Bachelorarbeit, 2015
41 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 WISSENSCHAFTLICHE EINFÜHRUNG
2.1 FORSCHUNGSSTAND
2.2 VERSTÄNDNISBEGRIFFE UND THEORETISCHE ZUGÄNGE: RAUM, WOHNEN, WOHNKULTUR UND LEBENSSTIL
2.3 METHODISCHER ZUGRIFF
2.4 FRAGESTELLUNG
3 VORSTELLUNG DER STUDIENTEILNEHMER UND DEREN WOHNSITUATIONEN
3.1 C.
3.2 E.
3.3 I.
3.4 F.
3.5 J.
3.6 B.
4 ANALYSE DES ERHOBENEN MATERIALS
4.1 ERHEBUNGEN BEZÜGLICH DER WOHNSITUATION: RAUMSTRUKTUREN, EINRICHTUNG, FUNKTIONEN
4.1.1 FIXE MERKMALE
4.1.2 MOBILE MERKMALE
4.1.3 RAUMFUNKTIONEN
4.1.4 PERSÖNLICHE BEURTEILUNG DURCH DIE BEFRAGTEN
4.2 ANGABEN ZUM SOZIALLEBEN
4.2.1 FREIZEITAKTIVITÄTEN
4.2.2 UNTERNEHMUNGEN IM FREUNDESKREIS: PERSONEN, AKTIVITÄTEN, TREFFPUNKTE
4.2.3 LEBENSALLTÄGLICHE TÄTIGKEITEN
4.2.4 URLAUBS- BZW. HEIMFAHRVERHALTEN: FREQUENZ, ORTE, MITREISENDE
4.2.5 PERSÖNLICHE EINSCHÄTZUNGEN BZW. BEURTEILUNGEN
4.3 SCHLUSSSTATEMENTS DER BEFRAGTEN
5 INTERPRETATION UND THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.1 EINSCHRÄNKUNGEN DURCH RAUM, PERSONEN UND WOHNORT
5.2 GEMEINSCHAFTLICHE AKTIVITÄTEN INNERHALB UND AUßERHALB DER WOHNUNG
5.2.1 GEMEINSCHAFTLICH GENUTZTE RÄUME
5.2.2 TREFFPUNKTE IM ÖFFENTLICHEN RAHMEN
5.3 VERORTUNG DER FREUNDESKREISE
5.4 HEIMFAHR- UND URLAUBSVERHALTEN
5.5 „FOTOS“ ALS ZENTRALE OBJEKTE IN DEN ZIMMERN
6 FAZIT DER MIKROANALYTISCHEN STUDIE
Die Bachelor-Arbeit untersucht qualitativ anhand von sechs Fallbeispielen das Wohn- und Sozialverhalten von Studenten in Eichstätt. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie die individuelle Wohnform (Elternhaus, WG, Wohnheim) das Sozialleben der Studierenden prägt und welche Rolle Raumgestaltung, Einrichtung und persönliche Objekte dabei für die individuelle Lebenswelt und Identitätsbildung spielen.
5.5 „Fotos“ als zentrale Objekte in den Zimmern
In den verschiedenen Zimmern befinden sich zahlreiche Objekte. Es wurden einige außergewöhnliche Gegenstände in den Interviews auf die Frage nach „Lieblingsobjekten“ genannt, wie ein Spiegel der Großmutter und ein selbst restauriertes Kästchen, die im Zusammenhang mit „Mobilen Merkmalen“ innerhalb einer Wohnung thematisiert wurden. In diesem Punkt sollen besonders Fotografien in den Fokus genommen werden, da sie in jedem Zimmer vorhanden sind und eine unterschiedlich starke Bedeutung für die Befragten haben. Daher soll im Folgenden nach den verschiedenen Bedeutungen bzw. Funktionen gefragt werden, die den Fotografien in den Zimmer innewohnen. Zuerst soll betont werden, dass hier keine konkreten Parallelen bzw. Unterschiede bezüglich der Wohnformen oder der Geschlechter existieren. Exemplarisch werden hier die Wohnungsbilder von E., I., J. und B. herangezogen, da bei diesen die meisten Fotos vorhanden sind.
E. besitzt eine Fotowand hinter seiner Zimmertür, die sowohl Motive von Freunden mit und ohne ihn, Werbefotos, die unter anderem Schuhe oder Autos zeigen, und Veranstaltungsflyer beinhaltet. Diese Wand wirkt wie eine Erinnerungstafel an verschiedene Erlebnisse und Personen, zeigt aber auch durch die Werbefotos materielle Vorlieben. Da sie von E. selbst gestaltet wurde, ist in ihr auch eine selbstdarstellende Komponente verborgen: Sie dokumentiert, wie E. sich und sein Leben sieht bzw. anderen präsentieren möchte.
