Bachelorarbeit, 2016
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Motivation / Ziel der Bachelorarbeit
1.2. Ziel und Inhalt des Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO
1.3. Methodische Vorgehensweise
2. Beantragung des Schutzschirmverfahrens
2.1. Notwendige Anträge
2.2. Materielle Voraussetzungen
2.3. Optionale Anträge
3. Zu beachtende Aspekte bei den notwendigen Anträgen
3.1. Antrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens nach § 13 InsO
3.2. Antrag auf Eigenverwaltung nach § 270 InsO
3.3. Beantragung des Schutzschirms
4. Einsatz eines vorläufigen Sachverwalters
4.1. Unterschiede zwischen Insolvenz- und Sachverwalter und deren Aufgaben
4.2. Personenverschiedenheit
4.3. Vorschlagsrecht des Schuldners / Ablehnung durch das Gericht
5. Die Sanierungsbescheinigung nach § 270b (1) S. 3 InsO
5.1. Aufgabe der Bescheinigung
5.2. Anforderungen an den Aussteller der Bescheinigung
5.3. Formelle Voraussetzungen der Bescheinigung
5.4. Inhaltliche Voraussetzungen der Bescheinigung
5.5. Haftung des Ausstellers
Haftung des Ausstellers ggü. dem Schuldner
Haftung des Ausstellers ggü. Dritten
6. Der Insolvenzplan
6.1. Darstellender Teil des Insolvenzplans
6.2. Gestaltender Teil des Insolvenzplans
6.3. Gläubigergruppenbildung
6.4. Anlagen
7. Verfahrensablauf
7.1. Aufstellung und Vorlage des Insolvenzplans / Vorprüfung durch das Gericht
7.2. Erörterung des Plans
7.3. Annahme des Plans
7.4. Stimmberechtigung und Mehrheiten
7.5. Obstruktionsverbot
7.6. Zustimmung des Schuldners
7.7. Prüfung und Bestätigung des Sanierungsplans durch das Gericht
7.8. Bekanntgabe der gerichtlichen Entscheidung und deren Rechtsfolgen
8. Beendigung und Aufhebung des Schutzschirmverfahrens
8.1. Aussichtslosigkeit der angestrebten Sanierung
8.2. Aufhebungsantrag durch vorläufigen Gläubigerausschuss
8.3. Aufhebungsantrag durch einzelne Gläubiger
8.4. Unberechtigte Erlangung des Schutzschirmverfahrens / Vorzeitige Fertigstellung des Sanierungsplans
8.5. Aufhebungsanordnung des Insolvenzgerichts
9. Fallstudie: Sanierung eines mittelständigen Bäckereiunternehmens unter Anwendung des Schutzschirmverfahrens
9.1. Unternehmensbeschreibung
9.2. Branche und Umfeld
9.3. Krisenverlauf
9.4. Krisenursachen
9.5. Sanierungsmaßnahmen
9.5.1. Maßnahmen außerhalb des Verfahrens
9.5.2. Maßnahmen basierend auf dem Sanierungs- / Insolvenzplan
9.6. Ergebnisse der Sanierungsmaßnahmen ab dem 01.05.15 bis heute
9.7. Beurteilung der Sanierung im Vergleich zum regulären Insolvenzverfahren
10. Persönliches Fazit
Die Arbeit untersucht die praktischen Anwendungsmöglichkeiten und gesetzlichen Rahmenbedingungen des insolvenzrechtlichen Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO. Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen an den Schuldner sowie die rechtlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Verfahren darzustellen und anhand einer Fallstudie zu validieren, ob dieses Sanierungsinstrument für Gläubiger vorteilhafter als ein reguläres Insolvenzverfahren ist.
1.2. Ziel und Inhalt des Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO
Unternehmer haben beim Begriff der Insolvenz gemischte Gefühle. Sie befürchten ihr Mitspracherecht innerhalb des Unternehmens und bei dessen Abwicklung aufgeben zu müssen genauso wie die Zerstörung des Lebenstraums vom eigenen Unternehmen. Grund für diese Befürchtungen ist, dass zahlreiche Unternehmer nur das Regel-insolvenzverfahren nach § 11 ff. InsO kennen, bei dem das Gericht gleich nach Beschluss über die Eröffnung des Verfahrens einen regulären Insolvenzverwalter nach § 27 InsO einsetzt. Dieser hat dann aufgrund § 80 (1) InsO die volle Verfügungsmacht über jeden einzelnen Vermögensgegenstand des Unternehmens. Vorgeschaltet kann nach § 21 (2) S.1 Nr. 2 InsO eine Anordnung vom Gericht erfolgen, dass der Schuldner alle Handlungen von einem vorläufigen Insolvenzverwalter sich genehmigen lassen muss.
