Fachbuch, 2018
100 Seiten, Note: 1,1
1 Zielsetzung
2 Einleitung
2.1 Geographische Abgrenzung
2.2 Brexit
3 Konsequenzen des Brexit für das UK
3.1 Politik
3.2 Einwanderung
3.3 Wirtschaft
4 Möglichkeiten künftiger ökonomischer Kooperation
4.1 Zusammenarbeit auf europäischer Ebene
4.2 Zusammenarbeit außerhalb Europas
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Konsequenzen des EU-Austritts für das Vereinigte Königreich (UK) und evaluiert Perspektiven für zukünftige ökonomische Kooperationen auf europäischer und globaler Ebene. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das UK seine wirtschaftliche Position nach dem Brexit neu definieren und welche Kooperationsmodelle es verfolgen kann, um sowohl den Binnenmarkt-Zugang zu wahren als auch neue globale Partnerschaften zu stärken.
3.3.4.1 Entwicklung des Finanzplatzes London
Das UK hat eine lange Geschichte der Offenheit gegenüber ausländischen Firmen und Immigranten, welche wiederum mit ihnen finanzielle Expertise gebracht haben. Diese offene Politik führte zu einer frühen Entwicklung von finanziellen Kompetenzen, liquiden Märkten und komplementären Dienstleistungsangeboten, welche die internationale Großhandelsfinanzaktivitäten unterstützten. Auf dieser liberalen und wirtschaftlich sehr fruchtbaren Grundlage kam London in der europäischen Zeitzone zu einer besonderen Rolle als Drehscheibe für den regionalen Handel und als exklusiver Anbieter von Spezialdienstleistungen innerhalb Europas.
Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems (Währungsordnung mit dem Dollar als Ankerwährung) im Jahr 1971 beseitigte das UK die Kontrolle des ausländischen Kapitals im Einklang mit den USA, Deutschland und Kanada, was zu einer erhöhten finanziellen Aktivität führte. Mit der Einführung des Binnenmarktprogramms 1988 die Kontrollen der grenzüberschreitenden Kapitalströme auf EU-Ebene abgebaut. Der Liberalisierung des Kapitalverkehrs im Binnenmarkt lag die Intention zugrunde, den Finanzinstituten den Zugang zu den Märkten anderer Mitgliedstaaten zu ermöglichen und so das gesamte Wettbewerbsniveau zu erhöhen. Eine Folge davon war, dass EU-ansässige Banken Tochtergesellschaften in anderen Mitgliedstaaten gründen konnten, jedoch weiterhin der Regulierung des Heimatstaats unterlagen. Trotz festgelegter regulatorischer Mindeststandards hatte dies durch die Möglichkeit, sich im UK niederzulassen, eine für europäische Unternehmen deregulierende und liberalisierende Wirkung, da die übrigen Mitgliedstaaten einer strengen Regulierung unterlagen. So förderten britische Finanzdienstleistungen das Wachstum der europäischen Anleihen- und Aktienmärkte sowie der grenzüberschreitenden Investitionsströme.
1 Zielsetzung: Einführung in das Thema Brexit und Definition des Rahmens für die Untersuchung der Konsequenzen und künftigen Kooperationsmöglichkeiten.
2 Einleitung: Klärung der geographischen Begrifflichkeiten (GB vs. UK) und historische Herleitung des Brexit-Prozesses bis zur Referendumsentscheidung.
3 Konsequenzen des Brexit für das UK: Umfassende Analyse der politischen Umbrüche, der Auswirkungen auf die Migration sowie der ökonomischen Folgen für den britischen Handel und den Finanzsektor.
4 Möglichkeiten künftiger ökonomischer Kooperation: Diskussion verschiedener Modelle für die künftige europäische Anbindung (EWR, EFTA, Schweiz-Modell, WTO) sowie Strategien für globalen Handel außerhalb Europas.
5 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Einschätzung der Herausforderungen für das UK bei der strategischen Neuausrichtung in einer Post-Brexit-Ära.
Brexit, Vereinigtes Königreich, Europäische Union, Binnenmarkt, Handelsbilanz, Finanzdienstleistungen, Migration, EWR, EFTA, Handelsabkommen, Weltwirtschaft, WTO, Dienstleistungshandel, Außenpolitik, Wirtschaftspolitik.
Das Buch analysiert die Auswirkungen des Brexit auf das Vereinigte Königreich, beleuchtet die damit einhergehenden politischen und wirtschaftlichen Risiken und untersucht verschiedene Zukunftsmodelle für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit des UK.
Zentrale Schwerpunkte sind die Auswirkungen auf die britische Politik, die Einwanderungssituation und insbesondere die Handelsbeziehungen sowie die Stabilität des Finanzplatzes London.
Ziel ist es, ein ganzheitliches Bild der Post-Brexit-Folgen zu zeichnen und die strategischen Optionen des UK für zukünftige ökonomische Kooperationen, sowohl mit der EU als auch weltweit, objektiv einzuordnen.
Die Arbeit nutzt deskriptive Analysen, den Vergleich bestehender Wirtschaftsmodelle (wie das EWR-Modell oder Schweizer Modell) sowie die Auswertung statistischer Handelsdaten und quantitativer Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der politischen, demografischen und makroökonomischen Konsequenzen des Brexit sowie eine strukturierte Bewertung von Kooperationsoptionen in Europa und auf globaler Ebene.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Brexit, Binnenmarkt, Finanzdienstleistungen, Migration und Außenhandelsabkommen charakterisiert.
London wird als zentrales Finanzzentrum identifiziert, dessen Stärke auf Faktoren basiert, die weitgehend unabhängig von einer EU-Mitgliedschaft sind, wenngleich ein "harter Brexit" spezifische regulatorische Herausforderungen mit sich bringt.
Die Publikation verdeutlicht, dass Einwanderer (insbesondere aus dem EWR) volkswirtschaftlich positiv zum Wachstum und zum Haushaltsbudget beitragen und dass die Befürchtungen hinsichtlich eines "Wohlfahrtstourismus" durch die vorliegenden Daten weitgehend entkräftet werden.
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