Bachelorarbeit, 2017
51 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Mass Customization
2.1 Definition
2.2 Ziel
2.3 Formen der Mass Customization
2.4 Abgrenzung zu anderen Konzepten der Leistungserstellung
3 Potentiale und Herausforderungen
3.1 Kostensenkungspotentiale
3.1.1 Economies of Modularity
3.1.2 Economies of Decoupling
3.1.3 Economies of Integration
3.1.4 Economies of Relationship
3.2 Nutzenpotentiale
3.2.1 Kundenintegration und Kundenbindung
3.2.2 Nachhaltigkeit
3.2.3 Flexibilität und Absatzplanung
3.3 Herausforderungen an die Unternehmen
3.3.1 Komplexität
3.3.2 Durchlaufzeit
3.3.3 Kostenmanagement
4 Mass Customization in der Automobilindustrie
4.1 Europäischer Automobilmarkt
4.2 Strategie der BMW AG
4.3 Umsetzung des Mass-Customization-Konzeptes
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Erfolgspotenziale und Herausforderungen der kundenindividuellen Massenproduktion (Mass Customization) als hybride Wettbewerbsstrategie. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Unternehmen durch die Verknüpfung von Differenzierung und Kostenführerschaft in einem gesättigten Marktumfeld bestehen können und welche Rolle die Modularisierung sowie Kundenintegration dabei spielen.
3.1.1 Economies of Modularity
Die Economies of Modularity basieren auf der Modularität von Produkten und Prozessen, die als Grundbaustein für die Fertigung von individualisierten Produkten gilt. Inhaltlich verbinden die Economies of Modularity die bekannten Kostensenkungspotentiale wie die Skalen- bzw. Spezialisierungseffekte (Economies of Scale) und die Verbundeffekte (Economies of Scope) aus der klassischen Massenproduktion.69
Skaleneffekte beschreiben Kosteneinsparungen, die durch große Produktionsmengen realisiert werden können. Die gesamten Fixkosten können auf eine größere Produktionsmenge verteilt werden, wodurch sich die fixen Kosten pro Stück und dadurch die gesamten Stückkosten reduzieren. Der hauptsächlich in der Massenproduktion bekannte Größenvorteil kann trotz individuell erstellter Leistungen bei der Mass Customization ebenfalls generiert werden. Die Grundlage hierfür ist eine intelligente Produktgestaltung, die eine massenhafte Produktion von Standardmodulen ermöglicht.70 Die gewünschten Skaleneffekte können hier – im Gegensatz zur klassischen Massenproduktion – auf Modulebene anstatt auf Endproduktebene realisiert werden.71 Als weiterer Vorteil der Economies of Scale kann der Lerneffekt bzw. Erfahrungskurveneffekt genannt werden. Je häufiger ein bestimmter Prozess durchgeführt wird, desto schneller können Einsparpotentiale aufgrund von Lerneffekten realisiert werden. Bei der Umsetzung des Co-Design-Prozesses kann zum Beispiel die Ermittlung der Kundenbedürfnisse mit zunehmender Erfahrung deutlich effizienter gestaltet werden.72
Kostenvorteile durch Verbundeffekte ergeben sich aus der effizienten Nutzung von bereits gegebenen Produktionsfaktoren zur Erstellung unterschiedlicher Produktarten. Die grundsätzliche Idee ist, dass die Produktion von zwei verschiedenen Gütern in einem Unternehmen günstiger ist als die Produktion der gleichen Güter in zwei verschiedenen Unternehmen. Die Economies of Scope thematisieren die Reduzierung von Leerkosten durch die Ausdehnung der Produktion auf weitere Güter.73
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt und die Notwendigkeit, durch Individualisierung Wettbewerbsvorteile zu generieren.
2 Mass Customization: Dieses Kapitel definiert den Begriff als hybride Strategie zur Verbindung von Massenproduktion und kundenindividueller Gestaltung und erläutert verschiedene Umsetzungsformen.
3 Potentiale und Herausforderungen: Hier werden die wirtschaftlichen Vorteile durch Skalen- und Verbundeffekte sowie die operativen Schwierigkeiten im Komplexitäts- und Kostenmanagement detailliert analysiert.
4 Mass Customization in der Automobilindustrie: Das Kapitel wendet die Theorie auf den europäischen Automobilmarkt an und analysiert die spezifische Strategie und operative Umsetzung der BMW AG.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Chancen und Risiken der Strategie sowie einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Fertigungswesen.
Mass Customization, kundenindividuelle Massenproduktion, Wettbewerbsstrategie, Modularisierung, Kostenführerschaft, Differenzierung, BMW AG, Automobilindustrie, Economies of Scale, Economies of Scope, Co-Design, Kundenintegration, Prozessoptimierung, Komplexitätsmanagement, Fertigungstechnologie.
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Mass Customization, also der kundenindividuellen Massenproduktion, und untersucht, wie Unternehmen dieses Konzept nutzen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Formen von Mass Customization, die Analyse von Kostensenkungs- und Nutzenpotenzialen sowie die praktischen Herausforderungen an die Unternehmensführung.
Ziel ist es, die Erfolgspotenziale und die strategischen Herausforderungen einer hybriden Wettbewerbsstrategie zu untersuchen und diese Erkenntnisse auf das Praxisbeispiel der BMW AG anzuwenden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer praxisorientierten Fallstudie zum Automobilsektor, insbesondere zur Strategie der BMW AG.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Kostensenkungs- und Nutzenpotenziale sowie eine detaillierte Analyse der Umsetzung des Konzepts innerhalb der Automobilindustrie.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mass Customization, kundenindividuelle Massenproduktion, Modularisierung, Kostenführerschaft und BMW AG charakterisieren.
Während bei der klassischen Massenproduktion standardisierte Einheitsware dominiert, nutzt BMW eine quantitative Modularisierung, bei der der Kunde durch Konfiguratoren in den Wertschöpfungsprozess integriert wird.
Die Modularisierung ermöglicht es BMW, eine hohe externe Variantenvielfalt für den Kunden anzubieten, während intern durch die Nutzung gemeinsamer Komponenten (Skaleneffekte) die Produktionseffizienz gewahrt bleibt.
Sie kombiniert die Ansätze der Kostenführerschaft (durch effiziente, automatisierte Prozesse) und der Differenzierung (durch individuelle Konfigurationsmöglichkeiten für den Kunden).
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