Diplomarbeit, 2005
120 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielbeschreibung
1.3 Gang der Arbeit
1.4 Terminologie
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Systematisierung des Rechnungswesens
2.1.1 Merkmale des Rechnungswesens
2.1.2 Unterscheidung von internem und externem Rechnungswesen
2.2 Rechtliche Grundlagen und Systeme des externen Rechnungswesens
2.2.1 Rechnungslegung der Einzelunternehmen
2.2.1.1 Handelsrechtliche Vorschriften
2.2.1.2 Steuerrechtliche Vorschriften
2.2.1.3 Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
2.2.2 Konzernrechnungslegung
2.2.2.1 Konzernrechnungslegung nach handelsrechtlichen Vorschriften
2.2.2.2 Konzernrechnungslegung nach IFRS
2.3 Systeme des internen Rechnungswesens
2.3.1 Abgrenzung relevanter Systeme
2.3.2 Traditionelle Kosten- und Leistungsrechnung
2.3.3 Neuere Entwicklungsformen der Kosten- und Leistungsrechnung
2.4 Bestehendes Verhältnis und Zusammenwirken der Systeme des internen und externen Rechnungswesens
3 Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens
3.1 Motive für eine Harmonisierung des Rechnungswesens
3.1.1 Exogene Motive
3.1.2 Endogene Motive
3.2 Anforderungskriterien an die Gestaltung eines harmonisierten Rechnungswesens
3.2.1 Kommunikationsfähigkeit
3.2.2 Analysefähigkeit
3.2.3 Anreizverträglichkeit
3.2.4 Wirtschaftlichkeit
3.3 Theoretische Basiskonzepte für eine Harmonisierung
3.3.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.3.2 Transaktionskosten-Theorie
3.4 Abgrenzung des relevanten Harmonisierungsbereichs
3.4.1 Gegenstand der Anpassung
3.4.2 Grad der Anpassung
3.4.3 Richtung der Anpassung
3.4.3.1 Harmonisierung ausgehend vom internen Rechnungswesen
3.4.3.2 Harmonisierung ausgehend vom externen Rechnungswesen
3.5 Potentielle Harmonisierungsbereiche
3.5.1 Die Vereinheitlichung von externer Gewinn- und Verlustrechnung und interner Betriebsergebnisrechnung
3.5.1.1 Verzicht auf Anderskosten
3.5.1.2 Verzicht auf Zusatzkosten
3.5.2 Abstimmung der Bestandsbewertungskonzeption
3.5.3 Zahlungsstromorientierte Rechnungen
3.5.4 Segmentberichterstattung
3.6 Beispiele für Harmonisierungsansätze in der Unternehmenspraxis
3.6.1 BMW Group
3.6.2 Bayer AG
3.6.3 Deutsche Lufthansa AG
3.7 Grenzen der Harmonisierung
4 Eignung der IFRS-Rechnungslegungsgrundsätze zur Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens
4.1 Konzeptionelle Eignung
4.2 Materielle Eignung
4.2.1 Langfristige Fertigungsaufträge nach IAS 11
4.2.2 Immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38
5 Value Reporting
5.1 Begriff des Value Reporting
5.2 Unterschiede zur traditionellen Berichterstattung
5.3 Value Reporting-Modelle
5.4 Vorteile einer wertorientierten Berichterstattung
5.5 Grenzen des Value Reporting
5.6 Beitrag des Value Reporting zur Harmonisierung des Rechnungswesens
6 Fazit und Entwicklungsperspektiven
Die vorliegende Arbeit untersucht das Harmonisierungspotenzial zwischen dem internen Rechnungswesen und der externen Rechnungslegung. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit die Einführung der International Financial Reporting Standards (IFRS) und die Konzepte des Value Reporting dazu beitragen können, die traditionell getrennten Rechnungskreise zu vereinheitlichen, um eine konsistente Unternehmensdarstellung nach innen und außen zu erreichen.
1.1 Problemstellung
Mit dem Übergang auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) erfährt die externe Berichterstattung deutscher kapitalmarktorientierter Unternehmen durch den Verzicht auf wesentliche Elemente des handelsrechtlichen Gläubigerschutzprinzips zugunsten der Investorenorientierung eine Akzentverschiebung.