Um diese oben aufgeführte Situation zu vermeiden, spiegelt sich die Krisenbewältigung des Unternehmens bzw. des Schuldners in folgenden Maßnahmen wider: der Verkauf von Forderungen und die Aufnahme weiterer Kredite. Kurzfristig führen diese voreiligen Handlungen zu einer Verbesserung der Liquidität und durch den raschen Erfolg dieser Maßnahmen wächst die Hoffnung des Schuldners darauf die Krise einfach aussitzen zu können. Dieser Prozess kann auch als eine außergerichtliche Sanierung des Schuldners angesehen werden, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht einsehen will, dass nur mit der Einwirkung von außen eine Rettung des Unternehmens möglich ist. Die Sanierung des Unternehmens wird endgültig unmöglich, wenn das Unternehmen sich durch seine eigenen Lösungsansätze den Ausweg aus der Krise selbst versperrt hat.
1. Einleitung: Erläutert die Motivation der Arbeit, die Ziele des Schutzschirmverfahrens und die methodische Herangehensweise.
2. Beantragung des Schutzschirmverfahrens: Beschreibt die notwendigen rechtlichen Anträge und die materiellen Anforderungen, die für die Eröffnung erforderlich sind.
3. Zu beachtende Aspekte bei den notwendigen Anträgen: Detailliert die formalen Anforderungen wie Zuständigkeit und die Berechtigung zur Antragstellung bei juristischen Personen.
4. Einsatz eines vorläufigen Sachverwalters: Differenziert zwischen der Rolle des vorläufigen Sachverwalters und des regulären Insolvenzverwalters.
5. Die Sanierungsbescheinigung nach § 270b (1) S. 3 InsO: Analysiert die inhaltlichen und formellen Anforderungen an die Bescheinigung sowie die Haftungsrisiken für den Aussteller.
6. Der Insolvenzplan: Erklärt den Aufbau des Plans, die Gruppenbildung der Gläubiger und die Bedeutung der beizulegenden Anlagen.
7. Verfahrensablauf: Beschreibt den formalen Prozess von der Vorlage des Plans über die Erörterung bis zur gerichtlichen Bestätigung.
8. Beendigung und Aufhebung des Schutzschirmverfahrens: Erläutert die Gründe und Antragsberechtigten für eine vorzeitige Beendigung des Verfahrens.
9. Fallstudie: Sanierung eines mittelständigen Bäckereiunternehmens unter Anwendung des Schutzschirmverfahrens: Demonstriert die praktische Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen an einem anonymisierten Unternehmensbeispiel.
10. Persönliches Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet das Schutzschirmverfahren als Sanierungsinstrument.
Schutzschirmverfahren, Insolvenzordnung, Eigenverwaltung, Insolvenzplan, Sanierungsbescheinigung, Gläubigerautonomie, Restrukturierung, Krisenmanagement, vorläufiger Sachverwalter, Insolvenzeröffnung, Unternehmenssanierung, Liquidität, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Insolvenzverschleppung.
Die Arbeit behandelt die praktischen Aspekte und rechtlichen Voraussetzungen des Schutzschirmverfahrens gemäß § 270b InsO als Sanierungsinstrument für Unternehmen in der Krise.
Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an die Antragsstellung, der Rolle des Sachverwalters, der notwendigen Sanierungsbescheinigung sowie der Erstellung eines Insolvenzplans.
Das Ziel ist die Darstellung der Bedingungen für eine erfolgreiche Sanierung und die Beantwortung der Frage, ob das Schutzschirmverfahren für Gläubiger vorteilhafter ist als eine reguläre Insolvenzabwicklung.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer praktischen Fallstudie eines mittelständischen Unternehmens, um die theoretischen Aspekte zu illustrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die formellen Antragsvoraussetzungen, die inhaltliche Ausgestaltung der Sanierungsbescheinigung, den Ablauf des Insolvenzplanverfahrens und eine detaillierte Fallstudie.
Wichtige Begriffe sind Schutzschirmverfahren, Eigenverwaltung, Sanierungsbescheinigung, Insolvenzplan und Gläubigerbefriedigung.
Im Gegensatz zum Regelinsolvenzverfahren hat der Schuldner beim Schutzschirmverfahren ein Vorschlagsrecht für den vorläufigen Sachverwalter, um das Vertrauensverhältnis für die Sanierung zu wahren.
Sie ist eine zwingende Voraussetzung für das Schutzschirmverfahren und dient dem Gericht zur Einschätzung, ob eine Sanierung grundsätzlich aussichtsreich und nicht bereits von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Die Fallstudie zeigt auf, dass durch die langfristige Fortführung und Sanierung des Unternehmens eine höhere Gläubigerbefriedigungsquote erreicht werden kann als bei einer sofortigen Liquidation.
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