Examensarbeit, 2017
35 Seiten, Note: 14
1. Einleitung
2. Konzentrationsfähigkeit
2.1 Konzentration(sstörungen) im Kontext der Schule
2.1.1 Mögliche schulische Ursachen für Konzentrationsstörungen
2.1.2 Mögliche außerschulische Ursachen für Konzentrationsstörungen
3. Kind-Umfeld-Analyse
3.1 informelle Diagnostik
3.1.1 Vorgeschichte und schulischer Werdegang
3.1.2 Darstellung der familiären Situation
3.1.3 Gespräch mit Ben
3.1.4 Beobachtungen zum Arbeits- und Sozialverhalten
3.1.5 Beobachtung von Bens Konzentrationsfähigkeit im Unterricht mithilfe des Beobachtungsbogens von Domsch/Krowatschek (2006)
3.2 Standardisierte Diagnostik
3.2.1 Testung der Konzentrationsfähigkeit mit TPK
4. Darstellung der zwei Ebenen der Konzentrationsförderung
4.1 Einzelförderung mit dem Marburger Konzentrationstraining
4.1.1 Aufbau der Einzelfördersequenzen
4.1.2 Beobachtungen im Verlauf der Einzelförderung
4.2 Interventionen im unterrichtlichen Rahmen (Schwerpunkt auf Arbeitsphase)
4.2.1 Exemplarische Beispiele aus dem Mathematikunterricht im Zeitraum 23.01. – 24.02.2017
5. Reflexion der Konzentrationsförderung
5.1 Beantwortung der Fragestellungen
5.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Konzentrationsförderung bei einem 12-jährigen Schüler mit Förderschwerpunkt Lernen. Ziel ist es, durch eine Kombination aus Einzelförderung und unterrichtsimmanenten Interventionen eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit sowie eine Verbesserung des Arbeits- und Sozialverhaltens zu erreichen und den Transfer dieser Erfolge in den Gruppenunterricht zu analysieren.
3.1.4 Beobachtungen zum Arbeits- und Sozialverhalten
Ich beobachtete Bens Arbeits- und Sozialverhalten im Zeitraum von zwei Wochen im Dezember 2016 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Arbeitslehre. Während erstere beiden Hauptfächer von mir unterrichtet werden, ist Frau X. seine Fachlehrerin in AL. Ben zeigte markante Verhaltensweisen in allen drei beobachteten Fächern, die im Folgenden kurz zusammengefasst werden sollen.
Hinsichtlich seines Arbeitsverhaltens lässt sich beobachten, dass Ben häufig zertreut und chaotisch wirkt in Bezug auf den Umgang mit Unterrichtsmaterialien. Arbeitsblätter aus vergangenen Stunden kann er häufig entweder nicht mehr in seinem Schulordner finden oder zieht sie stark zerknittert aus seinem Schulranzen heraus. Generell verliert Ben häufig Gegenstände, wie seine Bleistifte oder sogar Arbeitshefte, die dann oft unauffindbar bleiben (auch die Mutter kann zu Hause verloren gegangene Gegenstände wie ein Matheheft oder eine Unterrichtslektüre nicht finden). Im Unterrichtsgeschehen setzt sich die beobachtete Unstrukturiertheit während Arbeitsphasen fort. Hier fragt der Schüler häufig, was genau er machen solle. Selbst dann, wenn der Arbeitsauftrag zwei bis drei Mal wiederholt wurde. Während Arbeitsphasen sitzt er zum Teil hilflos wirkend vor seinem Arbeitsblatt und spricht Sätze aus, wie „Ich kapier das nicht!“, „Was soll man hier denn jetzt machen?“ oder „Das ist mir zu schwer“.
1. Einleitung: Vorstellung des Schülers Ben, seiner spezifischen Konzentrationsproblematik und der Motivation des Autors zur Durchführung dieser pädagogischen Intervention.
2. Konzentrationsfähigkeit: Theoretische Definition des Konzentrationsbegriffs, Abgrenzung zur Aufmerksamkeit und Analyse von schulischen sowie außerschulischen Ursachen für Konzentrationsstörungen.
3. Kind-Umfeld-Analyse: Detaillierte Fallanalyse des Schülers Ben mittels informeller Beobachtungen und standardisierter Diagnostik (TPK), um den individuellen Förderbedarf zu ermitteln.
4. Darstellung der zwei Ebenen der Konzentrationsförderung: Beschreibung der konkreten Maßnahmen, unterteilt in das Marburger Konzentrationstraining als Einzelförderung und die Implementierung förderlicher Strukturen im regulären Gruppenunterricht.
5. Reflexion der Konzentrationsförderung: Kritische Evaluation des Interventionserfolgs, Beantwortung der Forschungsfragen sowie ein Ausblick auf die Bedeutung pädagogischer Interventionen in inklusiven Settings.
Konzentrationsförderung, Marburger Konzentrationstraining, Sonderpädagogik, Förderschwerpunkt Lernen, Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Selbstinstruktion, Aufmerksamkeitsstörung, Unterrichtsstrukturierung, Leistungsmotivation, Diagnostik, Inklusion, Verhaltensvertrag, Lernklima, Evaluation.
Die Arbeit thematisiert die gezielte Förderung der Konzentrationsfähigkeit eines Schülers mit Lernschwierigkeiten durch pädagogische Maßnahmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Konzentrationsdiagnostik, der Anwendung des Marburger Konzentrationstrainings und der Übertragung von Förderelementen in den regulären Klassenunterricht.
Die zentrale Frage ist, ob sich durch gezielte Interventionen die Konzentrationsfähigkeit sowie das Arbeits- und Sozialverhalten des Schülers positiv beeinflussen lassen und wie der Transfer vom Einzel- in den Gruppenkontext gelingt.
Der Autor nutzt eine Kombination aus diagnostischen Testverfahren, einer intensiven Fallanalyse und einer pädagogischen Interventionsstudie mit Vorher-Nachher-Vergleichen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die diagnostische Erhebung des Schülerprofils sowie die konkrete Ausgestaltung und Durchführung der Einzelförderung und der unterrichtsbegleitenden Maßnahmen detailliert dokumentiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Konzentrationsförderung, Marburger Konzentrationstraining, Arbeitsverhalten, Diagnose und pädagogische Intervention.
Die Elternkooperation und ein häusliches Belohnungssystem erwiesen sich als essenzielle Bausteine, um die Motivation des Schülers zu steigern und den Erfolg der schulischen Maßnahmen zu unterstützen.
Der Schüler ist familiär hoch belastet; die Klärung oder Thematisierung dieser inneren Spannungen in ritualisierten Phasen des Unterrichts ist eine notwendige Voraussetzung, um ihn überhaupt zu konzentriertem Arbeiten zu befähigen.
Die Wirksamkeit wurde quantitativ durch einen Beobachtungsbogen (on-task/off-task-Verhalten) sowie qualitativ durch die Einschätzung der Arbeitsorganisation und der gesteigerten Selbstwirksamkeit des Schülers bewertet.
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