Bachelorarbeit, 2016
74 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Analyse des Szenemarketings
2.1 Detaillierte Segmentierung des Gesamtmarktes
2.2 Bezug zum eigentlichen Marketingbegriff
2.3 Die Szene
2.3.1 Entwicklung und Definitionen
2.3.2 Zentrale Elemente zur besseren Charakterisierung
2.3.3 Arten von Szenen
2.4 Fanmarketing und Fanmanagement
2.4.1 Lebensphasen einer Szene
2.4.2 Implikation der Kundenbindung
2.4.3 Management als Brückenfunktion
2.5 Community Building
2.5.1 Strategisches Marketing
2.5.1.1 Unternehmenswerte
2.5.1.2 Ziele
2.5.1.3 Zielgruppen
2.5.1.4 Mögliche Positionierungsstrategien
2.5.2 Operatives Marketing
2.5.2.1 Klassische Kommunikationsinstrumente
2.5.2.2 Innovative Kommunikationsinstrumente
3 Medienindustrie und Printindustrie
3.1 Örtliche Szenen: Events als Interaktionsraum und Informationsübermittlung
3.2 Printindustrie
4 Die Fanzeitschrift
4.1 Allgemeine Definition: Fan
4.2 Allgemeine Definition: Zeitschrift als Medium
4.3 Arten von Fanzeitschriften und redaktionelle Bindung an die Fans
5 Medienanalyse: Fanzeitschriften im Vergleich
5.1 „TV Serien Highlights“
5.2 „Fan geht vor“
5.3 „Rock Hard“
6 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen für das Szenemarketing von Fanzeitschriften
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Konzept des Szenemarketings und dessen Anwendung im Bereich von Fanzeitschriften. Das primäre Ziel ist es, die Rolle von Szenen als relevante Zielgruppen zu analysieren, die Mechanismen der Kundenbindung in diesen Gemeinschaften zu verstehen und Erfolgsfaktoren für eine effektive Markenkommunikation in Printmedien abzuleiten.
2.3.2 Zentrale Elemente zur besseren Charakterisierung
Wie im vorigen Kapitel beschrieben, besitzt jede Szene, unabhängig welcher Art, eine gemeinsame primäre Haupt- und Interessensthematik, nach der sich gerichtet, orientiert und nach der das Wertgefühl des Individuums ausgelebt wird. „Sie stellen für den Einzelnen seine Bezugsgruppe […] dar“ (Nöthel 1999, 132). In Anbetracht weiter oben erwähnter Definitionen vor allem eine Gemeinschaft oder in größerem Ausmaß ein Netzwerk von Personen, die durch den „[…] Gebrauch szenetypischer Symbole, Zeichen und Rituale […] ihre eigene Zugehörigkeit (präsentieren/Y.B.) und […] zugleich, sozusagen ‚beiläufig‘, die Szene“ konstituieren. (Hitzler/Bucher/Niedermacher 2001, 21). Die Existenz resultiert also aus ihren Mitgliedern. Für das einzelne Mitglied ist diese Angehörigkeit nicht nur ein Abgleich eigenen Verhaltens, sondern führt auch zur Aneignung verschiedener Gruppenverhaltensrichtlinien (vgl. Kuhn 1984, 106). Aufgrund dieser Selbstdarstellung gemeinsamer Verhaltensmuster lassen sich Erkennungsmuster und Elemente feststellen, die im Folgenden analysiert werden.
Speziell Jugendliche sind in der heutigen Zeit, in der Fußballvereine und Internet Communitys dominieren, auf der Suche nach Verbündeten, um gemeinsamen Interessen und Neigungen nachzugehen und sich auszutauschen. Es handelt sich demnach um Menschen, die derselben Überzeugung und Wertesuche sind, in denen sich gesellschaftliche und soziale Verantwortung widerspiegelt (vgl. Spar 1996, 53). Zu finden sind besagte Leidensgenossen häufig in Szenen, was die Definition als Gesinnungsgemeinschaft mit einem übergeordneten Thema bekräftigt. Anhand der Tatsache eines dominierenden thematischen Nenners entwickelt sich so ein Konstrukt an Gemeinsamkeiten, das die Beziehungen untereinander ausprägt und stärkt (vgl. Prykop 2005, 24).