Vor 13 Jahren legte die heutige DaimlerChrysler AG mit ihrem Börsengang an die New York Stock Exchange (NYSE) den ersten Meilenstein auf dem Weg hin zur internationalen Rechnungslegung. Darauf folgten weitere richtungsweisende Impulse, die dazu führten, dass der Gesetzgeber den kapitalmarktorientierten Unternehmen nach § 292a HGB – befristet bis 31.12.2004 – zunächst das Recht einräumte, ihre Konzernabschlüsse nach IFRS oder aber den US Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) zu erstellen. Auf Initiative der Europäischen Union (EU) konnte mit der am 19.07.2002 verabschiedeten IAS-Verordnung Nr. 1606/2002 ein weiterer wichtiger Meilenstein geschaffen werden. Durch die Verordnung wird den kapitalmarktorientierten Mutterunternehmen vorgeschrieben, für Geschäftsjahre, die nach dem 01.01.2005 – in einigen Fällen ab 2007 – beginnen, ihre konsolidierten Abschlüsse nach IFRS aufzustellen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Übergangs auf IFRS ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und gibt einen Überblick über den Gang der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine Systematisierung des Rechnungswesens, grenzt internes und externes Rechnungswesen voneinander ab und beleuchtet die rechtlichen Grundlagen sowie Instrumente der Kosten- und Leistungsrechnung.
3 Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens: Im Zentrum stehen hier die Motive für eine Harmonisierung, Kriterien für eine gelungene Ausgestaltung sowie potenzielle Anpassungsbereiche und deren praktische Anwendung.
4 Eignung der IFRS-Rechnungslegungsgrundsätze zur Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens: Hier wird geprüft, ob IFRS konzeptionell und materiell als taugliche Basis für eine Harmonisierung dienen können.
5 Value Reporting: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Value Reporting, diskutiert verschiedene Modelle und untersucht deren Beitrag zur Harmonisierung und zur Reduktion von Informationsasymmetrien.
6 Fazit und Entwicklungsperspektiven: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Katalysatorwirkung der IFRS und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Harmonisierung, Rechnungswesen, IFRS, Value Reporting, Unternehmenssteuerung, Finanzberichterstattung, Konzernabschluss, Kapitalmarkt, Kosten- und Leistungsrechnung, Shareholder Value, Integration, Transparenz, Informationsasymmetrie, Management Approach.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen, das traditionell getrennte interne und externe Rechnungswesen in Unternehmen zu vereinheitlichen bzw. zu harmonisieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Systematisierung der Rechnungswesensbereiche, der Wirkung der IFRS-Umstellung auf die interne Steuerung und der Rolle des Value Reporting als Bindeglied zwischen Finanzberichterstattung und Unternehmenssteuerung.
Das Hauptziel ist es zu untersuchen, welche Motive eine Harmonisierung vorantreiben, inwieweit IFRS als Basis dienen können und ob eine wertorientierte Berichterstattung zur Konvergenz der beiden Rechnungskreise beiträgt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und wertet empirische Ergebnisse sowie Praxisbeispiele aus (insb. BMW Group, Bayer AG, Lufthansa AG), um die theoretischen Konzepte zu untermauern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Analyse von Harmonisierungsansätzen unter Einbeziehung von IFRS und die Auseinandersetzung mit dem Value Reporting als modernes Instrument der Kommunikation und Steuerung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Harmonisierung, IFRS, Value Reporting, Unternehmenssteuerung und Kapitalmarktorientierung.
Durch die explizite Brückenschlag-Funktion zwischen der Harmonisierungsdebatte und dem Konzept des Value Reporting sowie die Verbindung von theoretischen Modellen mit konkreten Praxisbeispielen aus dem DAX-Bereich.
Die Praxisbeispiele dienen als Illustration der theoretischen Überlegungen, um aufzuzeigen, wie Unternehmen wie BMW, Bayer oder Lufthansa konkret mit der Herausforderung der Harmonisierung umgehen.
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