Diplomarbeit, 2004
40 Seiten, Note: 2,25
1. Einleitung
2. Standortfaktoren und Standortwahl
2.1 Arbeitskräfte und –kosten
2.2 Steuern und Fördermittel
2.3 Allgemeine Infrastruktur
2.4 Grundstücke
2.5 Agglomeration und Absatzmärkte
2.6 Weiche Standortfaktoren
3. Besonderheiten der Standortfaktoren und der Industriepolitik in den neuen Bundesländern
3.1 Arbeitskräfte und –kosten
3.2 Infrastruktur
3.3 Fördermöglichkeiten und Steuern
3.4 Agglomerationsvorteile durch Clusterbildung
4. Auswirkung der EU-Osterweiterung auf die ostdeutschen Wirtschaftsstandorte
5. Das mitteldeutsche Chemieparkkonzept
5.1 Chemiepark Leuna
5.2 Chemiepark Bitterfeld-Wolfen
5.3 ValuePark Buna Schkopau
5.4 Bewertung der Standortfaktoren in Leuna, Bitterfeld/Wolfen und Schkopau
6. Fazit und abschließende Betrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die spezifischen Probleme und Besonderheiten von Standortfaktoren in den neuen Bundesländern. Ziel ist es, den Einfluss dieser Faktoren auf die Standortentscheidung von Unternehmen zu analysieren und zu bewerten, unter besonderer Berücksichtigung der industriellen Transformation und der Auswirkungen durch die EU-Osterweiterung.
1. Einleitung
Die Wahl des Standortes eines Unternehmens, sei es bei Neugründung, Verlegung oder Ausgliederung, ist in der Regel eine langfristige Entscheidung, die ab einer bestimmten Unternehmensgröße kaum noch revidierbar ist. Bei den Überlegungen zur Wahl des Standortes spielt das optimale Verhältnis von standortabhängigen Kosten und Erträgen, also der langfristig zu erwartende Nettogewinn, die größte Rolle.
Das Abwägen von Kosten- und Absatz- bzw. Ertragsvorteilen stellt sich als Entscheidungsgrundlage der Wahl des optimalen Standortes dar. Eine gängige Vorgehensweise bei der Standortplanung zur Identifizierung und Bewertung relevanter Informationsbereiche im Unternehmen und der Umwelt ist hierbei die Bestimmung der Standortfaktoren.
Auch auf die Wanderungstendenzen der Unternehmen haben die Standortfaktoren einen signifikanten Einfluss. Es existiert eine Korrelation zwischen der Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Standort und dessen Standortfaktoren und dem Wunsch, den Standort zu verlagern.
Der Begriff des Standortfaktors wurde erstmals 1909 von Alfred Weber verwendet. Er bezeichnete damit „einen seiner Art nach scharf abgegrenzten Vorteil, der für eine wirtschaftliche Tätigkeit dann eintritt, wenn sie sich an einem bestimmten Ort oder auch generell an Plätzen bestimmter Art vollzieht.“ Heute jedoch versteht man darunter in weiterer Auslegung des Begriffes alle positiven und negativen Einflussgrößen eines Standortes auf ein Unternehmen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Standortwahl und Definition des Begriffs Standortfaktor.
2. Standortfaktoren und Standortwahl: Detaillierte Darstellung der klassischen Standortfaktoren wie Arbeitskosten, Steuern, Infrastruktur und Agglomerationsvorteile.
3. Besonderheiten der Standortfaktoren und der Industriepolitik in den neuen Bundesländern: Untersuchung der spezifischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen für Unternehmen in Ostdeutschland.
4. Auswirkung der EU-Osterweiterung auf die ostdeutschen Wirtschaftsstandorte: Analyse der Chancen und Risiken durch die EU-Erweiterung für die neuen Bundesländer.
5. Das mitteldeutsche Chemieparkkonzept: Beschreibung eines speziellen Modells zur Optimierung von Standortfaktoren anhand der Beispiele Leuna, Bitterfeld-Wolfen und Schkopau.
6. Fazit und abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der künftigen Entwicklungspotenziale und notwendigen Strategien für die neuen Bundesländer.
Standortfaktoren, Standortwahl, neue Bundesländer, Chemiepark, Industriepolitik, Arbeitskosten, Infrastruktur, EU-Osterweiterung, Agglomerationsvorteile, Clusterbildung, Strukturwandel, Investitionen, Wirtschaftsförderung, Standortqualität, Transformation
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse der Standortbedingungen für Unternehmen in den neuen Bundesländern unter Berücksichtigung historisch gewachsener Besonderheiten.
Die zentralen Themen sind Standortfaktoren (hart und weich), die strukturelle Umgestaltung der ostdeutschen Wirtschaft, das Chemieparkkonzept als Optimierungsinstrument sowie die Auswirkungen der EU-Osterweiterung.
Das Ziel ist die Untersuchung der Probleme und Besonderheiten der Standortfaktoren in den neuen Bundesländern, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit dieser Regionen für Investoren zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Untersuchung praktischer Fallbeispiele (Chemieparks in Mitteldeutschland) und wertet bestehende Standortstudien sowie Wirtschaftsdaten aus.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Standortfaktoren (Arbeit, Steuern, Infrastruktur), vergleicht diese mit den Gegebenheiten vor der Wiedervereinigung und bewertet neue Ansätze wie die Clusterbildung.
Standortfaktoren, neue Bundesländer, Chemieparkkonzept, EU-Osterweiterung, Industriepolitik und Strukturwandel sind die prägenden Begriffe.
Es bündelt Infrastruktur und Serviceleistungen in einer Hand durch einen Betreiber, um Synergien zu nutzen, Fixkosten zu teilen und Unternehmen von nicht-kernaufgaben zu entlasten.
Sie bietet neue Marktchancen durch den Wegfall von Handelsbarrieren, erhöht aber gleichzeitig den Wettbewerbsdruck durch Standorte in Osteuropa mit noch geringeren Arbeitskosten.
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