Diplomarbeit, 2002
102 Seiten, Note: 2,7
TEIL I GRUNDLAGEN
1. EINFÜHRUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. SYSTEMATISIERUNG UND BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG
2.1 Systematisierung des Fusionsbegriffs
2.2 Die echte Fusion
3. INTEGRATIONSARTEN UND FUSIONSMOTIVE
3.1 Integrationsarten
3.2 Motive und Ursachen für Unternehmenszusammenschlüsse
3.2.1 Die Effizienstheorie
3.2.2 Die Monopoltheorie
3.2.3 Andere M&A-Theorien
4. ERFOLG VON ZUSAMMENSCHLÜSSEN
4.1 Erfolgsbegriff und Erfolgswahrscheinlichkeit
4.2 Einflußgrößen des Zusammenschlußerfolgs
4.2.1 Der strategische Fit
4.2.2 Der organisatorische Fit
4.2.3 Der Zusammenschlußprozeß
4.2.4 Entwicklung eines Gesamtkonzeptes
4.3. Das Konzept der kritischen Erfolgsfaktoren
TEIL II STRATEGISCHE ERFOLGSFAKTOREN
5. ZUSAMMENSCHLUßSTRATEGIE
5.1 Faktische Relevanz von Erfolgsfaktoren
5.2 Zusammenschlußintensität
5.3 Richtung der Diversifikation
5.4 Größenverhältnis der am Zusammenschluß beteiligten Unternehmen
5.5 Auslandsorientierung
5.6 Qualität des erwerbenden Managements
5.7 Cash-Flow des erwerbenden Unternehmens
5.8 Organisatorisches Alter
5.9 Schlußfolgerungen
6. PHASENKONZEPT DES FUSIONSPROZESSES
6.1 Strategische Analyse und Konzeptionsphase
6.1.1 Unternehmensanalyse
6.1.1.1 Die Unternehmensvision
6.1.1.2 Strategische Erfolgspotentiale
6.1.1.3 Unternehmensgesamtstrategie
6.1.1.4 Wachstumsstrategien
6.1.1.5 Geschäftsfeldstrategie
6.1.2 Instrumente der Unternehmensanalyse
6.1.2.1 Die Wertkettenanalyse resp. Potentialanalyse
6.1.2.2 Unternehmensvision respektive Unternehmensleitbild
6.1.2.3 Portfolio-Analyse
6.1.2.4 Kernkompetenztest
6.1.3 Wettbewerbs- und Akquisitionsumfeldanalyse
6.1.3.1 Umweltanalyse
6.1.3.2 Analyse des Fusionsumfeldes
6.1.3.3 Geschäftsfeldorientierte Analyse
6.1.4 Formulierung der Fusionsstrategie
6.2 Transaktionsphase
6.2.1 Identifikation geeigneter Unternehmen und Selektionsprozeß
6.2.2 Kontaktaufnahme
6.2.3 „Letter Of Intent“ und vorvertragliche Verhandlungen
6.2.4 Due Diligence
6.2.5 Unternehmensbewertung und Kaufpreisermittlung
6.2.5.1 Quantitative Verfahren der Unternehmensbewertung
6.2.5.2 Die Wertsteigerunganalyse
6.2.5.3 Strategische Unternehmensbewertung
6.2.6 Abwicklung resp. Vertragsgestaltung
6.3 Integrationsphase
Die Arbeit untersucht die strategischen Erfolgsfaktoren bei Unternehmenszusammenschlüssen und Fusionen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie ein systematischer Fusionsprozess geplant und realisiert werden kann, um eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen und die hohe Fehlentwicklungsquote bei Transaktionen zu senken.
