Forschungsarbeit, 2005
25 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1. Methode: Die Dokumentenanalyse
2.Datenhintergrund: Die politisch-zeitgeschichtliche Kulisse
3. Daten: Die Einzelerhebungen
3.1. Was, wie, wann, wo, und wozu erhoben wurde?
3.2. 1934 Bankenwesen
3.3. 1936 Bäckerhandwerk in Niedersachsen
3.4. 1937 Strukturerhebung der Landwirtschaft
3.4. 1938 Individuallohnerhebung in der metallverarbeitenden Industrie
3.5. 1939/40 Strukturerhebung in der Forstwirtschaft
4. Zusammenfassung: Die Auswertung der Analysen
4.2. Arbeitspolitische Realzustände Zusammenfassung Inhaltsanalyse
4.1. Statistik steht unter politischem Sachzwang Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Arbeitszeitentwicklung in Deutschland im Zeitraum von 1934 bis 1940 anhand von Individual- und Strukturerhebungen aus verschiedenen Wirtschaftszweigen, um die tatsächlichen Arbeitsbedingungen und die politische Instrumentalisierung statistischer Daten in dieser Epoche zu beleuchten.
1. Methode: Die Dokumentenanalyse
Den Hauptbestandteil der Forschung bildete die Arbeit im Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfahlen (LDS) in Düsseldorf. Die Sichtung der Daten aus historischen Statistiken erforderte viel Zeit und Fingerspitzengefühl. Denn nicht nur die erhobenen Daten selbst, sondern insbesondere ihre Interpretationen in den Dokumenten, enthalten eine nationalsozialistische Färbung. Das bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Quellen. Es war ebenfalls von Bedeutung auf die formalen Aspekte der Herkunft der Daten einzugehen, die unter besonderen historischen Umständen erhoben wurden.
In diesem Zusammenhang spielt die Entwicklung der deutschen Gewerkschaften (bzw. ihre Ersetzung) eine Rolle. Und nicht zuletzt, wird immer wieder auf die politische Prägung des Nationalsozialismus eingegangen werden müssen. Die verwendeten Datensätze sind Statistiken der Zeit von 1934 bis 1940. Diese Quellen sind aber, wie sich noch zeigen wird, nur als Indikatoren für die reale Arbeitszeit nutzbar. Sie können kein ausreichend gültiges Bild der damaligen Realzustände abgeben. Damit die ‘Zahlen letztendlich nicht lügen’, wird es nicht nur auf eine umfassende Inhaltsanalyse sondern gleichermaßen auf einen Quellenbewertung bezüglich der Bedingungen ankommen, unter denen die genutzten Daten ermittelt worden sind.
Einleitung: Einführung in die Arbeitszeitforschung und die Zielsetzung des Forschungsprojekts zur Untersuchung der Arbeitszeitentwicklung zwischen 1934 und 1940.
1. Methode: Die Dokumentenanalyse: Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Sichtung historischer Statistiken und der kritischen Auseinandersetzung mit deren nationalsozialistischer Prägung.
2.Datenhintergrund: Die politisch-zeitgeschichtliche Kulisse: Darstellung der beschäftigungspolitischen Umbrüche nach 1933, insbesondere der Gleichschaltung der Gewerkschaften und der Etablierung der Deutschen Arbeiterfront.
3. Daten: Die Einzelerhebungen: Detaillierte Betrachtung spezifischer Erhebungen in den Sektoren Bankenwesen, Bäckerhandwerk, Landwirtschaft, Metallindustrie und Forstwirtschaft.
4. Zusammenfassung: Die Auswertung der Analysen: Synthese der Ergebnisse zur Arbeitszeit- und Lohnentwicklung sowie abschließende Reflexion über die Manipulierbarkeit und den Wahrheitsgehalt historischer Statistiken.
Arbeitszeit, Nationalsozialismus, Dokumentenanalyse, Statistische Erhebungen, Lohnentwicklung, Deutsche Arbeiterfront, Wirtschaftsgeschichte, Vollbeschäftigung, Rüstungsindustrie, Sozialpolitik, Propaganda, Arbeitsbedingungen, Fachkräftemangel, Quellenkritik, Dritter Reich.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Arbeitszeiten in verschiedenen deutschen Wirtschaftszweigen zwischen 1934 und 1940 unter besonderer Berücksichtigung der politischen Rahmenbedingungen des Nationalsozialismus.
Die Arbeit behandelt die Arbeitsmarktpolitik, den Abbau von Gewerkschaften, die Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen sowie die Interpretation staatlicher Statistiken in dieser Ära.
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen propagandistischer Darstellung des wirtschaftlichen Erfolgs und den realen Arbeitsbedingungen sowie den Lebensverhältnissen der Arbeiter zu untersuchen.
Es wird eine systematische Dokumentenanalyse von historischen Statistiken des Statistischen Reichsamtes durchgeführt, begleitet von einer kritischen Quellenbewertung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der Thematik und die detaillierte Auswertung spezifischer Individual- und Strukturerhebungen in Branchen wie Banken, Forst- und Landwirtschaft sowie der Industrie.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Arbeitszeit, nationalsozialistische Sozialpolitik, Quellenkritik, Lohnentwicklung und ökonomische Indikatoren charakterisieren.
Die Autorin weist darauf hin, dass die historischen Daten unter einer nationalsozialistischen Färbung erhoben wurden und teilweise zur Propaganda dienten, was die Objektivität der Zahlen einschränkt.
Die DAF wird als Instrument der Regierung analysiert, das einerseits zur Kontrolle der Arbeitnehmerschaft und andererseits zur Verbreitung von NS-Ideologie in die Betriebe hinein genutzt wurde.
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