Szenen weisen über die Mitgliedschaft die Fähigkeit zur Bewältigung des Lebens auf, präsentieren sich als Teil einer Komplexitätsreduktion und weiter als Orientierung bei der Auswahl von eventuellen Erlebnisangeboten oder Konsumgütern (vgl. Hitzler/Bucher/Niedermacher 2001, 30). Hiernach richtet sich der Szenegänger, denn die Gemeinschaft handelt so in seinem Interesse. „Letztendlich bestimmen die Szenen, wie und was (ihre Mitglieder/Y.B.) konsumieren“ (Heinzlmaier 1999, 19).
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an Szenen als moderne Gesinnungsgemeinschaften und legt die Zielsetzung der Arbeit fest, Strategien des Szenemarketings zu analysieren.
2 Analyse des Szenemarketings: Dieses Kapitel untersucht die soziologischen Hintergründe von Szenen, deren Struktur und die Bedeutung von Fanmarketing sowie Community Building in einem strategischen Kontext.
3 Medienindustrie und Printindustrie: Der Autor beleuchtet hier die Rolle von Medienunternehmen bei der Bereitstellung von Informationen und analysiert Events sowie die Bedeutung der Printindustrie für das Szenemarketing.
4 Die Fanzeitschrift: Hier werden der Begriff des Fans und die Funktion der Zeitschrift als Medium definiert, wobei besonders auf die redaktionelle Bindung an die Fans eingegangen wird.
5 Medienanalyse: Fanzeitschriften im Vergleich: In diesem Teil erfolgt eine praktische Gegenüberstellung der drei Magazine „TV Serien Highlights“, „Fan geht vor“ und „Rock Hard“ anhand ihrer spezifischen Merkmale.
6 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen für das Szenemarketing von Fanzeitschriften: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Faktoren für eine erfolgreiche Marktbearbeitung zusammen und gibt Empfehlungen zur strategischen Positionierung ab.
Szenemarketing, Fanmarketing, Fanzeitschriften, Community Building, Kundenbindung, Medienindustrie, Printmedien, Zielgruppenanalyse, Marketingstrategie, Szenenetzwerk, Fanzines, Markenkommunikation, Publikumszeitschriften, Special Interest-Magazine, Partizipation.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Szenemarketings, insbesondere der Vermarktung von Fanzeitschriften, unter soziologischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Struktur von Szenen, die Psychologie des Fantums, Methoden des Community Buildings und die strategische Planung im modernen Marketing.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen Szenen als Zielgruppen identifizieren, emotional binden und durch gezielte Marketingmaßnahmen erfolgreich auf dem Markt positionieren können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer und marketingtheoretischer Quellen sowie einer vergleichenden Medienanalyse ausgewählter Fallbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Szenestrukturen, die Diskussion von Marketing-Instrumenten (klassisch und innovativ) und eine praktische Analyse dreier unterschiedlicher Fanzeitschriften.
Wichtige Schlagworte sind Szenemarketing, Fanmarketing, Kundenbindung, Community Building, Printindustrie, Zielgruppen und Partizipation.
Das Magazin „Rock Hard“ dient als Beispiel für ein ehemaliges Fanzine, das durch strategische Professionalisierung und crossmediale Verknüpfung zu einer erfolgreichen, international agierenden Marke wurde.
Es fungiert als rein unkommerzielles Fanprojekt („Fanzine“), das zeigt, wie soziale Bindung und Fan-Partizipation auch ohne klassische wirtschaftliche Gewinnabsicht funktionieren können.
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