Diplomarbeit, 2005
171 Seiten, Note: 1,3
1. Psychologische und arbeitspsychologische Aspekte von Stress und Stressbewältigung
1.1 Begriffsklärung
1.2 Stimuluskonzepte
1.3 Reaktionskonzepte
1.4 Transaktionale Konzepte
1.4.1 Das P-E-fit-Modell
1.4.2 Der transaktionale Ansatz von R. S. Lazarus
1.4.3 Ungewissheit
1.5 Spezifische Stressoren am Arbeitsplatz
1.6 Ressourcen bei der Stressbewältigung
1.6.1 Situationskontrolle
1.6.2 Soziale Unterstützung
1.7 Strategien zur Stressvermeidung und Stressbewältigung
1.8 Zusammenfassung
2. Schizophrene Psychosen
2.1 Begriffsklärung vor dem historischen Hintergrund
2.2 Epidemiologie
2.3 Symptome und Diagnoseleitfaden
2.4 Verlauf und Prädiktoren
2.5 Ätiologie
2.5.1 Ansätze der Schizophrenieforschung und Modellvorstellungen
2.5.2 Vulnerabilitätstheorie als integratives Modell
2.6 Therapeutische Ansätze
2.7 Zusammenfassung
3. Hilfen auf dem Weg in berufliche Integration für psychisch kranke Menschen
3.1 Überblick über die Hilfelandschaft
3.2 Aspekte der berufsbezogenen Rehabilitation
3.2.1 Das Bedürfnis nach Arbeit
3.2.2 Das Recht auf Arbeit
3.2.3 Gewinn und Belastungen durch Arbeit
3.2.4 Die tatsächliche Arbeitssituation psychisch kranker Menschen
3.3 Berufliche Rehabilitation
3.3.1 Zielgruppe und Zielsetzung
3.4 Das Berufliche Trainingszentrum
3.4.1 Zugangsvoraussetzungen und Zusammensetzung des Personenkreises
3.4.2 Leistungsangebote und Ablauf der Maßnahme
3.4.3 Multiprofessionalität der Betreuer
3.4.4 Ergebnisse der Maßnahme
3.5 Zusammenfassung
1. Untersuchung und Methode
2. Auswertung der Gespräche
2.1 Zusammenhang von Stress und Erkrankung; Relevanz des Themas
2.2 Auswirkungen von Stress
2.2.1 Angenehme Auswirkungen von Stress
2.2.2 Unangenehme Auswirkungen von Stress
2.3 Welche Situationen führen zu bzw. sind Stress?
2.3.1 "Angenehme" Reize, die zu Belastungen führen
2.4 Maßnahmen zur Stressprävention
2.5 Maßnahmen zur Reaktion auf Stress / Copingstrategien
2.6 Erfahrungen und Umgang mit Stress im Beruflichen Trainingszentrum
2.6.1 Stress im BTZ
2.6.2 Intervention bei Stress
2.6.3 Thematisieren von Stress im BTZ
2.6.4 Der Stressbewältigungsplan
2.6.5 Umsetzung der Präventions- und Reaktionsstrategien
3. Diskussion
4. Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht den Stellenwert von Stress und Stressbewältigung in der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit schizophrenen Psychosen. Es wird analysiert, welche Strategien die Teilnehmer anwenden, wie effektiv diese sind und welche Unterstützung professionelle Rehabilitationsmitarbeiter leisten können, um eine erfolgreiche berufliche Integration zu fördern.
1.4.2 Der transaktionale Ansatz von R. S. Lazarus
Einem anderen transaktionalen Ansatz, dem Stress-Modell von Lazarus, ging die Erkenntnis voraus, dass der physiologische Mechanismus der Stressreaktion auch durch die bloße Vorstellung eines Stressors ausgelöst werden kann (vgl. Schmale, 1995, S. 215). Lazarus betrachtet den Zusammenhang von Kognition und Emotion. Er geht von einer wechselseitigen Beeinflussung aus und hebt den kausalen Einfluss kognitiver Prozesse auf die emotionale Reaktion hervor (vgl. Lazarus & Launier, 1981, S.234 f.). Für diesen kognitiven Prozess unterscheidet Lazarus vier Stufen des Prozessablaufes, die jedoch nicht linear aufeinander folgen, sondern die miteinander verwoben sind und ständig Einfluss aufeinander nehmen:
- Primäre Bewertung (primary appraisal)
- Sekundäre Bewertung (secondary appraisal)
- Bewältigungsversuch (coping)
- Neubewertung (reappraisal) (vgl. ebd.; Schmale, 1995, S.216).
