Diplomarbeit, 2005
106 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffs- und Sachklärung der Public Private Partnership
2.1 Entstehung der „Public Private Partnership“
2.2 Definitionsansätze und Abgrenzung
2.3 Anwendungsfelder von PPP
2.4 PPP eine alternative Beschaffungsform der öffentlichen Hand
3 Ziele und Interessen für PPP
3.1 Ziele und Interessen des öffentlichen Sektors
3.2 Ziele und Interessen des Privaten Sektors
4 PPP-Projekte in anderen europäischen Staaten
4.1 Entstehung von PPP in Großbritannien
4.2 Bisher realisierte PFI (PPP) Projekte in Großbritannien
4.3 Das PFI (PPP) Konzept
4.4 Ergebnisse aus bisher realisierten PFI (PPP)-Projekten
5 Internationale Fallbeispiele
5.1 Projekt Neubau und Betrieb des Fazakerley Prison (Altcourse)
5.1.1 Projektbeschreibung
5.1.2 Vergabeablauf
5.1.3 Risikoverteilung
5.1.4 Kosten- und Effizienzvorteile
5.2 Projekt Neubau Britische Botschaft in Berlin
5.2.1 Projektbeschreibung
5.2.2 Vergabeablauf
6 PPP in Deutschland
6.1 Ausgangslage der Kommunen und Länder
6.2 Bisherige Schwerpunkte von PPP-Projekten im Hochbau in Deutschland
6.3 Der Lebenszyklusansatz von PPP-Projekten in Deutschland
7 Effizienzgewinne durch PPP als Beschaffungsvariante im öffentlichen Hochbau
7.1 Reduzierung der Baukosten
7.2 Verkürzung der Bauzeiten
7.3 Nutzung von innovativen Lösungen
7.4 Allokation von Risiken
7.5 Anreizsystem für den Privaten
8 Der PPP- Beschaffungsprozess
8.1 Phase 1 - Identifikation der Maßnahme und Feststellung der Maßnahmewirtschaftlichkeit
8.2 Phase 2 - Vorbereitung
8.3 Phase 3 - Ausschreibung und Vergabe
8.3.1 Ausgewählte Rechtsaspekte zum Ausschreibungsverfahren
9 PPP-Modelle für den Bereich Hochbau in Deutschland
9.1 Leasingmodell (Immobilienleasing)
9.2 Vermietungsmodell
9.3 Erwerbermodell
9.4 Inhabermodell (Nutzungsüberlassungsmodell)
9.5 Mogendorfer Modell (Forfaitierungsmodell)
9.6 Konzessionsmodell
9.7 Gesellschaftsmodell
9.8 Verteilung der modellbedingten Risiken
10 Einbindung von Fördermitteln
11 Nationale Fallbeispiele
11.1 Projekt – Neubau Integrierte Gesamtschule (IGS) Kronsberg
11.1.1 Projektbeschreibung
11.1.2 Vergabeablauf
11.1.3 Vertragsgestaltung
11.1.4 Kosten- und Effizienzvorteile
11.1.5 Wirtschaftlichkeitsvergleich
11.1.6 Risikoverteilung
11.1.7 Bewertung
11.2 Schulen in Monheim
11.3 Schulen im Kreis Offenbach
12 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung von Public Private Partnership (PPP) als Instrument zur Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur, insbesondere im Bereich des Hochbaus, um unter finanziell angespannten Bedingungen effiziente Realisierungsformen aufzuzeigen.
2.1 Entstehung der „Public Private Partnership“
Der Ansatz von PPP liegt in den USA. Die erste und wohl bekannteste PPP ist in der Stadt Pittsburgh zu finden. Pittsburgh war ursprünglich ausschließlich durch die Stahlindustrie geprägt und von dieser auch abhängig. Durch die damit verbundenen Umweltprobleme war die Stadt für andere Branchen unattraktiv.
Um zukünftig den Wirtschaftsstandort Pittsburgh zu fördern und zu sichern, gründete 1943 Richard Mellon, Vorsitzender der Mellon Bank, die ACCD (Alleghency Conference on Community Development). Die ACCD war ein Zusammenschluss von 30 führenden lokalen Unternehmen. Ziel der Unternehmen war es durch geeignete Maßnahmen den Verfall der Stadt zu verhindern und andere Unternehmen anzusiedeln. Insbesondere sollte das städtebauliche Erscheinungsbild verbessert werden.
