Diplomarbeit, 2004
62 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 DIE ORGANISATIONSÖKOLOGIE
2.1 Einordnung der Organisationsökologie in die Gründungsforschung
2.2 Die Evolution von Organisationen und Populationen
3 FORMEN DER HOTELLERIE
3.1 Das Hotel
3.2 Die Generalisten-Hotellerie
3.2.1 Die Hotelkette
3.2.2 Die Hotelkooperation
3.2.3 Die Markenhotellerie
3.3 Die Spezialisten-Hotellerie
4 DIE HOTELLERIE AUS EVOLUTIONSÖKONOMISCHER SICHT
4.1 Das Dichteabhängigkeitsmodell
4.1.1 Theoretischer Rahmen
4.1.2 Die Phase der Legitimation
4.1.3 Die Phase zunehmenden Wettbewerbs
4.2 Das Konzept der ökologischen Nische
4.2.1 Theoretischer Rahmen
4.2.2 Die Öffnung von Nischen
4.2.3 Marktsegmente in der Hotellerie
4.3 Die Theorie der Ressourcenteilung
4.3.1 Theoretischer Rahmen
4.3.2 Spezialisten- und Generalistenmärkte
4.3.3 Kundenorientierung
4.3.4 Kulturelle Ablehnung von Massenprodukten
4.3.5 Demonstrativer Statuskonsum
4.4 Beispiel: Der Berliner Hotelmarkt
4.4.1 Charakteristika
4.4.2 Entwicklung
4.4.3 Die Öffnung von Nischen
4.4.4 Spezialisten-Hotellerie
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Diese Diplomarbeit untersucht die Gründungswelle in der Spezialisten-Hotellerie und erklärt diese mit Hilfe der Organisationsökologie. Ziel ist es, durch die Analyse von Marktveränderungen und Wettbewerbseffekten evolutionsökonomische Gründe für das Entstehen kleiner, spezialisierter Hotelformen neben den dominierenden großen Generalisten-Ketten zu identifizieren.
4.3.4 Kulturelle Ablehnung von Massenprodukten
Die kulturelle Ablehnung von Massenprodukten innerhalb der Ressourcenteilung wurde zuerst in der Studie der amerikanischen Bierbrauindustrie aufgegriffen. In dieser Studie erwies sich für die großen Brauereien deren Identität als Massenfabrikanten als problematisch. Diese Identitätsprobleme beinhalten Fragen der Tradition und der Authentizität und können auch nicht durch eine Verbesserung der Qualität ausgeschaltet werden. Zur Erklärung dafür, dass Konsumenten auf Grund der Identität der Organisationsform kaufen, anstatt den Schwerpunkt auf die Produkteigenschaften zu legen, werden unter anderem folgende, theoretische Spekulationen angeboten:
Die Konsumenten haben ein größeres Vertrauen in kleine Organisationen. Eventuell ist dieses Vertrauen durch negative Erfahrungen mit großen Organisationen verbunden.
Konsumenten protestieren durch ihre Kaufentscheidung möglicherweise gegen die Massengesellschaft, ihre Herstellungsverfahren und ihre Großunternehmen.
Konsumenten erhoffen sich durch den Konsum des Nischenprodukts Statusgewinn aufgrund ihres Expertenwissens. Expertenwissen hier aber heißt, einfach mehr zu wissen als andere. Die öffentliche Zurschaustellung dieses Wissens bringt normalerweise Anerkennung und Status mit sich. Auch werden die möglicherweise ungewöhnlichen, jedoch durchaus attraktiven Produkteigenschaften auf die konsumierende Person übertragen.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert den Wandel im Hotelmarkt vom Verkäufer- zum Käufermarkt und führt in die Fragestellung ein, warum sich trotz Konzentrationstendenzen vermehrt spezialisierte Kleinbetriebe etablieren.
2 DIE ORGANISATIONSÖKOLOGIE: Dieses Kapitel verankert die Arbeit in der theoretischen Forschung, indem es die Organisationsökologie als makrostrukturelle Perspektive zur Erklärung von Gründungsraten und Populationsentwicklungen einführt.
3 FORMEN DER HOTELLERIE: Es erfolgt eine Abgrenzung zwischen traditioneller Hotellerie, Generalisten-Hotellerie (Ketten/Kooperationen) und Spezialisten-Hotellerie, wobei das Leistungsangebot als primäres Differenzierungskriterium dient.
4 DIE HOTELLERIE AUS EVOLUTIONSÖKONOMISCHER SICHT: Dieser Hauptteil analysiert mittels Dichteabhängigkeitsmodell, Nischenkonzept und Theorie der Ressourcenteilung die Dynamik des Hotelmarktes und verifiziert diese anhand des Berliner Fallbeispiels.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach sich der Hotelmarkt in Spezialisten- und Generalistenmärkte teilt, und gibt einen Ausblick auf die fortwährenden Konzentrationsprozesse.
Organisationsökologie, Hotellerie, Spezialisten-Hotellerie, Generalisten-Hotellerie, Gründungswelle, Dichteabhängigkeitsmodell, ökologische Nische, Ressourcenteilung, Marktsegmente, Markenhotellerie, Kundenorientierung, Statuskonsum, Berlin, Hotelmarkt, Wettbewerb
Die Arbeit untersucht das Phänomen, warum in einem Markt, der von großen Hotelketten dominiert wird, gleichzeitig eine Gründungswelle kleiner, hochspezialisierter Hotels stattfindet.
Die zentralen Felder sind die Anwendung evolutionsökonomischer Theorien (Organisationsökologie) auf die Hotellerie, die Abgrenzung von Marktformen sowie die Analyse von Konsumtrends.
Das Ziel ist es, die Gründungswelle in der Spezialisten-Hotellerie evolutionsökonomisch zu erklären und die Koexistenz von kleinen Nischenanbietern und großen Ketten zu begründen.
Es wird der theoretische Rahmen der Organisationsökologie genutzt, insbesondere das Dichteabhängigkeitsmodell und die Theorie der Ressourcenteilung, ergänzt durch eine Fallstudie zum Berliner Hotelmarkt.
Im Hauptteil werden die theoretischen Modelle erläutert und auf die Hotellerie angewendet, um zu zeigen, wie Umweltveränderungen und Gästeansprüche zur Öffnung von Nischen führen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Organisationsökologie, Nischenstrategie, Spezialisten-Hotellerie, Ressourcenteilung und Konzentrationsprozess beschreiben.
Berlin wird gewählt, weil der Markt als besonders dynamisch gilt und die Theorie der Ressourcenteilung durch eine hohe Vielfalt an Spezialisten-Hotels wie Kunst- oder Frauenhotels exemplarisch bestätigt.
Die Standardisierung ermöglicht Generalisten Skalenvorteile und reduziert die Unsicherheit des Gastes, führt jedoch zu einer Homogenisierung des Angebots, was wiederum Nischen für Spezialisten öffnet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

