Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Standardmodell – kompetitiver Arbeitsmarkt
2.2 Monopson-Modell
2.3 Keynesianismus
2.4 Effizienzlohn-Theorie
2.5 Such- und Matching Theorie
3. Empirische Evidenz : Mindestlohn und Beschäftigungseffekt
3.1 Neumark und Wascher – Minimum Wages, Labor Market Institutions, and Youth Employment: A Cross – National Analysis
3.2 Card und Krueger-Minimum Wages and Employment: A Case Study of the Fast-Food Industry in New Jersey and Pennsylvania vs. Dube et al.-Minimum Wage Effects Across State Borders: Estimates Using Contiguous Counties
3.3 Mindestlöhne in Deutschland
3.4 Erklärungsansätze für unterschiedliche Beschäftigungswirkungen
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Mindestlöhnen auf das Beschäftigungsniveau. Dabei werden sowohl theoretische Arbeitsmarktmodelle analysiert als auch empirische Studien aus den USA und Deutschland herangezogen, um zu prüfen, ob Mindestlohnregelungen zu einem Beschäftigungsrückgang führen oder ob differenziertere Ergebnisse vorliegen.
3.1 Neumark und Wascher – Minimum Wages, Labor Market Institutions, and Youth Employment: A Cross – National Analysis
Eine der bekanntesten cross-country Paneldatenanalysen, die negative Beschäftigungseffekte aufgrund einer Mindestlohneinführung/-erhöhung für die jüngere Bevölkerungsschicht einer Gesellschaft feststellt, ist jene von Neumark und Wascher (2004). Die Analyse der tatsächlichen Auswirkung eines Mindestlohns auf die Arbeitsmarktsituation für Jugendliche ist in der Forschung von großer Bedeutung. Es wird davon ausgegangen, dass negative Beschäftigungseffekte eines Mindestlohns sich am stärksten bei der demographischen Gruppe mit wenig Berufserfahrung und Humankapital. Genau das ist u.a bei der jüngeren Bevölkerungsschicht einer Ökonomie der Fall. Die Studie von Neumark und Wascher (2004) analysiert darauf aufbauend 17 Länder der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) in der Zeitperiode von 1975-2000, um die tatsächlichen Effekte einer Lohnuntergrenze auf die Arbeitsmarktsituation für Jugendliche zu bestimmen.
Die verwendeten Daten bezüglich der gesamten Bevölkerungsdichte und der Arbeitslosenrate der 17 beobachteten Länder entstammen aus veröffentlichten Quellen der OECD, einschließlich Arbeitskräftestatistiken und der jährlichen Berichterstattung zukünftiger Beschäftigungsaussichten (Neumark und Wascher, 2004, p.226). Die abhängige Variable der erstellten Regressionen ist die Beschäftigungsquote der 15-24 Jährigen. Dabei wird nicht nur die demographische Gruppe (Jugendliche) auf den Mindestlohn regressiert, vielmehr legen Neumark und Wascher (2004) Wert auf die Berücksichtigung von weiteren erklärenden Variablen, von denen angenommen wird, dass sie eine wichtige Bedeutung für die gesamte Beschäftigungssituation am Arbeitsmarkt haben. Um dabei auf zyklische und institutionelle Faktoren zu kontrollieren. Der Arbeit von Neumark und Wascher zu Grunde liegende Berechnungsansatz für die Beschäftigungsquote Eit der Jugendlichen lautet:
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische und politische Relevanz der Mindestlohn-Debatte ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Beschäftigungseffekte.
2. Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden verschiedene Modelle wie das Standardmodell, Monopson, Keynesianismus, Effizienzlohn sowie die Such- und Matching-Theorie auf ihre theoretischen Beschäftigungswirkungen hin untersucht.
3. Empirische Evidenz : Mindestlohn und Beschäftigungseffekt: Hier werden prominente empirische Studien diskutiert, darunter internationale Analysen sowie spezifische Befunde zu deutschen Branchen, um die tatsächlichen Auswirkungen zu beleuchten.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schließt, dass keine eindeutigen, universellen Beschäftigungseffekte existieren, da institutionelle Rahmenbedingungen und methodische Ansätze die Ergebnisse stark beeinflussen.
Mindestlohn, Beschäftigungseffekt, Arbeitsmarktmodelle, Neoklassik, Monopson, Keynesianismus, Effizienzlohn-Theorie, Such- und Matching Theorie, Differenz-von-Differenzen-Ansatz, Lohnuntergrenze, Arbeitslosigkeit, institutionelle Faktoren, empirische Forschung, Lohnungleichheit, Beschäftigungsquote.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen von Mindestlöhnen auf das Beschäftigungsniveau anhand theoretischer Modelle und empirischer Daten.
Die zentralen Felder umfassen die neoklassische Arbeitsmarkttheorie, alternative Modelle wie Monopson und Suchtheorie sowie die empirische Evaluation von Mindestlohnwirkungen in den USA und Deutschland.
Ziel ist es zu untersuchen, ob eine Einführung oder Anhebung von Mindestlöhnen zwangsläufig zu Arbeitsplatzverlusten führt oder ob die Ergebnisse je nach theoretischem Kontext und methodischem Ansatz variieren.
Es wird ein theoretischer Vergleich verschiedener Arbeitsmarktmodelle durchgeführt, kombiniert mit einer Literaturanalyse ökonometrischer Verfahren wie Paneldatenanalysen und dem Differenz-von-Differenzen-Ansatz (DvD).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Arbeitsmarktwirkungen und eine kritische Auseinandersetzung mit empirischen Studien, die den Einfluss von Mindestlöhnen auf verschiedene Beschäftigtengruppen untersuchen.
Wichtige Begriffe sind Mindestlohn, Beschäftigungseffekt, Arbeitsmarktmodelle, Differenz-von-Differenzen-Ansatz und Lohnuntergrenze.
Das Monopson-Modell zeigt, dass unter der Annahme von Marktmacht bei Arbeitgebern Mindestlöhne unter Umständen sogar zu einer Steigerung des Beschäftigungsniveaus führen können.
Die Arbeit stellt fest, dass Neumark und Wascher zwar negative Elastizitäten finden, betont jedoch die Kritik, dass die Aggregation der Daten und das Fehlen länderspezifischer Kontrollvariablen die Ergebnisse verzerren können.
Der DvD-Ansatz gilt als methodische Innovation, da er versucht, durch den Vergleich von Kontrollgruppen kausale Wirkungen des Mindestlohns isoliert von anderen wirtschaftlichen Einflüssen zu betrachten.
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