Dem Zusammenschluss zur ACCD folgte im Jahr 1955 die Gründung der Regional Industrial Development Cooperation. Mitglieder waren die Stadt Pittsburgh, Universitäten sowie lokale Untenehmen. Es folgten eine Reihe weiterer Kooperationen zwischen privatem und öffentlichem Sektor. Schließlich gelang die Neuansiedlung zahlreicher Unternehmen, so dass sich das städtebauliche Erscheinungsbild erneuerte.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des hohen kommunalen Investitionsstaus ein und stellt PPP als eine potenzielle alternative Beschaffungsform vor.
2 Begriffs- und Sachklärung der Public Private Partnership: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung von PPP in den USA, definiert den Begriff und nimmt eine Abgrenzung zu anderen Modellen wie der reinen Privatisierung vor.
3 Ziele und Interessen für PPP: Hier werden die gegensätzlichen und komplementären Motive der öffentlichen Hand sowie des privaten Sektors in einer partnerschaftlichen Kooperation beleuchtet.
4 PPP-Projekte in anderen europäischen Staaten: Dieses Kapitel analysiert insbesondere die Erfahrungen aus Großbritannien, da das Land als Vorreiter im Bereich der Private Finance Initiative (PFI) gilt.
5 Internationale Fallbeispiele: Anhand des Gefängnisprojekts Altcourse und des Neubaus der britischen Botschaft in Berlin werden praktische Erfahrungen und Risikoverteilungen konkret veranschaulicht.
6 PPP in Deutschland: Es wird die aktuelle finanzielle Ausgangslage deutscher Kommunen und Länder sowie der Status Quo von PPP im deutschen Hochbau diskutiert.
7 Effizienzgewinne durch PPP als Beschaffungsvariante im öffentlichen Hochbau: Dieses Kapitel zeigt auf, wie durch Risikotransfer, Outputspezifikationen und Anreizsysteme Effizienzvorteile bei Projekten generiert werden können.
8 Der PPP- Beschaffungsprozess: Es werden die Phasen der Identifikation, Vorbereitung sowie Ausschreibung und Vergabe eines PPP-Projekts detailliert dargelegt.
9 PPP-Modelle für den Bereich Hochbau in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Organisations- und Finanzierungsmodelle wie das Leasing-, Miet- oder Konzessionsmodell.
10 Einbindung von Fördermitteln: Es wird untersucht, wie staatliche Förderprogramme, insbesondere der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Wirtschaftlichkeit von PPP-Projekten verbessern können.
11 Nationale Fallbeispiele: Anhand konkreter Projekte wie der IGS Kronsberg, Schulen in Monheim und im Kreis Offenbach werden die Umsetzung und der Erfolg von PPP in Deutschland dokumentiert.
12 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Rolle von PPP als ergänzendes, aber kein universelles Allheilmittel.
Public Private Partnership, PPP, Öffentlicher Hochbau, PFI, Private Finance Initiative, Lebenszyklusansatz, Risikoallokation, Vergabeverfahren, Leasingmodell, Konzessionsmodell, Wirtschaftlichkeit, Effizienzgewinne, Infrastruktur, Finanzierung, Gesamtlösung.
Die Arbeit analysiert die Eignung von Public Private Partnership (PPP) als alternative Beschaffungsmethode für öffentliche Hochbauprojekte, insbesondere vor dem Hintergrund angespannter öffentlicher Haushalte.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von PPP, die Analyse internationaler Erfahrungen (vor allem aus Großbritannien), die Darstellung verschiedener Finanzierungsmodelle und die Untersuchung von Effizienzpotenzialen im deutschen Hochbau.
Ziel ist es, die Anwendungsmöglichkeiten und den Nutzen von PPP-Modellen als Instrumentarium zur effizienten Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur in Deutschland aufzuzeigen und kritisch zu diskutieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Studien sowie der Untersuchung und Darstellung spezifischer internationaler und nationaler Fallbeispiele.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einordnung, die Analyse von Risikoverteilung und Effizienzgewinnen sowie eine detaillierte Bestandsaufnahme der in Deutschland angewandten PPP-Modelle und der entsprechenden Vergabeprozesse.
PPP, öffentlicher Hochbau, PFI, Lebenszyklusansatz, Risikoallokation, Effizienzpotenziale und Finanzierungsmodelle.
Der Risikotransfer stellt sicher, dass diejenigen Projektrisiken, die ein privater Partner aufgrund seiner Expertise effizienter steuern kann, von der öffentlichen Hand übertragen werden, was zu einer Reduzierung der Gesamtkosten führen kann.
Der Lebenszyklusansatz betrachtet nicht nur die Errichtung eines Gebäudes, sondern umfasst Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb über einen langen Zeitraum, was Anreize für eine wirtschaftlichere Bauweise und Instandhaltung schafft.
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