Masterarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 1,0
I. EINLEITUNG
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
2. Aufbau
3. Eingrenzungen
II. AUSGANGSLAGE
1. Fehlende wissenschaftliche Grundlagen
2.Veränderte Anforderungen an das HRM
III. THEORETISCHER RAHMEN
1. Grundlegende Annahmen der Systemtheorie
1.1 zentrale Begriffe der Systemtheorie
2. Personalorganisation als System
2.1 Wirkung von Veränderungen im System der Personalorganisation
IV. ELEKTRONISCHES HUMAN RESOURCE MANAGEMENT
1. Einordnung des Konzepts eHRM
2. Anwendung, Gründe und Zielsetzung
2.1 Exkurs: Kosten-Nutzenaspekte im eHRM
3. Wirkungen im Zusammenhang mit der Einführung von eHRM
4. Grenzen des Konzepts
V. NEUE ORGANISATIONSFORMEN
1. Einordnung des Konzepts Shared Service Center
2. Anwendung, Gründe und Zielsetzung
2.1 Exkurs: virtuelle Personalorganisation
3. Wirkungen im Zusammenhang mit der Einführung von Shared Services
4. Grenzen des Konzepts
VI. TECHNISCH-ORGANISATORISCHE WECHSELWIRKUNGEN
1. Wirkungsebenen und –richtungen von eHRM
1.1 Struktur
1.2 Prozesse
1.3 Rollen und Personen
1.4 Strategie
2. Zusammenfassung
3. Systemische Perspektive zu den technisch-organisatorischen Wechselwirkungen
VII. SCHLUSSBEMERKUNGEN
1. Kritik
2. Ausblick
VIII. ANHANG
Diese Arbeit untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen elektronischem Human Resource Management (eHRM) und der Personalorganisation. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, ob ein Wirkungsgefüge zwischen technischer Entwicklung und organisationalem Wandel existiert und wie diese Faktoren sich gegenseitig beeinflussen.
1. Grundlegende Annahmen der Systemtheorie
Der Begriff „sýstēma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „aus mehreren Teilen zusammengesetztes, gegliedertes Ganzes“. Bertalanffy, österreichischer Biologe, gilt als der Begründer der "General System Theory". Er entwickelte … “die ‘organismische’ Auffassung der Lebenserscheinungen und darin die zentrale Idee des Fliessgleichgewichtes, was er als wesentliche Differenz zu mechanischen, eindimensionalen Ansätzen sah“.
Die Systemtheorie wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt und ist heute keine einheitliche Theorie mehr. Es existieren in den unterschiedlichsten Wissenschaften verschiedene Ansätze dazu.
Die zentrale Grundlage der Systemtheorie ist die bekannte Aussage: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Und durch einfache Addition der Teile lässt sich der Charakter des Ganzen nicht erklären. Diese Äußerung betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, interdisziplinären Herangehensweise an ein Forschungsobjekt.
Grundsätzlich werden verschiedene Systemarten unterschieden: mechanische, biologische, soziale und psychische Systeme. Für den Untersuchungsgegenstand - die Wechselwirkungen zwischen eHRM und der Personalorganisation - stellt sich hiermit die Frage, mit welcher Systembeschreibung sich der Sachverhalt am ehesten abbilden lässt.
I. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung bezüglich eHRM, der Forschungsziele und der wissenschaftlichen Einordnung der Arbeit.
II. AUSGANGSLAGE: Untersuchung der Trends, Marktanforderungen und des Mangels an theoretisch fundierter Forschung im Bereich eHRM.
III. THEORETISCHER RAHMEN: Einführung der Systemtheorie als Analysewerkzeug für die Personalorganisation und deren sozio-technische Struktur.
IV. ELEKTRONISCHES HUMAN RESOURCE MANAGEMENT: Definition des Konzepts, seiner Anwendungen und kritische Betrachtung der Zielsetzungen sowie Grenzen.
V. NEUE ORGANISATIONSFORMEN: Analyse von Shared Service Centern und der virtuellen Personalorganisation im Kontext der Prozessoptimierung.
VI. TECHNISCH-ORGANISATORISCHE WECHSELWIRKUNGEN: Untersuchung der direkten und indirekten Auswirkungen von eHRM auf Struktur, Prozesse, Rollen und Strategie.
VII. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
eHRM, Personalorganisation, Systemtheorie, Shared Service Center, Virtuelle Personalabteilung, Prozessoptimierung, Changemanagement, Sozio-technische Systeme, Personalstrategie, Digitalisierung, HR-Software, Personalmanagement, Organisationswandel, IT-Einsatz, Interdisziplinarität.
Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen webbasierten IT-Systemen (eHRM) und der Organisation der Personalarbeit in Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Systemtheorie, der Einführung von Shared Service Centern, virtuellen Organisationsformen sowie den Auswirkungen von HR-Technologie auf Strukturen und Prozesse.
Das Ziel ist die theoretische Klärung, ob und wie eHRM und die Personalorganisation einander beeinflussen, statt einer bloßen einseitigen Kausalitätsannahme.
Es handelt sich um einen theoretisch-erklärenden Beitrag, der auf fundierter Literaturrecherche und logischer systemtheoretischer Ableitung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung von eHRM und neuen Organisationsformen sowie die Analyse der konkreten technisch-organisatorischen Wechselwirkungen.
Kernbegriffe sind eHRM, Personalorganisation, Systemtheorie, Shared Service Center und sozio-technische Systeme.
IT-gestützte Abläufe funktionieren am besten bei standardisierten, wiederkehrenden Aufgaben wie dem Recruiting; komplexe Aufgaben hingegen erfordern oft mehr individuelle Interaktion.
Nur wenn die Prozesse und organisatorischen Rahmenbedingungen vorab durchdacht sind, kann Software die Arbeit sinnvoll unterstützen, anstatt lediglich ineffiziente Abläufe zu automatisieren.
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