Bachelorarbeit, 2017
56 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Charakteristika der Tigerstaaten
2.2 Theorie der Transformation
2.2.1 Begriffliche Definition der Transformation
2.2.2 Ursachen und Ziele der Transformation
2.2.3 Wirtschaftspolitische Elemente
2.3. Charakteristika des Landes
2.3.1 Landschaftliche Gliederung und Bevölkerung
2.3.2 Die Folgen des Vietnamkrieges – Wirtschaftliche Entwicklung nach 1976
3. Doi-Moi - Politik
3.1 Errichtung marktwirtschaftlicher Organisationen
3.2 Makroökonomisches Gleichgewicht
3.3 Maßnahmen zur Liberalisierung
3.3.1 Preisreform
3.3.2 Reform der Außenwirtschaft
3.3.3 Reform des Finanzmarktsektors
3.3.4 Privatisierung der Staatsunternehmen
4. Diskussion der Erkenntnisse
4.1 Günstige Rahmenbedingungen durch die Doi-Moi Reform
4.2 Investition in Bildungssysteme
4.3 Ausbau produzierender Unternehmen
4.4 Umfrage
5. Zusammenfassende Bewertung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Sozialistische Republik Vietnam als potenziellen neuen "Tigerstaat" zu evaluieren, indem untersucht wird, wie erfolgreich die durch die Doi-Moi Reformpolitik eingeleitete Transformation von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft gestaltet wurde und ob Vietnam in der Lage ist, den Status eines Industriestaats zu erreichen.
3.3.1 Preisreform
In VN lag jahrzehntelang ein duales Preissystem vor. Demnach herrschten zum einen staatlich festgesetzte Preise für Rohstoffe und Güter der Staatsunternehmen und zum anderen freie Marktpreise für Konsumwaren und Nahrungsmittel. Begründen lässt sich dies durch die Vielzahl an privaten Unternehmen im südlichen Teil des Landes, die die sozialistische Transformation nicht gänzlich zu spüren bekamen, und durch die in der zuvor genannten Reformphase gestatteten privatwirtschaftlichen Aktivitäten. Mit einer Preisliberalisierung sollte erreicht werden, dass sich die Knappheiten von Gütern, sowie Dienstleistungen in den Preisverhältnissen wiederspiegeln, um somit den bestmöglichen Einsatz dieser Ressourcen zu erleichtern. Somit folgte 1989 die Freigabe der Preise durch die vietnamesische Regierung. Ausnahme waren staatliche Preise im Rahmen der öffentlichen Versorgung wie zum Beispiel Strom. Resultat der Preisliberalisierung war die Aufwertung der Versorgungssituation der Bevölkerung durch eine verbesserte Nachfrage-und Angebotssituation im Bereich der Grundnahrung und Konsumprodukte. Auffallend dabei waren speziell die Ergebnisse in der Landwirtschaft. Die relativen Preise führten zu einem schnellen Anstieg der Erträge und der Produktion. Durch eine Ertragssteigerung von 12% im Jahr 1989 gelang es VN erstmalig zu einem Nettoexporteur zu werden.
Eine kleine Problematik bestand für Staatsunternehmer darin, dass sie mit der Öffnung gegenüber dem Außenhandel, die gleichzeitig stattfand, einer steigenden Konkurrenz ausgesetzt waren und somit einen verstärkten Wettbewerbsdruck nach sich zog. Dies verleitete einige Betriebe in eine finanziell kritische Lage, da vorherige Aufwendungen nicht vorzugsweise auf die Preise abgeschoben werden können. Trotzdem ergab sich im Zuge der Freigabe der Preisbildung in Verbindung mit weiteren Erneuerungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die erhöhte Autonomie der Unternehmer, ein völlig verändertes Wirtschaftsverhältnis. Das Konsumangebot richtete sich nach der Nachfrage aller Bedürfnisse der Bevölkerung. Folglich setzten sich auch Unternehmer zum Ziel hochwertige Waren auf den Markt zu bringen, um den Nachfrageansprüchen gerecht zu werden.
1. Einführung: Diese Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage, ob Vietnam als potenzieller neuer Tigerstaat gelten kann und bettet das Thema in den Kontext der asiatischen wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte ein.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert den Begriff des Tigerstaates und die ökonomische Theorie der Transformation sowie die spezifischen Rahmenbedingungen und die historische Ausgangslage Vietnams.
3. Doi-Moi - Politik: Hier wird der Prozess der ökonomischen Liberalisierung, einschließlich der Agrarreform, der Makroökonomie, der Bankenreform und der Privatisierung, detailliert analysiert.
4. Diskussion der Erkenntnisse: Dieses Kapitel vergleicht die vietnamesischen Reformergebnisse mit den Prozessen der Tigerstaaten und beleuchtet die Rolle von Bildung sowie Investitionen.
5. Zusammenfassende Bewertung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten Vietnams auf dem Weg zum Industriestaat.
Vietnam, Doi-Moi, Transformation, Marktwirtschaft, Tigerstaaten, Wirtschaftsreform, Industrialisierung, Außenwirtschaft, Preisliberalisierung, Privatisierung, Bankenreform, Bildungssystem, Investitionen, Wirtschaftswachstum, Infrastruktur
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Sozialistische Republik Vietnam durch die Doi-Moi Reformen eine erfolgreiche Transformation vollzogen hat und ob das Land als potenzieller neuer "Tigerstaat" in die Riege der Industrienationen aufsteigen kann.
Die zentralen Felder umfassen die wirtschaftstheoretischen Grundlagen, die Analyse spezifischer Doi-Moi Reformschritte (Agrar, Preise, Finanzen, Privatisierung) sowie einen Vergleich mit den ursprünglichen Tigerstaaten.
Das Ziel ist es, die bisher wenig beachtete Thematik der wirtschaftlichen Entwicklung Vietnams seit 1986 zu hinterfragen und die Erfolgsaussichten des Landes auf dem Weg zum modernen Industriestaat zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine historische Analyse von Datenreihen, einen komparativen Ansatz zu den ursprünglichen Tigerstaaten sowie eine eigene Umfrage unter Vietnam-Interessierten zur Validierung der Erkenntnisse.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Doi-Moi Politik, die Umgestaltung der Rechts- und Wirtschaftsordnung, Reformen im Finanzsektor sowie die Bedeutung von Bildungs- und Infrastrukturinvestitionen.
Wichtige Begriffe sind Transformation, Doi-Moi, Marktwirtschaft, Industriestaat, Tigerstaat, ausländische Direktinvestitionen und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Agrarreform war ein entscheidender erster Schritt, der durch die Gewährung von Verfügungsrechten an Bauern die Produktivität massiv steigerte und Vietnam vom Importeur zum Nettoexporteur von Agrargütern machte.
Die demografische Dividende beschreibt den hohen Anteil der Bevölkerung im produktiven Alter, was dem Land durch sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung die Möglichkeit bietet, verstärkt in Bildung zu investieren und somit die Produktivität zu erhöhen.
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