Diplomarbeit, 1998
200 Seiten
EINLEITUNG
1. Motivation
2. Ziel und Gang der Untersuchung
KAPITEL A: DAS KONZEPT DES EURO - VON DER VORGESCHICHTE BIS ZUR REALISIERUNG
I. WICHTIGE ENTWICKLUNGSSCHRITTE IM VORFELD DER EUROPÄISCHEN WÄHRUNGSINTEGRATION
1. Der Werner-Plan
2. Das Europäische Währungssystem
2.1 Die Funktionsweise des EWS
2.2 Die europäische Währung ECU
2.3 Der Beitrag des EWS zu Konvergenz und Stabilität
3. Der Delors-Bericht und das Konzept einer einheitlichen Wirtschafts- und Währungsunion
II. DER WEG ZUM EURO
1. Der Maastrichter Vertrag
1.1 Die Konvergenzkriterien
1.2 Weitere Kriterien
1.3 Die Auslegungsmöglichkeiten der Kriterien
2. Der Drei-Stufen-Plan
3. Die Rolle der EZB und des ESZB
3.1 Ziele und Aufgaben
3.2 Gestaltung und Struktur
4. Der Stabilitätspakt
5. Das EWS II
III. DIE INSTRUMENTE DER GELDPOLITIK UND DER HANDLUNGSRAHMEN DER NATIONALEN FISKALPOLITIKEN IN DER EWU
1. Instrumente des ESZB
1.1 Die Offenmarktgeschäfte
1.2 Die ständigen Fazilitäten
1.3 Die Zuteilungsmodalitäten
1.4 Die Arten und Unterschiede der refinanzierungsfähigen Sicherheiten
1.5 Die Möglichkeit der Mindestreservepolitik
2. Auswirkungen nationaler Fiskalpolitiken auf die Stabilitätspolitik des ESZB
3. Koordinationsprobleme von Geld- und Fiskalpolitik
IV. REGELUNGEN ZUR WÄHRUNGSUMSTELLUNG
1. Der Übergang zur einheitlichen Währung
2. Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Währungsumstellung
3. Die Ermittlung der Umrechnungskurse zum Euro
4. Die Umstellung von öffentlichen Schuldtiteln
5. Die Umstellung des Aktienkapitals
6. Banknoten und Münzen
V. DARSTELLUNG DES ERFÜLLUNGSGRADES DER KONVERGENZKRITERIEN
1. Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre
1.1 Die Entwicklung der Verbraucherpreise
1.2 Die Entwicklung der öffentlichen Haushalte
1.3 Die Entwicklung der Rendite langfristiger Anleihen
1.4 Die Entwicklung der Wechselkurse
2. Aktuelle Betrachtung
VI. WIRTSCHAFTLICHE KONSEQUENZEN DURCH DIE EINFÜHRUNG DES EURO
1. Allgemeine Betrachtung
2. Vor- und Nachteile aus deutschem Blickwinkel
3. Vor- und Nachteile aus Sicht der anderen EU-Mitgliedsstaaten
KAPITEL B: DIE RENTENMÄRKTE UNTER DEM REGIME DES EURO
I. AUSWIRKUNGEN AUF DIE RENTENMÄRKTE IM VORFELD DER EINHEITLICHEN WÄHRUNG
1. Die Entwicklung der kurzfristigen Zinssätze
2. Die Entwicklung der langfristigen Zinssätze
3. Erwartete zukünftige Zinssätze
4. Beurteilung der Ergebnisse
II. VERÄNDERUNGEN AUF DEN EUROPÄISCHEN RENTENMÄRKTEN DURCH DEN EINHEITLICHEN WÄHRUNGSRAUM
1. Das Potential des künftigen Euro-Rentenmarktes
2. Die Neuorientierung der Renditespreads
3. Der Benchmark-Status
III. MÖGLICHE SZENARIEN AUF DEN RENTENMÄRKTEN NACH BEKANNTGABE DER EWU-TEILNEHMER
1. Der Euro mit den Kernländern
2. Der Euro als Club Med
3. Verschiebung der Währungsunion
4. Scheitern der Währungsunion
SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Diplomarbeit befasst sich mit den ökonomischen Implikationen der Einführung des Euro, insbesondere unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die europäischen Rentenmärkte. Zentral ist hierbei die Analyse der geldpolitischen Rahmenbedingungen sowie der Konvergenzbestrebungen der beteiligten Staaten.
