Masterarbeit, 2016
133 Seiten, Note: 1,3
Theoretischer Teil
1. Einleitung
2. Die Planspielmethode
2.1 Begriffserklärung
2.2 Herkunft und Entwicklung der Methode
2.3 Aufbau von Planspielen
2.4 Einsatzmöglichkeiten von Planspielen
3. Das Planspiel in der Schule
3.1. Methodische Einordnung
3.2 Ziele von Planspielen
3.2 Vorteile und Nachteile von Planspielen
3.3 Ziele der schulischen Bildung
3.3.1 Schulgesetz
3.3.2 Lehrplan Gemeinschaftskunde
3.4. Stärken und Schwächen bei Großveranstaltungen in Schulen
4. Die Konzeption des Planspiels „Schule als Staat“
4.1 Spielvorbereitung
4.1.1 Aufgabenmanagement
4.1.2 Grundelemente für „Schule als Staat“
4.2 Einführungsphase
4.2.1 Politikbereich
4.2.2 Wirtschaftsbereich
4.2.3 Gesellschaftsbereich
4.3 Spielphase
4.3.1 Staatsalltag
4.3.2 Staatsfeiertag
4.4 Auswertungsphase
4.4.1 Emotionale Auswertung
4.4.2 Inhaltliche Auswertung
4.4.3 Organisatorische Auswertung
Methodischer Teil
5. Methodisches Vorgehen zur Erhebung von Einflussfaktoren auf den Erfolg von „Schule als Staat“
5.1 Erhebungsmethode 1: Strukturierte Beobachtung
5.1.1 Beobachtungskriterien
5.1.2 Teilnehmende Beobachtung
5.2 Erhebungsmethode 1: Leitfrageninterviews
5.2.1 Instrument Leitfragenentwicklung
5.2.2 Durchführung der Interviews
5.2.3 Analyseschritte
6. Die Praktische Durchführung von „Schule als Staat“ im Vergleich an zwei Gymnasien
6.1 Durchführung an Schule A in Baden - Württemberg
6.1.1 Vorbereitung
6.1.2 Einführungsphase
6.1.3 Spielphase
6.1.4 Reflexion
6.2 Durchführung an Schule B in Rheinland Pfalz
6.2.1 Vorbereitung
6.2.2 Einführungsphase
6.2.3 Spielphase
6.2.4 Reflexion
7. Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Umsetzung des Projektes „Schule als Staat“
7.1 Vorbereitung
7.1.1 Projektziele
7.2 Einführung / Spielphase
7.3 Debriefing / Reflexionsphase
8. Schwierigkeiten und Lösungsansätze beim Planspiels „Schule als Staat“
8.1 Vorbereitung
8.1.1 Steuerungsgruppe
8.1.2 Lernzielformulierung
8.1.3 Verfassung, Politik und Wirtschaft
8.1.4 Betriebsgründung
8.2 Einführung / Spielphase
8.2.1 Eröffnungsfeier
8.2.2 Staatsalltag
8.3 Debriefing / Reflexionsphase
8.3.1 Kommunikation in Projekten
9. Schluss
Diese Arbeit untersucht die Organisation und Durchführung von Planspielen an Schulen, konkret am Beispiel des Projekts "Schule als Staat". Ziel ist es, durch einen qualitativen Vergleich zweier Gymnasien, Einflussfaktoren auf den Erfolg der Simulation zu identifizieren, auftretende Schwierigkeiten zu analysieren und ein organisatorisches Raster sowie Optimierungsvorschläge für die Durchführung solcher Großveranstaltungen zu entwickeln.
1. Einleitung
„Unser Staat Leitzland unser Ellysien steht für Gleichheit und Gerechtigkeit. Wie einst Konrad Adenauer sagte: „Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst“ werden wir eure Interessen in Best möglicher Weise umsetzen. Wir haben den Mindestlohn von 30 Gladius durchgesetzt, einen Sozialhilfesystem für Arbeitslose eingeführt und der Gleichgeschlechtlichen Ehe zugestimmt. Ihr dürft in eurem Wunschbetrieb arbeiten oder konntet einen gründen. […] denn um es mit Willy Brandts Worten zu sagen „Der beste Weg die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“ Deshalb werden wir gemeinsam einen erfolgreichen Staat führen.“
Wer dieses Zitat liest denkt sicherlich Wo befindet sich Leitzland? Was sind Gladius und was ist das für ein Staat? Es handelt sich dabei um einen Auszug der Eröffnungsrede einer 15-jährigen Schülerin, zum Staat Leitzland. Leitzland ist ein fiktiver, simulierter demokratischer Staat in einem Gymnasium in Baden Württemberg, der dem Großprojekt „Schule als Staat“ entspringt. In Deutschland schon weit verbreitet erscheint das Projekt „Schule als Staat“, mit einem Schwerpunkt auf Baden-Württemberg (vgl. svtipps.de/grossprojekte/schule-als-staat). Für mehrere Tage verwandelt sich die Schule in einen eigenständigen Staat mit all seinen Funktionen. Es werden staatlich-politische sowie wirtschaftliche und ökonomische Zusammenhänge dargestellt.