Auch B. besitzt zwei Wandbereiche, an denen viele Fotos angeheftet sind. Diese zeigen ausschließlich Aufnahmen von Erlebnissen mit Freunden und ihrem Partner. Einerseits sieht man eine Erinnerungs- und Repräsentationsvariante in ihren Reisefotos, andererseits zeigt die strukturierte Anordnung der Bilder ein dekoratives Element. Ein weitergehendes thematisches Konzept der Anordnung der Fotos ist nicht erkennbar. Im Gegensatz dazu ist im Wohnheimzimmer von I. lediglich ein Foto sichtbar an einer Wand aufgehängt. Es zeigt in einem großen Format eine posierende Theatergruppe mit I., gekleidet in antike Gewänder. Direkt neben diesem Foto hängt ein Plakat, das für die Aufführung dieser Theatergruppe wirbt. Die Tatsache, dass lediglich ein Foto zu finden ist, und die Anordnung neben einem Plakat über dasselbe Ereignis weist auf eine besondere Relevanz und persönliche Bedeutung für die Probandin hin.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema der mikroanalytischen Fallstudie über das studentische Wohnen in Eichstätt ein und motiviert die Forschungsfrage durch die persönliche Beobachtung der Autorin.
2 WISSENSCHAFTLICHE EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel verortet die Arbeit im Forschungsfeld der Wohnforschung und diskutiert theoretische Begriffe wie Raum, Wohnen, Wohnkultur und Lebensstil anhand einschlägiger Literatur.
3 VORSTELLUNG DER STUDIENTEILNEHMER UND DEREN WOHNSITUATIONEN: Die sechs Probanden der Studie werden mit ihren persönlichen Daten, Studienfächern und Wohnsituationen (Elternhaus, WG, Wohnheim) kurz vorgestellt.
4 ANALYSE DES ERHOBENEN MATERIALS: In diesem Hauptteil werden die erhobenen Interviews und Fotodokumentationen hinsichtlich Raumstrukturen, Einrichtung, Sozialleben und Freizeitverhalten der Teilnehmenden detailliert ausgewertet.
5 INTERPRETATION UND THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN: Die Ergebnisse aus der Analyse werden hier theoretisch eingeordnet, verglichen und auf Parallelen sowie Unterschiede zwischen den verschiedenen Wohnformen hin untersucht.
6 FAZIT DER MIKROANALYTISCHEN STUDIE: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die in der Einleitung aufgeworfene Frage nach dem Einfluss der Wohnform auf das soziale Leben der Studenten.
Studenten, Eichstätt, Wohnforschung, Europäische Ethnologie, Lebensstile, Wohnkultur, Mikroanalyse, Sozialleben, Raumgestaltung, Identitätsbildung, Wohnform, Wohnheim, Wohngemeinschaft, studentisches Leben, Lebensweltanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der studentischen Wohnkultur und dem sozialen Leben in der Universitätsstadt Eichstätt. Sie beleuchtet durch eine mikroanalytische Fallstudie, wie Studierende in verschiedenen Wohnformen leben und ihre Umgebung gestalten.
Die zentralen Themen sind das studentische Wohnen, die Aneignung von Raum durch Einrichtung und persönliche Objekte, die Gestaltung von Freizeit und das soziale Miteinander im privaten sowie öffentlichen Kontext.
Die Arbeit zielt darauf ab, zu ergründen, ob und wie unterschiedliche Wohnsituationen (bei Eltern, in WGs oder Wohnheimen) einen Einfluss auf das soziale Leben und die Lebensgestaltung der Eichstätter Studierenden ausüben.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Dieser umfasst leitfadengestützte Interviews mit sechs Probanden, kombiniert mit Teilnehmender Beobachtung bei Wohnungsbesichtigungen inklusive Fotodokumentation zur Lebensweltanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wohnsituation (Raumstrukturen, Funktionen, Einrichtung) und die Untersuchung des Soziallebens (Freizeitaktivitäten, Freundeskreise, Heimfahrverhalten), ergänzt durch die persönliche Einschätzung der Befragten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Wohnkultur“, „Lebensstil“, „Raumaneignung“, „Mikroanalyse“ sowie durch die spezifische studentische Perspektive und die Bedeutung von Erinnerungsobjekten geprägt.
Fotos fungieren als zentrale Objekte mit Multifunktionalität. Sie dienen der Repräsentation der eigenen Persönlichkeit, als dekorative Elemente und vor allem als emotionale Stütze zur Bewältigung der Distanz zu wichtigen Bezugspersonen in der Heimat.
Generell sind die Studierenden mit ihrer Situation zufrieden, auch wenn sie kleine Mängel oder Modernisierungswünsche äußern. Auffällig ist bei den bei den Eltern wohnenden Befragten der Wunsch nach einem Umzug in die Stadt Eichstätt, um das „echte“ Studentenleben intensiver zu erleben.
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