6.1.1.2 Strategische Erfolgspotentiale
Aufbauend auf den Vorüberlegungen der Vision ist der nächste Schritt, ein Fähigkeitsprofil der Unternehmung abzuleiten. Jedes Unternehmen sollte in einigen bestimmten Bereichen „Skills“ aufweisen, die sie von der Konkurrenz abhebt. Zudem ist nach übereinstimmender Meinung innerhalb der Literatur das primäre Ziel des strategischen Managements in der Sicherung der langfristigen Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu sehen. Zur Operationalisierung eben dieses doch recht globalen Zieles wird in der deutschsprachigen Literatur auf das Konzept von GÄLWEILER zurückgegriffen. Grundsätzlich eignet sich jeder unternehmerische Bereich zum Aufbau von strategischen Erfolgspotentialen: Eine Unternehmung entwickelt ein der Konkurrenz überlegenes Produkt, oder sie besitzt in einem speziellen Markt das profilierteste Image, oder ist mit innovativer Produktionstechnologie ausgestattet. Dabei kann sich das Unternehmen operativ oder strategisch abheben, um sich kurzfristig gegenüber den Konkurrenten zu profilieren, oder langfristig einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.
So läßt sich die Erfolgsgeschichte von IBM auf die SEP Kundenservice zurückführen. Rolls Royce hat SEP im Bereich Image und Qualität aufgebaut, bei Procter und Gamble ist es die Produktqualität und das besondere Marketing-Know-How.
Die Anzahl der Festzulegenden SEP sollte sich im überschaubaren Rahmen halten. Die SEP sind bei der Formulierung der Fusionsstrategie somit als Ausgangspunkt heranzuziehen, um die vorhanden Stärken weiter auszubauen.
1. EINFÜHRUNG: Erläutert die wachsende Bedeutung von Fusionen und Akquisitionen als strategisches Wachstumsinstrument und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. SYSTEMATISIERUNG UND BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG: Differenziert zwischen verschiedenen Formen und rechtlichen Definitionen von Unternehmenszusammenschlüssen.
3. INTEGRATIONSARTEN UND FUSIONSMOTIVE: Analysiert theoretische Erklärungsmodelle (z. B. Effizienzhypothese) für die Entscheidung zu einer Fusion.
4. ERFOLG VON ZUSAMMENSCHLÜSSEN: Diskutiert die Erfolgsquoten von Transaktionen und führt das Konzept der kritischen Erfolgsfaktoren ein.
5. ZUSAMMENSCHLUßSTRATEGIE: Untersucht empirisch relevante Faktoren wie Diversifikationsrichtung und Managementqualität auf ihren Einfluss auf den Fusionserfolg.
6. PHASENKONZEPT DES FUSIONSPROZESSES: Bietet einen detaillierten Leitfaden für die praktische Durchführung – von der Analyse über die Transaktion bis zur Integration.
Unternehmenszusammenschluss, Fusion, Akquisition, M&A, Strategisches Management, Unternehmenserfolg, Wertsteigerung, Shareholder-Value, Synergiepotenziale, Fusionsprozess, Due Diligence, Diversifikation, Kernkompetenz, Unternehmensbewertung, Integrationsmanagement.
Die Arbeit behandelt die strategische Planung und Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfolgsfaktoren.
Zu den Kerngebieten zählen die theoretische Fundierung von M&A-Motiven, die Analyse kritischer Erfolgsfaktoren sowie die operative Gestaltung der Phasen des Fusionsprozesses.
Das primäre Ziel besteht darin, einen konzeptionellen Einblick zu vermitteln, wie Unternehmen Fusionen professionell planen und realisieren können, um den Shareholder-Value nachhaltig zu steigern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und theoretischer Ansätze zur Strategieformulierung und Unternehmensbewertung bei Fusionen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Grundlagen der Fusionsmotive und die detaillierte Darstellung des phasenorientierten Fusionsmanagements, inklusive strategischer Analyse und Transaktionsgestaltung.
Wesentliche Begriffe sind M&A, Wertsteigerung, Synergien, strategische Erfolgspotentiale, Due Diligence und Integrationsmanagement.
Laut der Arbeit dienen Kernkompetenzen als notwendiger Gradmesser für die Ausrichtung einer Fusion, um sicherzustellen, dass das neue Unternehmen langfristige Wettbewerbsvorteile aufbauen kann.
Der Autor weist auf die ambivalente Rolle hin: Während ein kompetentes Management für die Realisierung von Synergien entscheidend ist, können Selbstüberschätzung und Hybris bei erfahrenen Managern den Erfolg gefährden.
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