Masterarbeit, 2016
153 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Forschungsstand, Literatur und Quellen
2. Stereotype und Feindbilder
2.1 Die Ausgestaltung von Stereotypen zu Feindbildern
2.2 Bolschewismus
2.3 Demokratie, Kapitalismus und Plutokratie
3. Pressepropaganda im Dritten Reich
3.1 Historischer Hintergrund und Rahmenbedingungen
3.2 Die Pressekonferenz im RMVP und ihre Teilnehmer
3.3 Presseanweisungen und Sprachregelungen
4. Der „Völkische Beobachter“ im NS-Pressewesen
4.1 „Kampfblatt“ und Parteiorgan (1920-1933)
4.2. „Massenblatt“ und „Staatszeitung“ (1933-1945)
4.3 Personal – Redakteure und Korrespondenten
5. Analyse
5.1 Stereotype und Feindbilder der NS-Propaganda von 1933 bis 1939
5.1.1 Bolschewismus
5.1.2 Kapitalismus
5.1.3 Demokratie und Plutokratie
5.2 Stereotype und Feindbilder der NS-Propaganda von 1939 bis 1941
5.2.1 Die Berichterstattung über die Sowjetunion im VB im Zeichen des Nichtangriffspakts
5.2.2 Die Darstellung der Westmächte im VB bis zum „Unternehmen Barbarossa“
5.3 Die Feindpropaganda des VB zwischen 1941 bis 1945
6. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle von Stereotypen als Instrument der Feindbilderzeugung in der nationalsozialistischen Presse. Im Zentrum steht die systematische Analyse von Presseartikeln der Zeitung „Völkischer Beobachter“ zwischen 1933 und 1945, um aufzuzeigen, wie durch sprachliche Manipulation und rhetorische Mittel wie Bolschewismus, Demokratie, Kapitalismus und Plutokratie gezielt Feindbilder konstruiert und zur ideologischen Indoktrination eingesetzt wurden.
1. EINLEITUNG
„Zionismus und Weltbolschewismus, so verschieden sie von außen sein mögen, sind zwei Druckmittel in der Hand einer alljüdisch geleiteten Weltpolitik, um die jüdischen Ziele durch kapitalistische Methoden im demokratischen Westen, durch bolschewistischen Terror im europäischen Osten, unter Aufhetzung der Soldaten und Arbeiter aller Völker zu verwirklichen.“
Der vorliegende Auszug aus Alfred Rosenbergs Hetzschrift „Europa und sein Todfeind“ aus dem Jahre 1938 dokumentiert in der Rückschau auf die nationalsozialistische Herrschaft zentrale Merkmale des NS-Sprachgebrauchs. Die stereotype Polemik gegenüber all jenen Feinden Nazi-Deutschlands gestalteten Ideologen und Propagandisten wie Rosenberg häufig mittels pejorativ konnotierter Symbol- bzw. Schlagwörter. Solch kurze Phrasen reduzieren komplexe semantische Zusammenhänge auf eine oberflächliche respektive stereotype Art und Weise unter ein sprachliches Konstrukt. Begriffe wie Juden, Bolschewisten, Kapitalisten oder auch der sogenannte demokratische Westen wurden im NS-Sprachgebrauch auf diese Weise durchgehend abwertend verwendet. Im Nationalsozialismus dienten sie vornehmlich der Erzeugung und gleichzeitigen Diffamierung von Feindbildern. Die Monosemierung politisch-ideologischer Begriffe war eine semantische Strategie zur Meinungslenkung durch den Propagandaapparat.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Feindbilderzeugung im Nationalsozialismus ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und legt die methodische Herangehensweise dar.
2. Stereotype und Feindbilder: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Stereotypen und Feindbildern erörtert, inklusive einer Analyse der Begriffe Bolschewismus, Demokratie, Kapitalismus und Plutokratie.
3. Pressepropaganda im Dritten Reich: Dieses Kapitel beleuchtet das System der Presselenkung im Nationalsozialismus, inklusive der Rolle des RMVP und der Pressekonferenzen.
4. Der „Völkische Beobachter“ im NS-Pressewesen: Eine Analyse der Rolle, Geschichte und Struktur des „Völkischen Beobachters“ als zentrales Propagandainstrument.
5. Analyse: Der Hauptteil der Arbeit untersucht empirisch die Verwendung von Stereotypen in verschiedenen Phasen der NS-Zeit von 1933 bis 1945.
6. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und bewertet die propagandistische Wirksamkeit der Stereotype.
Nationalsozialismus, Völkischer Beobachter, NS-Propaganda, Feindbilder, Stereotype, Bolschewismus, Kapitalismus, Plutokratie, Demokratie, Antisemitismus, Presselenkung, Sprachgebrauch, Ideologie, Indoktrination, Diskursanalyse
Die Arbeit untersucht, wie das nationalsozialistische Regime Presseartikel des „Völkischen Beobachters“ nutzte, um durch die gezielte Verwendung von Stereotypen Feindbilder in der Bevölkerung zu erzeugen und zu verfestigen.
Die Themenfelder umfassen die NS-Presselenkung, die Theorie von Stereotypen und Feindbildern, die Rolle des „Völkischen Beobachters“ sowie die propagandistische Instrumentalisierung von Begriffen wie Bolschewismus und Kapitalismus.
Das Ziel ist es, die rhetorischen Mittel und Denkbilder zu erforschen, mit denen das NS-Regime durch die Presse gewünschte Feindbilder aufbaute und politisch-ideologische Ziele verfolgte.
Die Autorin oder der Autor verwendet die Methode der historischen Diskursanalyse, um die semantische Struktur des Quellenmaterials sowie die Strategien der NS-Rhetorik zu rekonstruieren.
Der Hauptteil analysiert systematisch die NS-Propaganda in verschiedenen Zeitabschnitten (1933-1939, 1939-1941, 1941-1945) und dokumentiert die Entwicklung und den Einsatz der untersuchten Feindbild-Begriffe.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie NS-Propaganda, Feindbilder, Stereotype, Völkischer Beobachter, Antisemitismus und Presselenkung charakterisiert.
Die Arbeit verdeutlicht, dass ein Begriff erst durch eine besondere, emotional aufgeladene Verwendung in einem spezifischen historischen Kontext zum Stereotyp wird, das beim Rezipienten unmittelbar eine vorgefasste Haltung auslöst.
Der „Völkische Beobachter“ fungierte als zentrales Sprachrohr der NSDAP und als „Kampfblatt“, das durch seine spezifische sprachliche Gestaltung und inhaltliche Ausrichtung eine Vorbildfunktion für andere Zeitungen in Nazi-Deutschland einnahm.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

