Bachelorarbeit, 2017
49 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Wer gilt als Kind?
2.2 Was ist Kinderarbeit?
2.3 Was ist gefährliche Kinderarbeit?
3. Kinderarbeiter weltweit
3.1 Zahlen und Fakten
3.2 Veränderungen über die Jahre
4. Arbeitsbereiche von Kindern
4.1 Landwirtschaft
4.2 Industrie
4.3 Straßenarbeit
4.4 Arbeit in der Familie
4.5 Häusliche Arbeit
4.6 Schuldknechtschaft und Zwangsarbeit
4.7 Kinder als Ware
5. Warum arbeiten Kinder?
5.1 Armut
5.2 Bildung
5.3 Familie
5.4 Kultur
6. Den Kindern eine Stimme geben
6.1 Die Perspektive der Kinder
6.2 Die Bedeutung eines Verbots
6.3 Die Rechte der Kinder
7. Mögliche Lösungen und eigene Meinung
7.1 Arbeitsaufsicht und Inspektionen
7.2 Bessere Schulbildung
7.3 Einkommen für die Eltern und Bekämpfung der Armut
7.4 Unternehmen übernehmen Verantwortung
8. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen der Kinderarbeit, wobei das primäre Ziel darin besteht, hinter die rein negative Wahrnehmung der Problematik zu blicken und die Hintergründe sowie die Perspektiven der betroffenen Kinder selbst zu analysieren, um kritisch zu hinterfragen, ob ein generelles Verbot in allen Fällen die geeignete Lösung darstellt.
1. Einleitung
Da ist der elfjährige Thaksin, der sich am Strand der thailändischen Insel Ko Phi Phi mit einer Machete in der Hand vor Touristen aufbaut, um Kokosnüsse aufzuhacken. […] Die kleine Rosita mit ihren Plastikbeutelchen voller gesalzener Erdnüsse kommt mir in den Sinn. Wie sie in dieser lauten Bar in Tegucigalpa völlig übermüdet an der Wand gegenüber dem Fernsehschirm lehnt. Wieder und wieder sackt ihr Kinn auf die Brust. Mit einem Ruck zieht sie es hoch und zugleich die schweren Augenlider. Da sind die ernsten Blicke der Halbwüchsigen Solom und Jallo, die in den Diamantenfeldern von Sierra Leone in Westafrika Schächte graben. Bevor sie auf einer Leiter wieder in die Tiefe klettern, erklären sie mir noch, dass es eigentlich sehr gefährlich sei, Diamanten zu finden. […] Ich sehe den zwölfjährigen Jamal und seinen Vater auf ihrem Kartoffelacker im marokkanischen Rif-Gebirge, wie sie am Ende des Tages verschwitzt und zufrieden das Maultier vom Pflug abspannen. Das ständig zugekniffene rechte Auge der Blumenverkäuferin Sadia Rocha fällt mir ein, das scheinbar signalisiert: Beim nächsten Mal schlage ich zurück! Wäre da nicht das helle Kichern und Glucksen, das jeden Satz der Dreizehnjährigen mit dem Pagenkopf begleitet.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand persönlicher Beispiele die Vielfalt und die harte Realität von Kinderarbeit weltweit und führt in die Fragestellung ein, ob diese Arbeit ausschließlich verwerflich ist oder komplexe Hintergründe hat.
2. Definitionen: Dieses Kapitel erörtert die Schwierigkeiten bei der eindeutigen Definition von "Kind" und "Kinderarbeit" angesichts unterschiedlicher nationaler Gesetze und internationaler Konventionen wie der ILO-Standards.
3. Kinderarbeiter weltweit: Hier werden statistische Daten zu weltweit arbeitenden Kindern analysiert sowie die Schwierigkeiten bei der Erfassung belastbarer Zahlen und die Entwicklung über die letzten Jahrzehnte diskutiert.
4. Arbeitsbereiche von Kindern: Das Kapitel bietet einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Einsatzgebiete von Kindern, von der Landwirtschaft über die Industrie und Straßenarbeit bis hin zu ausbeuterischen Formen wie Zwangsarbeit und Menschenhandel.