1. Einleitung: Einführung in das Projekt "Schule als Staat" anhand eines Beispiels und Darlegung der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. Die Planspielmethode: Theoretische Grundlagen des Planspiels, seine Herkunft, Strukturmerkmale und Einsatzgebiete im Bildungskontext.
3. Das Planspiel in der Schule: Methodische Einordnung des Planspiels als offene Unterrichtsform, Darstellung der Lernziele und Diskussion der Vor- und Nachteile sowie der Stärken und Schwächen bei schulumfassenden Großprojekten.
4. Die Konzeption des Planspiels „Schule als Staat“: Ausführliche Beschreibung der notwendigen Schritte zur Konzeption und Durchführung, unterteilt in Vorbereitung, Einführung, Spielphase und Auswertung.
5. Methodisches Vorgehen zur Erhebung von Einflussfaktoren auf den Erfolg von „Schule als Staat“: Erläuterung des gewählten qualitativen Forschungsdesigns, inklusive strukturierter Beobachtung und Leitfrageninterviews als Erhebungsinstrumente.
6. Die Praktische Durchführung von „Schule als Staat“ im Vergleich an zwei Gymnasien: Dokumentation und Analyse der praktischen Umsetzung an zwei spezifischen Schulen (Schule A und Schule B) über alle Projektphasen hinweg.
7. Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Umsetzung des Projektes „Schule als Staat“: Synthese der Beobachtungen aus dem Vergleich der beiden Gymnasien unter Berücksichtigung verschiedener Qualitätskriterien.
8. Schwierigkeiten und Lösungsansätze beim Planspiels „Schule als Staat“: Konkrete Ableitung von Herausforderungen und Entwicklung von Lösungsansätzen für die Vorbereitungs- und Durchführungsphasen.
9. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung von Planspielen für die Demokratieerziehung.
Planspiel, Schule als Staat, Handlungsorientierung, Projektmethode, Demokratieerziehung, Politische Bildung, Schulprojekt, Selbstständiges Lernen, Kompetenzerwerb, Organisation, Qualitative Forschung, Leitfrageninterview, Beobachtung, Reflexion, Debriefing
Die Arbeit befasst sich mit dem schulischen Großprojekt „Schule als Staat“, einer handlungsorientierten Simulation, bei der sich eine Schule für mehrere Tage in einen eigenständigen Staat verwandelt.
Thematische Schwerpunkte sind die theoretischen Grundlagen der Planspielmethode, die organisatorischen Anforderungen des Projekts sowie die Analyse der Umsetzung an zwei unterschiedlichen Gymnasien.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu ergründen, wie sich der Aufbau von „Schule als Staat“ gestaltet, welche Schwierigkeiten bei der Umsetzung auftreten und welche Optimierungsmaßnahmen zur Erleichterung der Durchführung beitragen können.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf der teilnehmenden Beobachtung der beiden Schulen sowie auf Leitfrageninterviews mit den beteiligten Schülern und Lehrkräften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Konzeption der Planspielphasen, die detaillierte Darstellung der praktischen Projektdurchführung an zwei Schulen und einen anschließenden Vergleich, aus dem konkrete Lösungsansätze für Schwierigkeiten abgeleitet werden.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Planspiel, Schule als Staat, Projektmethode, Kompetenzerwerb, Demokratieerziehung und qualitative Forschung geprägt.
Die Schüler übernehmen die Hauptverantwortung für die Planung und Organisation in Form einer Steuerungsgruppe, wobei die Lehrkräfte primär eine unterstützende "Backup-Rolle" einnehmen.
Zu den identifizierten Schwierigkeiten gehören der immense zeitliche und organisatorische Aufwand, Probleme in der internen Kommunikation, mangelndes Verständnis für ökonomische Zusammenhänge bei jüngeren Schülern sowie oft unzureichende Reflexionsphasen.
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