Examensarbeit, 2011
116 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das Emsland
2.1 Der Begriff Emsland
2.2 Entwicklung der Einwohnerzahl
2.3 Entwicklung der Erwerbsstruktur
3. Der Zeitraum von 1871 bis 1950
3.1 Ökonomische Situation
3.1.1 Landwirtschaft
3.1.2 Torfindustrie
3.1.3 Schifffahrt
3.1.4 Handwerk und Industrie
3.1.5 Gewerbliche Schwerpunkte im Emsland
3.2 Verkehrsinfrastruktur
3.2.1 Straßennetz
3.2.2 Dortmund-Ems-Kanal
3.2.3 Küstenkanal
3.2.4 Das „Linksemsische Kanalnetz“
3.2.5 Wieken
3.2.6 Schienennetz
3.3 Emslandplan
4. Der Zeitraum von 1950 bis 1990
4.1 Erschließung des Emslandes durch die Emsland GmbH
4.1.1 Moorkultivierung
4.1.2 Betriebsansiedlungen: Beispiel Nordland-Papier
4.2 Ökonomische Entwicklung
4.2.1 Strukturwandel in der Landwirtschaft
4.2.2 Erdölförderung
4.2.3 Schifffahrt
4.2.4 Transrapid
4.3 Europäische Verflechtungen
4.4 Verkehrsinfrastruktur
4.4.1 Emssperrwerk
5. Der Zeitraum von 1990 bis heute
5.1 Ökonomische Entwicklung
5.2 Tourismus
5.2.1 Schloss Dankern
5.2.2 Urlaub auf dem Bauernhof
5.3 Verkehrsinfrastruktur
5.3.1 Straßennetz
5.3.2 Schienennetz
5.3.3 Eurohafen Haren/Meppen
5.3.4 Hafen Spelle
5.3.5 Yachthafen Haren
6. Außerschulisches Lernen
6.1 Rückblick
6.2 Außerschulisches Lernen in der Geographie
6.3 Arten der Informationsbeschaffung im Rahmen des Besuchs von außerschulischen Lernorten
6.4 Schifffahrtsmuseum Haren
6.4.1 Didaktische Analyse
6.4.2 Lernziele
6.5 Moormuseum Geeste
6.5.1 Didaktische Analyse
6.5.2 Lernziele
6.6 Meyer Werft Papenburg
6.6.1 Pädagogische Besonderheiten
6.6.2 Didaktische Analyse
6.6.3 Lernziele
7. Zusammenfassung
8. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die verkehrs- und wirtschaftsgeographische Entwicklung der Region Emsland im historischen Wandel, wobei ein besonderer Fokus auf der Transformation vom primären zum tertiären Sektor liegt. Zudem wird die Eignung regionaler touristischer Anlaufstellen als außerschulische Lernorte für den Erdkundeunterricht fachdidaktisch bewertet.
3.1.2 Torfindustrie
Die 1913 gegründete Heseper Torfwerke GmbH, die ihren Sitz in Meppen hatte, kann zu den bedeutendsten Schrittmachern der emsländischen Ökonomie vor der Realisierung des Emslandplanes bezeichnet werden. Bereits im Gründungsjahr begannen die ersten Entwässerungsarbeiten entlang des Süd-Nord-Kanals. 1914 setzte die Weißtorf- und Brenntorfproduktion ein. Die Intentionen des Unternehmens waren sowohl der Abbau der in großen und unerschlossenen Hochmoorflächen lagernden Torfmengen als auch deren industrielle Nutzung.
Weißtorf ist die helle, wenig zersetzte, Torfschicht in den oberen Moorlagen, die nach entsprechender Behandlung als wertvolles Bodenverbesserungsmittel abgesetzt wird (vgl. Aden 1963, S. 72f.). Der sich in den tieferen Lagen befindende, weniger zersetzte und dunklere Schwarztorf dient zur Produktion von Brenntorf (vgl. Haverkamp 1991, S. 209f.).
