Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 2,0
1.Einführung
2.Der natürliche Bewegungsdrang
2.1. Ein interdisziplinärer Blick auf den Begriff natürlicher Bewegungsdrang
2.2. Begriffsbestimmung – Sport, körperliche Aktivität und Alltagsbewegung
2.3. Bewegungserziehung
3. Aktueller Forschungsstand
3.1. Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS)
3.2 Ergebnisse der MoMo - Studie
4. Auswirkungen gezielter Bewegungserziehung
4.1. Auswirkungen von Bewegungserziehung auf die motorische Leistungsfähigkeit
4.2 Reziprozität Bewegung und Gesundheit
4.3 Bewegung und sozial-emotionale Kompetenz
4.4 Bewegung und Lernen
5.Fazit
6. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Wirkung gezielter Bewegungserziehung im institutionellen Rahmen des Kindergartens. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Bewegungsförderung einen substantiellen Beitrag zur kindlichen Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, motorische Leistungsfähigkeit, sozial-emotionale Kompetenz sowie kognitive Lernprozesse leisten kann und welche Rolle dies für das pädagogische Fachpersonal spielt.
1.Einführung
Das Zitat des ehemaligen UNO-Generalsekretärs Kofi Annan anlässlich des Jahr des Sports 2005 lässt erkennen, welchen Stellenwelt Sport und Bewegung in der Lebenswelt unserer Gesellschaft darstellen kann. Allein die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 verfolgten über 3,2 Milliarden Menschen – darunter auch viele Kinder - weltweit. Dies allerdings vor heimischen TV-Geräten, Smartphones oder Tablets. In diesem (medialen) Kontext bewegt Sport wohl eher im Sinne der Emotionalität, denn 2014 ist auch das Jahr, in dem die AOK-Familienstudie veröffentlicht, dass jedes vierte Kind in Deutschland übergewichtig ist und Bewegungsmangel hier als einer der Risikofaktoren genannt wird.
Der höchste Handlungsbedarf liegt, auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie, bei Kinder von Familien mit niedrigem Bildungsniveau. Hier sind bereits 26% der Kinder übergewichtig und 7% im gesundheitsgefährlichen Bereich der Adipositas. Übergewichtigkeit nun monoreferentiell auf Bewegungsmangel zu schieben wäre an dieser Stelle zu pauschal gedacht und würde Bewegungserziehung eine Bedeutung zuschreiben, welche sie nicht gerecht werden könnte.
Das Phänomen Übergewicht bei Kindern lässt aber Verweise auf die sogenannte moderne Kindheit zu. „Kindern wird heute ein hohes Maß an Selbstständigkeit im Alltag zugestanden, wo früher rigide Vorgaben das Verhalten regulierten. Im Vergleich zu den heute Vierzigjährigen, die selten freien Zugang zu Konsum, Medien und Essen hatten, verfügen Kinder in der heutigen Zeit über diese Zugänge und die Möglichkeit, hierüber weitgehend eigenständige Entscheidungen zu treffen. Mit dieser zugestanden bzw. abverlangten Selbständigkeit kommen viele Kinder offensichtlich nicht zurecht bzw. es fehlen ihnen die Kompetenzen damit umzugehen“ (Hunger 2007 nach Leu 1996 & Bois-Reymond du 2005, S. 94 Herv. i. O.). Die moderne Kindheit, so scheint es, bedeutet eine veränderte Lebens- und Bewegungswelt für Kinder.
1.Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert von Sport in der modernen Gesellschaft und verdeutlicht anhand von Studien zum Übergewicht bei Kindern die Notwendigkeit von Bewegungserziehung im Kindergarten.
2.Der natürliche Bewegungsdrang: Dieses Kapitel definiert den Bewegungsbegriff interdisziplinär und grenzt Fachtermini wie Sport, körperliche Aktivität und Alltagsbewegung voneinander ab.
3. Aktueller Forschungsstand: Hier werden die Studien KiGGS und MoMo analysiert, um den Ist-Zustand motorischer Fähigkeiten und den Einfluss sozialer Faktoren auf die Bewegungsaktivität von Kindern darzulegen.
4. Auswirkungen gezielter Bewegungserziehung: Dieser Hauptteil beleuchtet die positive Wirkung von Bewegung auf Gesundheit, soziale Kompetenzen, Sprache und kognitive Lernprozesse.
5.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die bildungspolitische Notwendigkeit, Bewegungserziehung stärker in den pädagogischen Alltag und die Ausbildung von Erzieher*Innen zu integrieren.
6. Schluss: Der Schluss reflektiert kritisch die Verantwortung der Kindertagesstätten und betont die Bedeutung einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Einrichtung und Familie.
Bewegungserziehung, Kindergarten, motorische Leistungsfähigkeit, Gesundheitsförderung, Kindheit, Bewegungsmangel, soziale Kompetenz, KiGGS-Studie, MoMo-Studie, frühkindliche Bildung, Selbstwirksamkeit, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Körperlichkeit, motorische Entwicklung, Bewegungsförderung.
Die Bachelorarbeit behandelt die Bedeutung und die Auswirkungen von gezielter Bewegungserziehung in Kindergärten als zentrales Element frühkindlicher Bildung und Entwicklungsförderung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der motorischen Leistungsfähigkeit, der gesundheitsfördernden Aspekte von Bewegung, der Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen sowie der Verknüpfung von Bewegung und kognitiven Lernprozessen.
Das Ziel ist es, die Relevanz der Bewegungsförderung im Kindergarten aufzuzeigen und zu begründen, warum dieser Bereich ein fester Bestandteil der pädagogischen Tätigkeit sein muss, um soziale Chancenungleichheiten zu reduzieren.
Die Arbeit nutzt die Methode der Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu systematisieren und auf Basis existierender Studien Argumente für die Bewegungserziehung abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Bewegung als Medium der Gesundheit, als Grundlage für sozial-emotionale Kompetenzen und als zentralen Faktor für kognitive Lernanreize.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bewegungserziehung, motorische Leistungsfähigkeit, frühkindliche Bildung und Gesundheitsförderung charakterisiert.
Eine enge Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ist essenziell, um Eltern Ängste vor Verletzungsrisiken zu nehmen und gemeinsam an der Entwicklung der motorischen Kompetenzen der Kinder zu arbeiten.
Empirische Studien zeigen, dass Kinder aus bildungsferneren oder ökonomisch schlechter gestellten Familien häufiger inaktiv sind und daher gezielte institutionelle Bewegungsangebote im Kindergarten besonders benötigen.
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