekte, eine Analyse der schulischen Rahmenbedingungen und eine Expertenbefragung zur aktuellen Unterrichtspraxis sowie der eigenen gesanglichen Ausbildung der Lehrkräfte.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Singen, Schule, Musikpraxis, Lehrerausbildung, qualitative Studie und soziale Kompetenz charakterisieren.
Die Studie stellt fest, dass Gymnasien in Hannover ein deutlich breiteres Angebot an Chören und Chorklassen vorweisen können, während an vielen Gesamtschulen entsprechende Angebote seltener oder weniger strukturiert vorhanden sind.
Die Lehrkräfte bemängeln mehrheitlich, dass im Studium zwar eine fundierte künstlerische Ausbildung stattfand, die spezifische pädagogische Vorbereitung auf die Arbeit mit Schulchören und die Handhabung der Kinderstimme im Stimmbruch jedoch zu kurz kam.
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