Durch die neu gebaute Werkbahn von Hesepe zum Meppener Emshafen wurden effektive und zeitsparende Transporte ermöglicht. Aufgrund der positiven Entwicklung dieses Betriebes wurde auf halber Strecke im Dorf Rühle, das unmittelbar an der Bahnstrecke lag, ein Torfkraftwerk in Betrieb genommen. Dadurch konnte der Torf ortsnah in Energie umgewandelt werden. Abbildung 3 zeigt ein original getreues Modell des ehemaligen Rühler Torfwerkes im Moormuseum Geeste.
1. Einleitung: Kurze Vorstellung der thematischen Ausrichtung der Untersuchung sowie der didaktischen Zielsetzung im Kontext des Erdkundeunterrichts.
2. Das Emsland: Geographische Einordnung des Landkreises Emsland sowie Analyse der historischen Entwicklung der Bevölkerungszahlen und Erwerbsstruktur.
3. Der Zeitraum von 1871 bis 1950: Betrachtung der ökonomischen Situation und der beginnenden verkehrsinfrastrukturellen Erschließung, geprägt durch die "Armenhaus"-Problematik und erste Markenteilungen.
4. Der Zeitraum von 1950 bis 1990: Analyse der Initialzündung durch den Emslandplan und den damit verbundenen wirtschaftlichen Strukturwandel sowie Infrastrukturausbau.
5. Der Zeitraum von 1990 bis heute: Untersuchung der wirtschaftlichen Entwicklung nach der Wiedervereinigung, insbesondere der tertiären Sektoren wie Tourismus und moderner Logistik.
6. Außerschulisches Lernen: Pädagogische und fachdidaktische Einordnung der Lernorte Schifffahrtsmuseum Haren, Moormuseum Geeste und Meyer-Werft Papenburg.
7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über die Bedeutung des Infrastrukturausbaus für die wirtschaftliche Entwicklung des Emslandes.
8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.
Emsland, Strukturwandel, Emslandplan, Verkehrsinfrastruktur, tertiärer Sektor, Moorkultivierung, Schifffahrt, Tourismus, außerschulische Lernorte, Geographieunterricht, Wirtschaftsentwicklung, Nordland-Papier, Meyer-Werft, Transrapid, Wirtschaftsgeographie
Die Arbeit befasst sich mit der verkehrs- und wirtschaftsgeographischen Entwicklung der Region Emsland unter besonderer Berücksichtigung des Wandels von einer agrarisch geprägten Region zum modernen Wirtschaftsstandort.
Zentrale Themen sind der historische Wandel der Erwerbsstruktur, die Bedeutung der Infrastruktur für die industrielle Ansiedlung sowie die fachdidaktische Nutzung der Region als außerschulischer Lernort.
Das Ziel ist es, die Transformation des Emslandes vom "Armenhaus" zur wirtschaftlich dynamischen Region aufzuzeigen und drei touristische Anziehungspunkte für den Erdkundeunterricht didaktisch zu erschließen.
Die Untersuchung basiert auf einer umfassenden Analyse von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und regionalgeschichtlichen Quellen, ergänzt durch didaktische Analysen zur Eignung spezifischer Lernorte.
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Zeiträume (1871-1950, 1950-1990, 1990-heute), in denen jeweils die ökonomische Situation, der Infrastrukturausbau und spezifische Projekte wie der Emslandplan oder die Meyer-Werft detailliert betrachtet werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Emsland, Strukturwandel, Emslandplan, Infrastruktur, tertiärer Sektor, Wirtschaftsentwicklung sowie außerschulische Lernorte.
Die Emsland GmbH fungierte ab 1951 als koordinierende Instanz für die Umsetzung des Emslandplans, indem sie sowohl die infrastrukturellen Maßnahmen finanzierte als auch die Ansiedlung von Industrieunternehmen aktiv förderte.
Die Meyer-Werft gilt als ein zentraler Innovationsmotor und Besuchermagnet, der durch seine Fähigkeit zur ständigen technologischen Anpassung (vom Segler zum Kreuzfahrtschiff) maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität und internationalen Bekanntheit des Emslandes beigetragen hat.
Das außerschulische Lernen ermöglicht Schülern eine "originale Begegnung" mit der Lebensrealität und fördert durch Primärerfahrungen das Verständnis für komplexere wirtschaftsgeographische Zusammenhänge, die über reine Textbuchinhalte hinausgehen.
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