Diplomarbeit, 2005
93 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kasachstan im Überblick
2.1 Geographische Lage
2.2 Demographie
2.3 Innenpolitische Situation
2.4 Außenpolitik
2.5 Wirtschaftliche Situation
3. Kasachstan und ausgewählte internationale Kooperationen
3.1 Kasachstan und Zentralasien
3.2 Kasachstan und Russland
3.3 Kasachstan und China
3.4 Kasachstan und die Länder der Europäischen Union
3.5 Kasachstan und Deutschland
4. Die wirtschaftliche Entwicklung Kasachstans seit Erklärung der Unabhängigkeit im Jahre 1991 anhand ausgewählter makroökonomischer Daten
4.1 Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP)
4.2 Entwicklung der Verbraucherpreise
4.3 Außenhandel
4.3.1 Export
4.3.2 Import
4.4 Ausländische Direktinvestitionen
4.5 Zahlungsbilanz
4.5.1 Leistungsbilanz
4.5.2 Kapitalverkehrsbilanz
4.6 Staatshaushalt
5. Fluch der natürlichen Ressourcen und „holländische Krankheit“ („Dutch Disease“)
5.1 Theoretischer Teil
5.1.1 Fluch der Ressourcen
5.1.1.1 Anzeichen
5.1.1.1.1 Geringes Wirtschaftswachstum
5.1.1.1.2 Entwicklung des Lebensstandards
5.1.1.1.3 Regierungsführung
5.1.1.1.4 Gewalt und Gefährdung von Menschenrechten
5.1.1.2 Gründe für das schwache Wirtschaftswachstum
5.1.1.2.1 Schwankender Erdölpreis
5.1.1.2.2 Entstehung von Rentenstaaten
5.1.1.2.3 Korruption
5.1.1.2.4 Vernachlässigte Bildung
5.1.1.2.5 Exportwachstum
5.1.1.3 Rohstoffreichtum gleich Fluch?
5.1.2 „Holländische Krankheit“ („Dutch Disease“)
5.1.3 Lösungsansätze
5.1.3.1 Mehr Transparenz
5.1.3.2 Stabilisierungsfonds und direkte Umverteilung an die Bevölkerung
5.2 Analyse Kasachstans
6. „Strategie der industriellen und innovativen Entwicklung der Republik Kasachstan von 2003 bis 2015“
7. Abschluss
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Transformation Kasachstans seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 vor dem Hintergrund einer starken Abhängigkeit von Rohstoffexporten. Dabei wird analysiert, inwieweit das Land von den ökonomischen Phänomenen des „Fluchs der natürlichen Ressourcen“ sowie der „holländischen Krankheit“ betroffen ist und welche Strategien zur industriellen Diversifizierung verfolgt werden.
1. Einleitung
Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und nach der Erklärung seiner Unabhängigkeit zerbrachen für Kasachstan, wie für die anderen ehemaligen Sowjetstaaten, die gewohnten Wirtschaftsstrukturen. Bis zu diesem Zeitpunkt war die kasachische Industrie fest eingebunden in das sowjetische Produktionssystem. Sie war spezialisiert auf Landwirtschaft, Metallurgie und den Abbau von Rohstoffen. Nun mussten neue Absatzwege gefunden, neue Kontakte geknüpft und wirtschaftliche Beziehungen sowie eine eigene Industrie aufgebaut werden.
Seit dem Beginn der Transformation Kasachstans tendiert die wirtschaftliche Neuausrichtung des Landes in Richtung Westen. Einer der wichtigsten Partner dabei ist Deutschland. Der bilaterale Warenaustausch mit einem Gesamtvolumen von 1,9 Milliarden Euro im Jahre 2003 entspricht jedoch bei weitem noch nicht den beiderseitigen Möglichkeiten. Deutschland belegte damit bei den Handelsbeziehungen den 3. Platz (deutsche Statistik). Betrachtet man die bisher in Kasachstan von ausländischen Investoren getätigten Direktinvestitionen stellt man fest, dass in diesem Bereich deutsche Unternehmen sehr zurückhaltend agierten.
1. Einleitung: Beschreibt den historischen Kontext der Transformation Kasachstans nach dem Zerfall der Sowjetunion sowie das wachsende, aber noch ausbaufähige Interesse deutscher Unternehmen.
2. Kasachstan im Überblick: Vermittelt einen grundlegenden Überblick über Geographie, Bevölkerung, politische Stabilität und die außenpolitische Ausrichtung des Landes.
3. Kasachstan und ausgewählte internationale Kooperationen: Beleuchtet die Beziehungen zu den zentralasiatischen Nachbarn, Russland, China, der EU und insbesondere Deutschland.
4. Die wirtschaftliche Entwicklung Kasachstans seit Erklärung der Unabhängigkeit im Jahre 1991 anhand ausgewählter makroökonomischer Daten: Analysiert den Transformationsprozess mittels makroökonomischer Indikatoren wie BIP, Inflation und Handelsdaten.
5. Fluch der natürlichen Ressourcen und „holländische Krankheit“ („Dutch Disease“): Erörtert theoretisch die Gefahren von Rohstoffabhängigkeit und analysiert die spezifische Situation Kasachstans hinsichtlich dieser Risiken.
6. „Strategie der industriellen und innovativen Entwicklung der Republik Kasachstan von 2003 bis 2015“: Untersucht das staatliche Programm zur wirtschaftlichen Diversifizierung und den Aufbau einer weiterverarbeitenden Industrie.
7. Abschluss: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten sowie die Investitionschancen für deutsche Unternehmen.
Kasachstan, Ökonomische Transformation, Rohstoffexport, holländische Krankheit, Fluch der Ressourcen, BIP-Wachstum, Direktinvestitionen, industrielle Entwicklung, Diversifizierung, Wirtschaftsbeziehungen, Deutschland, Zentralasien, Strukturwandel, Inflationsbekämpfung, Innovationsförderung.
Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung Kasachstans nach dem Zerfall der Sowjetunion und untersucht die Herausforderungen, die durch die starke Abhängigkeit von Rohstoffvorkommen entstehen.
Die zentralen Themen umfassen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die internationale Kooperation, die theoretische Problematik von Rohstoffabhängigkeiten und die staatliche Strategie zur industriellen Diversifizierung.
Das primäre Ziel ist es, den wirtschaftlichen Transformationsprozess Kasachstans zu bewerten und zu prüfen, inwieweit das Land den Gefahren der Rohstoffabhängigkeit erfolgreich begegnet.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung makroökonomischer Daten, um die wirtschaftliche Situation und die Erfolgsaussichten der kasachischen Strategien zu bewerten.
Der Hauptteil behandelt die makroökonomische Entwicklung seit 1991, die internationalen Beziehungen Kasachstans sowie eine detaillierte Analyse zum „Fluch der Ressourcen“ und den Strategien für eine industrielle Neuausrichtung.
Wichtige Begriffe sind Kasachstan, ökonomische Transformation, Rohstoffabhängigkeit, Diversifizierung, ausländische Direktinvestitionen und industrielle Innovation.
Die Arbeit zeigt, dass die Aufwertung der Währung aufgrund massiver Devisenzuflüsse aus dem Rohstoffsektor die Konkurrenzfähigkeit anderer Industriezweige erschwert, was das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit erhöht.
Deutschland wird als wichtiger Wunschpartner identifiziert, wobei die Arbeit feststellt, dass deutsche Investitionen über reine Lieferbeziehungen hinausgehen sollten, um die angestrebte industrielle Diversifizierung zu unterstützen.
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