Magisterarbeit, 2005
169 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLAGEN: VERKEHRSENTWICKLUNG
2.1 Definitionen
2.1.1 Definition: Kurzstreckenflüge
2.1.2 Definition: Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV)
2.2 Allgemeine Verkehrsentwicklung in Europa und Deutschland
2.3 Die Verkehrsentwicklung im Schienenverkehrssektor
2.4 Die Verkehrsentwicklung im Luftverkehrssektor
3 DAS EUROPÄISCHE FLUGHAFENSYSTEM UND HGV-NETZ
3.1 Das europäische Flughafensystem
3.1.1 Grundlagen zum europäischen Flughafensystem
3.1.2 Die fünf größten europäischen Flughäfen
3.1.2.1 London Heathrow (LHR)
3.1.2.2 Frankfurt a. M. (FRA)
3.1.2.3 Paris Roissy-Charles de Gaulle (CDG)
3.1.2.4 Amsterdam Schiphol (AMS)
3.1.2.5 Madrid Barajas (MAD)
3.2 Das europäische HGV-Netz
3.2.1 Grundlagen zum europäischen HGV-Netz
3.2.2 Ausgewählte HGV-Strecken
3.2.2.1 PBKAL: Paris / Brüssel / Köln / Amsterdam / London
3.2.2.1.1 Segment Paris – London
3.2.2.1.2 Segment Paris – Brüssel – Köln
3.2.2.1.3 Segment Brüssel – Amsterdam / HSL-Zuid
3.2.2.2 TGV Sud-Est / TGV Méditerranée: Paris – Marseille
3.2.2.3 AVE : Madrid – Sevilla
4 DAS DEUTSCHE FLUGHAFENSYSTEM UND HGV-NETZ
4.1 Das deutsche Flughafensystem
4.1.1 Grundlagen zum deutschen Flughafensystem
4.1.2 Innerdeutsches Verkehrsaufkommen im Luftverkehr
4.1.3 Die fünf bedeutendsten deutschen Flughäfen neben Frankfurt
4.1.3.1 München (MUC)
4.1.3.2 Düsseldorf (DUS)
4.1.3.3 Berlin (THF, TXL, SXF, BBI)
4.1.3.4 Hamburg (HAM)
4.1.3.5 Köln / Bonn (CGN)
4.2 Das deutsche HGV-Netz
4.2.1 Grundlagen zum deutschen HGV-Netz
4.2.2 Ausgewählte (HGV-)Strecken
4.2.2.1 ICE: Hannover – Würzburg
4.2.2.2 ICE: Mannheim – Stuttgart
4.2.2.3 ICE: Hamburg – Berlin
4.2.2.4 ICE: Hannover – Berlin
4.2.2.5 ICE: Frankfurt – Köln
4.2.2.6 Metropolitan: Köln – Hamburg
4.2.3 Zukünftige HGV-Projekte in Deutschland
4.2.3.1 Stuttgart – Ulm
4.2.3.2 Berlin – Leipzig / Halle – Erfurt – Nürnberg
4.2.3.3 Nürnberg – Ingolstadt – München
5 DAS VERLAGERUNGSPOTENTIAL VON KURZSTRECKENFLÜGEN AUF DEN SCHIENENGEBUNDENEN HGV
5.1 Verlagerungsrelevante Faktoren Luft / Schiene
5.1.1 Faktor Zeit
5.1.2 Faktor Kosten
5.1.3 Faktor Qualität
5.1.4 Faktor Relationen
5.1.5 Faktor Kooperation und Konkurrenz
5.1.5.1 Konkurrenz durch Low-Cost-Carrier
5.1.6 Weitere Faktoren
5.2 Kooperation Luft / Schiene
5.2.1 Vorteile einer Kooperation
5.2.2 Nachteile einer Kooperation
5.2.3 Bestehende Kooperations- / Seamless-travel-Angebote
5.2.3.1 AIRail
5.2.3.2 Rail&Fly
5.2.3.3 Codesharing
5.2.3.4 Kuriergepäck Flughafenservice
5.3 Thesen zum Verlagerungspotential in Deutschland
5.4 Verkehrsverlagerung im Rahmen der EU-Osterweiterung
6 FAZIT
Diese Arbeit untersucht das Potential zur intermodalen Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf den schienengebundenen Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) in Europa und insbesondere in Deutschland. Die zentrale Forschungsfrage ist, unter welchen Voraussetzungen eine Kooperation zwischen Luft- und Schienenverkehr zu einer effizienten Verkehrsverlagerung beitragen kann, um Kapazitätsengpässe an Flughäfen zu bewältigen und eine nachhaltige Verkehrsentwicklung zu fördern.
