Bachelorarbeit, 2004
45 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Die Theorie der Systemtransformation
2.1 Transformationsbegriffe
2.2 Transformationstheorien
2.3 Transformationsverlauf
3. Die Systemtransformation in Südkorea
3.1 Der geschichtliche Hintergrund
3.1.1 Der Sprung in die Moderne
3.1.2 1948-1988 – die fünf Republiken
3.2 Die Transition
3.2.1 Die Institutionalisierungsphase
3.2.2 Die Konsolidierungsphase
4. Die Systemtransformation in der DDR
4.1 Das Ende des alten Regimes
4.2 Die Institutionalisierung der Demokratie
4.3 Die Konstitutionalisierung der Demokratie
5. Nordkorea
5.1 Die Entwicklung Nordkoreas
5.2 Transition in Nordkorea: Utopie oder Vision?
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht politische Transformationsprozesse anhand der Fallbeispiele Südkorea und DDR, um daraus Rückschlüsse auf eine mögliche zukünftige Transition in Nordkorea sowie die Perspektiven einer Wiedervereinigung zu ziehen.
3.1.1 Der Sprung in die Moderne
1943 wurde durch die Alliierten auf der Konferenz von Kairo die Unabhängigkeit Koreas beschlossen und kurz bevor die japanischen Truppen kapitulierten, wurde der Norden Koreas von sowjetischen, der Süden Koreas von amerikanischen Truppen besetzt. Nach Kriegsende wurde Korea durch eine Demarkationslinie entlang des 38. Breitengrades in zwei Zonen getrennt. Verhandlungen über ein ungeteiltes Gesamtkorea scheiterten 1946 endgültig. Ein UNO-Beschluss von 1947, nach dem landesweite Wahlen stattfinden sollten, scheiterte im Norden an der Weigerung der sowjetischen Besatzer, so dass diese Wahlen lediglich im Süden stattfanden und sich 1948 die Republik Südkorea und dann kurz darauf die Demokratische Volksrepublik Choson (Nordkorea) als eigenständige Staaten proklamierten. Kim Il Sung wurde Partei- und Regierungschef im Norden, Syngman Rhee wurde als erster Präsident im Süden gewählt.
Am 25. Juni 1950 startete der Norden einen nichtprovozierten Angriff auf den Süden, der durch eine Intervention von UNO-Truppen unter General MacArthur letztlich zurückgeschlagen werden konnte und der dann im Juli 1953 in einem Waffenstillstandsvertrag, aber bis heute in keinem Friedensvertrag endete. Diese Ereignisse prägten das eisige Verhältnis zwischen beiden Staaten, das erst vor kurzem durch die „Sonnenscheinpolitik“ des früheren Präsidenten Südkoreas, Kim Dae Jung, eine Verbesserung erfuhr.
1. Einleitung: Die Einleitung kontrastiert die unterschiedliche Entwicklung der koreanischen Halbinsel sowie Deutschlands und skizziert das Forschungsziel der Untersuchung von Transformationsprozessen.
2. Die Theorie der Systemtransformation: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe, Arten und theoretische Stränge (System-, Struktur-, Kultur- und Akteurstheorien) der Transformationsforschung nach Wolfgang Merkel.
3. Die Systemtransformation in Südkorea: Hier wird der historische Weg Südkoreas von der Teilung über die Militärdiktaturen bis hin zur erfolgreichen demokratischen Transition und Konsolidierung nach 1987 detailliert analysiert.
4. Die Systemtransformation in der DDR: Das Kapitel behandelt den Zusammenbruch des SED-Regimes, den Institutionalisierungsprozess der deutschen Einheit und die spezifischen Herausforderungen der politischen und gesellschaftlichen Transformation im Osten Deutschlands.
5. Nordkorea: Es wird der Zustand des nordkoreanischen Staates als isoliertes Regime beschrieben und diskutiert, ob und wie dort unter den gegebenen Umständen ein Systemwandel stattfinden könnte.
6. Ausblick: Der Ausblick schlussfolgert, dass eine Wiedervereinigung Koreas nach deutschem Vorbild aufgrund politischer und wirtschaftlicher Diskrepanzen in absehbarer Zukunft nicht realisierbar erscheint.
Systemtransformation, Südkorea, DDR, Nordkorea, Demokratisierung, Wiedervereinigung, Transition, Konsolidierung, Wolfgang Merkel, Transformationsforschung, politische Transformation, Diktatur, Regimewechsel, Transformationstheorie, Transformation der DDR.
Die Arbeit untersucht politische Transformationsprozesse und vergleicht diese am Beispiel von Südkorea und der DDR, um die Übertragbarkeit dieser Erfahrungen auf eine mögliche Transition in Nordkorea zu prüfen.
Die Arbeit fokussiert sich auf Transformationstheorien, die historische Entwicklung Südkoreas, den Zusammenbruch des DDR-Regimes sowie die politische Stabilität Nordkoreas.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob eine Wiedervereinigung der beiden koreanischen Staaten nach deutschem Vorbild möglich ist und welche Transformations- oder Transitionsmechanismen hierfür relevant wären.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Vergleichsanalyse, die auf Basis der Transformationsforschung von Wolfgang Merkel Fallbeispiele (Südkorea, DDR) untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine detaillierte Analyse der Transformationsprozesse in Südkorea und der DDR sowie eine kritische Bewertung der Situation in Nordkorea.
Zentrale Begriffe sind Systemtransformation, Transition, Demokratisierung, Konsolidierung, Nordkorea, Südkorea und Wiedervereinigung.
Im Gegensatz zur DDR fehlte in Nordkorea bisher der Zugang zu Informationen von außen, was die Entstehung eines Protestpotentials durch eine konsequente Isolations- und Propagandapolitik unterbindet.
Die Autor sieht die Wiedervereinigung aufgrund der immensen wirtschaftlichen Diskrepanzen, der fehlenden Kompromissbereitschaft der nordkoreanischen Führung und der noch nicht vollständig konsolidierten Demokratie im Süden als in absehbarer Zeit nicht durchführbar an.
Die Juche-Ideologie dient als „Leitkultur“ und atheistische Staatsreligion, die Nordkorea gegenüber Reformen wie Glasnost oder Perestroika resistent macht und den Abschottungskurs legitimiert.
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