5. Warum arbeiten Kinder?: Die Untersuchung der Ursachen fokussiert sich auf Armut als Hauptgrund, beleuchtet aber auch die Rolle unzulänglicher Bildungssysteme, familiärer Notlagen und kultureller Erwartungen.
6. Den Kindern eine Stimme geben: Dieser Abschnitt verschiebt den Fokus auf die Perspektive der Kinder selbst, kritisiert pauschale Verbote und zeigt auf, dass Arbeit für viele eine existenzielle Notwendigkeit darstellt.
7. Mögliche Lösungen und eigene Meinung: Das Kapitel reflektiert realistische Lösungswege, wie die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Bildungsangeboten, anstatt rein auf Verbote zu setzen, und fasst die eigene Meinung der Autorin zusammen.
8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz ab, die betont, dass Kinderarbeit nicht als isoliertes, rein negatives Phänomen betrachtet werden darf und dass echte Lösungen die Rechte und Perspektiven der betroffenen Kinder in den Mittelpunkt stellen müssen.
Kinderarbeit, Armut, Ausbeutung, Bildung, Kinderrechte, ILO, Arbeitssicherheit, Straßenkinder, Familienleben, Zwangsarbeit, Menschenhandel, Entwicklungshilfe, Kinderperspektive, Arbeitsinspektion, Sozialwissenschaft
Die Arbeit befasst sich kritisch mit dem globalen Phänomen Kinderarbeit und hinterfragt, ob diese Praxis lediglich als Vernichtung der Kindheit zu werten ist oder ob sie in vielen Fällen eine notwendige Vorbereitung auf das Leben und eine existenzielle Notwendigkeit darstellt.
Zentral sind die Definition von Kinderarbeit, die Erfassung globaler Zahlen, die Analyse verschiedener Arbeitsbereiche wie Landwirtschaft und Industrie, die Erforschung der Ursachen (insb. Armut und Bildung) sowie die Auseinandersetzung mit Kinderrechten und der Perspektive der betroffenen Kinder selbst.
Die Arbeit fragt danach, ob Kinderarbeit in allen Punkten verwerflich ist und ob ein generelles Verbot, wie es von vielen internationalen Organisationen gefordert wird, tatsächlich zum Wohle der Kinder ist oder ihre Situation unter Umständen sogar verschlechtern kann.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, wobei sie insbesondere die fachliche Auseinandersetzung von Georg Wimmer ("Kinderarbeit – Ein Tabu") heranzieht, ergänzt durch Fallbeispiele, internationale Konventionen und UNICEF-Grundsatzpapiere.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begriffen, die Analyse der globalen Situation, die detaillierte Betrachtung verschiedener Sektoren (Landwirtschaft, Haushalt, Straße), die Suche nach den Ursachen für die Erwerbstätigkeit von Kindern sowie eine Analyse der kindlichen Perspektive auf das Verbot ihrer Arbeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Armut", "Kinderrechte", "Ausbeutung", "Perspektive der Kinder", "soziale Notwendigkeit" und "kritische Lösungsansätze" charakterisiert.
Die Kinder schildern Verbotsmaßnahmen oft als traumatisch, da sie ihre Arbeit als lebensnotwendig empfinden und sich durch Razzien von ihrem Einkommen und ihrer Existenzgrundlage weggerissen fühlen, ohne dass dabei ihre Wünsche oder ihre Situation ernst genommen werden.
Das Thema ist kontrovers, weil der Schulbesuch in vielen armen Ländern nicht die erhoffte Perspektive bietet, aufgrund schlechter Ausstattung und unmotivierter Lehrkräfte. Viele Kinder ziehen deshalb eine Arbeit, die zum Familieneinkommen beiträgt, der unzureichenden schulischen Betreuung vor.
Die Differenzierung liegt in der Intention und der Art der Tätigkeit: Während der Begriff "Straßenkinder" oft diskriminierend wirkt, beschreibt "arbeitende Kinder auf der Straße" Kinder, die dort in einer teils organisierten Weise Dienste verrichten, um zum Familieneinkommen beizutragen.
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