Examensarbeit, 2004
92 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Satire
2.2 Comedy
3. Geschichte der einzelnen Formate
3.1 TV Total
3.2 Extra 3
3.3 Titanic – Das endgültige Satiremagazin
3.4 Vergleich
4. Selbstverständnis der einzelnen Formate
4.1 TV Total
4.2 Extra 3
4.3 Titanic
4.4 Vergleich
5. Typische Themen
5.1 TV Total
5.2 Extra 3
5.3 Titanic
6. Der typische Aufbau einer Ausgabe
6.1 TV Total
6.2 Extra 3
6.3 Titanic
6.4 Vergleich
7. Genauere Untersuchung von „TV Total“
7.1 Stand-Up
7.2 Einspieler
7.3 Umgang mit Gästen
7.4 Interaktion mit dem Publikum
7.5 Aktionen und deren Inszenierung
7.6 Raab und die Musik
7.7 Satirische Elemente
7.8 Selbstironie
7.9 Fazit – Thematische und stilistische Schwerpunkte
8. Genauere Untersuchung von „extra 3“
8.1 Der Moderator
8.2 „Klaus“
8.3 Beiträge
8.4 Das „Dossier“ und der Gast
8.5 Weitere Rubriken
8.6 Fazit
9. Genauere Untersuchung der „Titanic“
9.1 Cartoons
9.2 Lyrik
9.3 „Briefe an die Leser“
9.4 „Vom Fachmann für Kenner“
9.5 Beiträge
9.6 Aktionen
9.7 „Partner Titanic“
9.8 Fazit
10. Vergleich einzelner Aspekte
10.1 Der Moderator
10.2 Geschlossene Struktur, Rückbezüge und „Running Gags“
10.3 Thematische Schwerpunkte
10.4 Innovation
10.5 Den Rahmen sprengen
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit vergleicht die Formate „TV Total“, „extra 3“ und „Titanic“ hinsichtlich ihrer Ausgestaltung von Komik, um das Verhältnis von Satire und Comedy in den deutschen Medien zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Formate gesellschaftskritische Ziele verfolgen oder primär der Unterhaltung dienen.
1. Einleitung
Den Deutschen haftet im Ausland oft das unbegründete Vorurteil an, humorlos zu sein. Selbstverständlich sind Deutsche nicht mehr und nicht weniger lustig als ihre mitteleuropäischen Nachbarn oder, was das angeht, jedes andere Volk der Welt. Sicherlich hat man noch heute mit einer tragischen Geschichte zu kämpfen und viele Jahrzehnte galt es, vor allem bei Intellektuellen, als unangemessen, Komik zu produzieren. Diese Einstellung hat sich aber im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Und spätestens seit dem Beginn des Privatfernsehens Anfang der achtziger Jahre wird Unterhaltungskomik wieder geradezu industriell hergestellt. Humor ist Mainstream, deswegen für die Unterhaltungsindustrie unverzichtbar.
„Humor unterliegt einem allgemeinen Banalitätsverdacht.“ (Bleicher, 2003, S.76) In dieser Ausgabe wird aber nicht davon ausgegangen, dass Komik zu den niederen Formen der Literatur gehört.
In dieser Arbeit soll ein Querschnitt dessen gezeigt werden, was heute an seriell Komischem geboten wird. Das Augenmerk liegt hier auf dem Fernsehen und auf Zeitschriften, im Speziellen auf den Fernsehsendungen „TV Total“ und „extra 3“ und dem Magazin „Titanic“. Mit diesen drei Formaten erhält man einen guten Überblick über die aktuelle Situation in der Komiklandschaft.
Es findet ein Vergleich der drei genannten Formate statt, der wie folgt aufgeteilt ist: Nach den Definitionen der im Titel enthaltenen Begriffe „Satire“ und „Comedy“ werden allgemeine Tatsachen verglichen, die sich auf die Konzepte der Produktionen, ihr Selbstverständnis, ihre Geschichte, ihre Lieblingsthemen und den Aufbau einer typischen Ausgabe konzentrieren.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der deutschen Komiklandschaft vom Banalitätsverdacht hin zum Mainstream-Produkt und definiert den Rahmen der Untersuchung.
2. Definitionen: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten von „Satire“ als aggressiver Schreibart und „Comedy“ als reiner Unterhaltungsform voneinander abgegrenzt.
3. Geschichte der einzelnen Formate: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung und Entwicklung der drei untersuchten Formate bis zum Jahr 2004 nach.
4. Selbstverständnis der einzelnen Formate: Es wird analysiert, welchen Anspruch die Produktionen an sich selbst stellen und wen sie als Zielgruppe definieren.
5. Typische Themen: Die Kapitelabschnitte untersuchen die inhaltlichen Schwerpunkte, wobei das Fernsehen bei „TV Total“ und die Politik bei „extra 3“ und „Titanic“ dominieren.
6. Der typische Aufbau einer Ausgabe: Es wird die formale Struktur der Sendungen bzw. des Magazins sowie das Prinzip der regelmäßigen Rubriken erläutert.
7. Genauere Untersuchung von „TV Total“: Eine detaillierte Analyse der Sendeelemente wie Stand-Up, Einspieler und der Rolle Stefan Raabs.
8. Genauere Untersuchung von „extra 3“: Analyse des politisch-satirischen Magazins mit Fokus auf die Rolle des Moderators und spezifische satirische Beiträge.
9. Genauere Untersuchung der „Titanic“: Untersuchung der verschiedenen Rubriken des Magazins, von Cartoons über Lyrik bis hin zu satirischen Aktionen.
10. Vergleich einzelner Aspekte: Die Formate werden hinsichtlich ihrer Moderatoren, Strukturen, Themen und Innovationskraft direkt gegenübergestellt.
11. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die fundamentale Differenz zwischen der zweckfreien Comedy und der politisch-didaktischen Satire hervorgehoben wird.
Satire, Comedy, TV Total, extra 3, Titanic, Fernsehunterhaltung, Komik, Parodie, Karikatur, Medienkritik, Stefan Raab, Thomas Pommer, Neue Frankfurter Schule, politische Satire, Unterhaltungsindustrie.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Satire und Comedy in der deutschen Medienlandschaft anhand von drei beispielhaften Formaten.
Die zentralen Felder sind die Definition von Komik, die Struktur der Formate, deren Selbstverständnis sowie die angewandten satirischen Stilmittel.
Das Ziel ist der Nachweis, dass Satire und Comedy nicht als strikte Gegensätze zu verstehen sind, sondern fließende Übergänge aufweisen und unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen erfüllen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der ausgewählte Ausgaben der drei Medienformate strukturell und inhaltlich auf ihre satirischen und komödiantischen Elemente untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der einzelnen Formate (Geschichte, Selbstverständnis, Themen, Aufbau) und einen anschließenden direkten Vergleich dieser Aspekte.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Satire, Comedy, Medienkritik und die spezifischen Eigennamen der untersuchten Formate.
Die Sendung repräsentiert beispielhaft die moderne, kommerzielle Fernseh-Comedy, die primär unterhalten will und das Medium Fernsehen selbst zum Thema macht.
„Titanic“ als Printmedium erlaubt eine größere inhaltliche Bandbreite und nutzt zusätzlich zu Bild und Text spezifische literarische Stilmittel wie Lyrik und Karikaturen, die im Fernsehen so nicht realisierbar sind.
„extra 3“ zeichnet sich durch seinen expliziten Anspruch als politisch-satirisches Magazin aus, das im Gegensatz zu „TV Total“ nicht nur unterhalten, sondern Missstände anprangern will.
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