5.1.1 Faktor Zeit
Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung spielt nicht unbedingt die Entfernung in Kilometern von Tür zu Tür eine entscheidende Rolle. Vielmehr sind Faktoren wie Gesamtreisezeit, Qualität und Reisekosten bedeutender (Friedrich-Ebert-Stiftung, 2000). Ab Entfernungen von mehr als 50 km steigt die Bedeutung der Bahn gegenüber dem Straßenverkehr, bekommt ab 200 km aber durch das Flugzeug Bedeutungskonkurrenz. Unterhalb von 50 km nimmt der straßengebundene Individual-, als auch Öffentliche Personennahverkehr eine nahezu konkurrenzlose Position ein. „Zur Abgrenzung von Bahn und Flug kann man grundsätzlich festhalten, dass der Zug die vernünftigste Alternative ist für Reisen von bis zu 2 Stunden Dauer, während das Flugzeug für Reisen ab 4 Stunden Dauer eine sehr gute Alternative darstellt. Im Bereich zwischen zwei und vier Stunden entscheidet meist die persönliche Präferenz des Kunden: Zeitsensitive Kunden tendieren zum Flugzeug, preissensitive Kunden zum Zug.“ (Bretthauer, 1995, S. 30).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der intermodalen Verkehrsverlagerung und Skizzierung des Aufbaus der Arbeit mit Fokus auf die Kooperation zwischen Luft und Schiene.
2 GRUNDLAGEN: VERKEHRSENTWICKLUNG: Analyse der aktuellen Verkehrssituation in Europa und Deutschland sowie Definition der zentralen Begriffe wie HGV und Kurzstreckenflüge.
3 DAS EUROPÄISCHE FLUGHAFENSYSTEM UND HGV-NETZ: Detaillierte Darstellung der fünf größten europäischen Drehkreuze und Analyse des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes sowie einzelner HGV-Streckenbeispiele.
4 DAS DEUTSCHE FLUGHAFENSYSTEM UND HGV-NETZ: Situationsbeschreibung der deutschen Flughafenstandorte sowie nähere Analyse des bestehenden und geplanten deutschen HGV-Netzes.
5 DAS VERLAGERUNGSPOTENTIAL VON KURZSTRECKENFLÜGEN AUF DEN SCHIENENGEBUNDENEN HGV: Untersuchung verlagerungsrelevanter Faktoren und bestehender Kooperationsangebote, ergänzt um Thesen zum Potential in Deutschland und Einflüssen durch die EU-Osterweiterung.
6 FAZIT: Zusammenführung der wichtigsten Ergebnisse und abschließende Empfehlungen für notwendige Voraussetzungen einer erfolgreichen Verkehrsverlagerung.
Hochgeschwindigkeitsverkehr, Kurzstreckenflüge, Verkehrsverlagerung, Schienenverkehr, Luftverkehr, Flughafen, Intermodalität, Kooperation, HGV, Deutschland, Europa, Reisezeit, Kosteneffizienz, Low-Cost-Carrier, Verkehrsnachfrage
Die Arbeit analysiert, inwieweit Kurzstreckenflüge auf den schienengebundenen Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) verlagert werden können, um das Verkehrssystem effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Die zentralen Themen umfassen das europäische und deutsche Flughafensystem, das HGV-Netz, Faktoren für die Wahl des Verkehrsmittels und Kooperationsmodelle zwischen Fluggesellschaften und der Bahn.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine intelligente Vernetzung von Luft und Schiene zur Bewältigung steigender Verkehrsströme beitragen kann und welche Potentiale für eine Verlagerung existieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse aktueller Statistiken, einer Literaturrecherche und der Auswertung von Experteninterviews mit Vertretern der Branche.
Der Hauptteil analysiert die bestehende Infrastruktur (Flughäfen und HGV-Strecken), beleuchtet verlagerungsrelevante Faktoren wie Zeit, Kosten und Qualität und untersucht spezifische Kooperationsangebote.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Hochgeschwindigkeitsverkehr, Intermodalität, Verkehrsverlagerung, Kurzstreckenflüge und Flughafen-Drehkreuze.
Low-Cost-Carrier werden als starke Konkurrenten der Bahn identifiziert, da sie durch niedrige Ticketpreise die Attraktivität des Flugverkehrs auf Kurzstrecken erhöhen und eine Verlagerung behindern können.
Der Autor schätzt das Potential zur Verlagerung auf der Basis von Expertenmeinungen auf ca. 4 bis 5 % ein.
Es ist entscheidend, da eine nahtlose Verknüpfung der Verkehrsträger – durch einfache Buchungssysteme und Gepäcktransfer – eine Grundvoraussetzung für die Akzeptanz bei den Kunden darstellt.
Nach derzeitiger Einschätzung ergeben sich durch die EU-Osterweiterung kaum neue Verlagerungspotentiale, da der Busverkehr in diesen Ländern preislich oft attraktiver bleibt.
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