Bei der "Primären Bewertung" findet ein mentaler Vorgang statt, bei dem ein Ereignis auf seine Bedeutung für das Wohlbefinden der Person hin kategorisiert wird. Das Ereignis kann als irrelevant, als günstig/positiv oder als stressend empfunden werden. Wird das Ereignis als stressend eingeordnet, so treten "drei Formen auf, nämlich ... Schädigung/Verlust, Bedrohung und Herausforderung, wobei alle drei eine gewisse negative Bewertung des eigenen gegenwärtigen oder zukünftigen Wohlbefindens einschließen, Herausforderung aber die am wenigsten negative und am meisten positive Gefühlstönung aufweist" (Lazarus & Launier, 1981, S. 235).
1. Psychologische und arbeitspsychologische Aspekte von Stress und Stressbewältigung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Stressmodelle (Stimulus-, Reaktions- und transaktionale Konzepte), spezifische arbeitsplatzbezogene Stressoren sowie Ressourcen und Strategien für die Stressbewältigung.
2. Schizophrene Psychosen: Es erfolgt eine Einführung in die Schizophrenie, deren Symptomatik, Verlauf und Ätiologie, wobei besonders das Vulnerabilitäts-Stress-Modell als integrativer Ansatz zur Erklärung der Erkrankung dient.
3. Hilfen auf dem Weg in berufliche Integration für psychisch kranke Menschen: Dieser Teil beschreibt die rechtlichen Grundlagen der beruflichen Rehabilitation sowie die Struktur und Arbeitsweise des Beruflichen Trainingszentrums (BTZ).
1. Untersuchung und Methode: Der Autor beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Experteninterviews mit Mitarbeitern und Teilnehmern des BTZ zur Erfassung der Stress-Thematik.
2. Auswertung der Gespräche: Die Ergebnisse der geführten Interviews werden themenbezogen analysiert, insbesondere im Hinblick auf Stressfaktoren, individuelle Auswirkungen und angewendete Coping-Strategien.
3. Diskussion: Die Ergebnisse aus der Interviewauswertung werden kritisch reflektiert und in den theoretischen Rahmen der psychologischen Stressforschung eingeordnet.
4. Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die Bedeutung des Themas für die berufliche Rehabilitation und zeigt Perspektiven für weiterführende Forschung auf.
Stress, Stressbewältigung, Schizophrenie, berufliche Rehabilitation, Vulnerabilitätstheorie, Coping-Strategien, Arbeitsplatz, Stressprävention, Berufliches Trainingszentrum, Psychose, Arbeitsbelastung, Lebensqualität, psychische Gesundheit, Reha-Erfolg, berufliche Integration
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Stress und dessen Bewältigung im Kontext der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit schizophrenen Psychosen.
Die zentralen Themen sind psychologische Stressmodelle, klinische Aspekte der Schizophrenie, die Organisation beruflicher Rehabilitation im BTZ sowie die praktische Anwendung von Coping-Strategien.
Das Ziel ist es, den Stellenwert des Themas "Stress" in der beruflichen Rehabilitation zu bestimmen und zu untersuchen, wie Teilnehmer mit Stress umgehen und welche Unterstützung die Einrichtung hierbei bietet.
Der Autor verwendet ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus Experteninterviews mit drei Mitarbeitern und vier Teilnehmern eines Beruflichen Trainingszentrums.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Stressmodelle, Vulnerabilitätskonzepte) als auch die empirische Auswertung der Interviews zu Stresserfahrungen und präventiven Maßnahmen detailliert behandelt.
Wichtige Begriffe sind Stressbewältigung, Vulnerabilitätstheorie, berufliche Rehabilitation, Schizophrenie und Coping-Strategien.
Er dient als individuelles Instrument, um Stressoren zu identifizieren, Frühwarnzeichen zu erkennen und konkrete Handlungsstrategien für belastende Situationen im Arbeitsalltag zu entwickeln.
Passung beschreibt die Abstimmung der individuellen Bedürfnisse und der (psychischen) Belastbarkeit eines Teilnehmers mit den realen Rahmenbedingungen des angestrebten Arbeitsplatzes, um eine Überforderung zu vermeiden.
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