Diplomarbeit, 2005
90 Seiten, Note: 2,3
A. Einführung
1. Begriff des Franchising
2. Typen des Franchising
3. Dienstleistungsfranchising
3.1 Immaterialität des Leistungsangebotes
3.2 Simultaneität von Produktion und Absatz
3.3 Der Kunde als externer Faktor
B. Der Aufbau eines Dienstleistungsfranchisesystems
1. Die Geschäftsidee
2. Erstellung des Franchisepaketes
2.1 Marketingkonzept
2.2 Organisationskonzept
3. Systemerprobung und der Pilotbetrieb
4. Erstellung des Systemhandbuches
5. Entwicklung des Franchisevertrages
6. Organisation der Systemzentrale
7. Auswahl der Franchisenehmer
C. Das Systemhandbuch
1. Know-how-Übertragung durch den FG
1.1 Know-how-Begriff
1.2 Anforderungen an das Know-how
1.2.1 Erprobung
1.2.2 Geheimsein
1.2.3 Wesentlichkeit des Know-how
1.2.4 Identifiziertheit des Know-how
2. Verankerung des Know-how als immaterieller Vermögensgegenstand
2.1 Corporate Design
2.2 Corporate Behaviour
2.3 Corporate Communication
D. Der Franchisevertrag
1. Vorvertragliche Aufklärungspflichten des FG
2. Vorvertrag auf Abschluss eines Franchisevertrages
3. Beweislastumkehr
4. Know-how-Transfer durch Schulungen
4.1 Überlassung des Know-how
4.2 Übermittlung des Know-how
4.3 Konsequenzen bei fehlendem Know-how
4.3.1 Äquivalenzstörungen
4.3.2 Leistungsstörungen
4.3.3 Anforderungen an den FG
5. Die Kontrollrechte des FG
5.1 Das „Free-Riding“ im Franchisesystem
5.2 Lösungsansätze zur Vermeidung des „Agency-Problems“
5.3 Gegenstand und der Inhalt der Kontrolle im DL-Franchisesystem
5.4 Kontrollinstrumente im DL-Franchisesystem
5.5 Umfang der Kontrollen
6. Datenschutz im Franchisesystem
6.1 Aufnahme von Kundendaten
6.2 Weitergabe von Kundendaten an den FG
6.3 Übermittlung von Daten des FN an den FG
E. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die spezifischen rechtlichen Problemstellungen, die beim Aufbau eines Dienstleistungs-Franchisesystems aus der Perspektive des Franchisegebers auftreten. Am Beispiel der studentischen Arbeitsvermittlungsagentur jobmailing.de werden praxisnahe Lösungen für die Etablierung eines solchen Systems, die Know-how-Übertragung und die rechtliche Gestaltung der Franchisebeziehung erarbeitet.
1. Begriff des Franchising
Unter Franchising versteht man eine Vertriebsform für Waren, Technologien oder Dienstleistungen, welche sich auf eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen wirtschaftlich und rechtlich selbständigen und voneinander unabhängigen Unternehmen gründet. Die heutige Vielfalt der Franchiseformen und die unzähligen Möglichkeiten der Vertragsgestaltung erschwert allerdings eine allgemeingültige Begriffsbestimmung.
Am häufigsten in der Literatur zitiert wird die im Rahmen des Europäischen Verhaltenskodexes für Franchising und zugleich des Ehrenkodexes des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV e.V.) gebräuchliche Definition:
„Franchising ist ein vertikal-kooperativ organisiertes Absatzsystem rechtlich selbständiger Unternehmer auf der Basis eines vertraglichen Dauerschuldverhältnisses. Dieses System tritt auf dem Markt einheitlich auf und wird geprägt durch das arbeitsteilige Leistungsprogramm der Systempartner sowie durch ein Weisungs- und Kontrollsystem zur Sicherstellung eines systemkonformen Verhaltens.“
A. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung des Franchisings in der deutschen Wirtschaft, definiert den Franchising-Begriff und führt in die Besonderheiten des Dienstleistungsfranchisings ein.
B. Der Aufbau eines Dienstleistungsfranchisesystems: Hier werden die praktischen Schritte zur Systemgründung analysiert, angefangen bei der Geschäftsidee über das Franchisepaket bis hin zur Auswahl der Franchisenehmer.
C. Das Systemhandbuch: Dieser Abschnitt thematisiert das Systemhandbuch als zentrales Instrument für die Know-how-Übertragung und dessen Verankerung als immaterieller Vermögensgegenstand.
D. Der Franchisevertrag: Das Kapitel behandelt die rechtliche Ausgestaltung, Aufklärungspflichten, Beweislastumkehr, Schulungen sowie die Kontrollrechte des Franchisegebers und den Datenschutz.
E. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Vorteile des Franchising für den Mittelstand zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Herausforderungen im DL-Franchisebereich.
Franchising, Dienstleistungsfranchising, Franchisegeber, Franchisenehmer, Systemhandbuch, Know-how-Transfer, Franchisevertrag, vorvertragliche Aufklärung, Beweislastumkehr, Kontrollrechte, Datenschutz, Unternehmensphilosophie, Dienstleistungsqualität, Agency-Problem, Free-Riding
Die Arbeit analysiert die spezifischen rechtlichen Herausforderungen, die beim Aufbau eines Dienstleistungs-Franchisesystems aus der Sicht eines Franchisegebers entstehen.
Im Fokus stehen die Know-how-Übertragung, die Gestaltung des Systemhandbuchs, der Franchisevertrag, Kontrollmechanismen zur Qualitätssicherung sowie datenschutzrechtliche Fragestellungen.
Es soll untersucht werden, wie ein Dienstleistungs-Franchisesystem rechtssicher aufgebaut wird, insbesondere im Hinblick auf den Know-how-Transfer und die Bindung von Franchisenehmern.
Die Arbeit nutzt die Analyse von Fachliteratur und einschlägiger Rechtsprechung und dokumentiert die praktischen Erfahrungen der Agentur jobmailing.de als Fallbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in den Systemaufbau, das Systemhandbuch, den Franchisevertrag, die Know-how-Übertragung, Kontrollrechte sowie den Datenschutz im Franchisesystem.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Franchiserecht, Know-how, Systemhandbuch, vorvertragliche Aufklärungspflichten und Dienstleistungsqualität definiert.
Das Fallbeispiel dient als praktische Illustration dafür, wie aus einer bestehenden Arbeitsvermittlungsagentur ein Franchisekonzept entwickelt wird, unter Berücksichtigung von Markenimage und Know-how-Sicherung.
Da in Systemen wie jobmailing.de tiefgreifende personenbezogene Daten (Studenten- und Kundendaten) erhoben und verarbeitet werden, ist die rechtssichere Gestaltung der Datenübermittlung zwischen Franchisenehmer und Systemzentrale essenziell.
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