2.1 Die Funktionsweise des EWS
Das System des EWS besteht neben der Einführung des ECU aus vier wesentlichen Elementen. Diese sind:
1) Das System bilateraler Leitkurse (Paritätengitter) mit den Schwankungsbreiten zweier Währungen von ursprünglich 2,25 Prozent (bzw. sechs Prozent) zueinander.
2) Die Interventionspflicht der beteiligten Notenbanken, um die Leitkurse durch Interventionen am Devisenmarkt innerhalb der Bandbreiten zu halten.
3) Die Verpflichtungen im Rahmen des Kredit- und Beistandsmechanismus.
4) Die Realignments, wenn die Leitkurse trotz aller Maßnahmen nicht gehalten werden können.
Diese vier Punkte sollen hier kurz dargestellt werden, ehe der ECU als Vorläufer des Euro betrachtet wird.
Das System bilateraler Leitkurse
Das EWS ist ein System fester, aber anpassungsfähiger Wechselkurse, die innerhalb bestimmter Bandbreiten von ihren Leitkursen abweichen dürfen. Aus dem für jede Währung festgesetzten ECU-Leitkurs ergibt sich über die cross-rates ein Gitter bilateraler Leitkurse (das sog. Paritätengitter).37 Für die Praxis war der Zusammenhang jedoch eher umgekehrt: Bei Inkrafttreten des EWS wurden für alle Teilnehmerwährungen bilaterale Leitkurse festgesetzt, aus denen dann, in einem zweiten Schritt, die Leitkurse der einzelnen Währungen gegenüber dem ECU errechnet wurden.38
EINLEITUNG: Die Autoren erläutern die Motivation für die Einführung des Euro und legen das Ziel sowie den Gang der Untersuchung dar, wobei der Fokus auf den Auswirkungen der EWU auf Rentenmärkte liegt.
KAPITEL A: DAS KONZEPT DES EURO - VON DER VORGESCHICHTE BIS ZUR REALISIERUNG: Dieser Teil behandelt die historische Entwicklung, beginnend beim Werner-Plan über das Europäische Währungssystem bis hin zur vertraglichen Basis durch den Maastrichter Vertrag und den Drei-Stufen-Plan.
KAPITEL B: DIE RENTENMÄRKTE UNTER DEM REGIME DES EURO: Hier liegt der Schwerpunkt auf der empirischen Analyse der Auswirkungen der Währungsunion auf die Zinsentwicklungen und Renditespreads sowie auf der Untersuchung verschiedener Szenarien der EWU-Teilnahme.
Euro, EWU, Europäische Zentralbank, EZB, Rentenmärkte, Konvergenzkriterien, Stabilitätspakt, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Renditespreads, Währungsintegration, Maastrichter Vertrag, Zinsentwicklung, Kapitalmärkte.
Die Diplomarbeit analysiert die Einführung einer einheitlichen europäischen Währung und bewertet dabei insbesondere die Konsequenzen für die europäischen Rentenmärkte.
Die Themen umfassen die historische Entwicklung des Euro-Konzepts, die geldpolitischen Institutionen wie die EZB, die Konvergenzkriterien sowie eine detaillierte Analyse der Auswirkungen der Währungsunion auf Anleihemärkte.
Das Ziel ist es, die ökonomischen Veränderungen im Kontext der EWU zu verstehen und zu interpretieren, wobei die Auswirkungen der Geld- und Fiskalpolitik auf die Stabilität der Währung im Zentrum stehen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Analyse der historischen Hintergründe und vertraglichen Grundlagen sowie eine kritische Auswertung von Finanzmarktdaten zur Konvergenz von Zinssätzen und Renditen.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Kapitel A widmet sich der Historie und den Rahmenbedingungen der EWU, während Kapitel B die rentenmarktspezifischen Auswirkungen und Szenarien untersucht.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Euro, EWU, Europäische Zentralbank, Rentenmärkte, Konvergenzkriterien und Stabilitätspakt.
Die Arbeit analysiert die Führungsrolle der Deutschen Bundesbank und der D-Mark als Ankerwährung im EWS, die als Vorbild für die europäische Ebene dient.
Die Arbeit betont, dass der Erfolg des Euro maßgeblich von einer stabilitätsorientierten Geldpolitik, der Einhaltung der Konvergenzkriterien durch die Teilnehmerländer und der Glaubwürdigkeit der neuen Institutionen abhängt.
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