Diplomarbeit, 2005
88 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Zielstellung und Überblick
1.2 Fortgang der Arbeit
2. Die Konstitution von Gesellschaft und Organisation
2.1 Giddens` Theorie der Strukturation
2.1.1 Zentrale Aussagen der GIDDENSschen Strukturationstheorie
2.1.2 Handlung und Handelnde
2.1.2.1 Exkurs: Motivationstheorie
2.1.2.2 Der Weg zur Handlung
2.1.2.3 Die Schlussfolgerungen nach GIDDENS`
2.1.2.4 Die Rolle der Akteure
2.1.3 Struktur und Strukturation
2.1.4 Die Konstitution sozialer Systeme
2.1.5 Ausgewählte Kritiken
2.2 Von der Gesellschafts- zur Organisationstheorie
2.2.1 Formulierung der zentralen Fragestellungen
2.2.1 Lösungsansätze
3. Vom Kreis zur Helix: Stagnation oder Progression ?
3.1 Wissen als Medium progressiver Entwicklung
3.2 Wissensmanagement auf Gesellschafts- und Organisationsebene
3.3 Organisationale Lernmodelle
3.4 Das Konzept von PAWLOWSKY/BÄUMER
3.4.1 Identifikation und Generierung
3.4.2 Diffusion organisationalen Wissens
3.4.3 Integration und Modifikation
3.4.4 Aktion
3.5 Der Regelkreislauf: Die Rekursivität von Struktur und Handlung
3.5.1 Kreisförmige Rekursivität: Stagnation
3.5.2 Exkurs: Deutschland im 17. und 18. Jahrhundert
3.2.5.1 Das geschlossene System der Zunft
3.2.5.2 Die Reformen
3.5.2.3 Fazit
3.5.3 Sozialisation durch Qualifikation: Eine Studie
3.5.3.1 Zum Sozialisationsbegriff
3.5.3.2 Zum Moralbegriff
3.5.3.3 Soziale Bedingungen und Hypothesen
3.5.3.4 Untersuchungsergebnisse
3.5.3.5 Auswertung und Zusammenfassung
3.5.4 Spiralförmige Rekursivität: Öffnung, Dynamik, Progression
3.6 Chancen und Barrieren für die helixförmige Progression
3.6.1 Macht
3.6.2 Routineneigung
3.6.3 Dezentralisierung
4. Zusammenfassung und Schlussbemerkung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, neue Argumentationswege für die Entwicklung lernender Organisationen aufzuzeigen, indem die Theorie der Strukturation von Anthony Giddens als sozialtheoretische Fundierung herangezogen wird, um die Gesetzmäßigkeiten in sozialen Systemen innerhalb von Unternehmen zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob eine fruchtbare Verbindung zwischen dieser Sozialtheorie und Modellen des organisationalen Lernens hergestellt werden kann, um stagnierende Kreislaufprozesse in Unternehmen in progressive, spiralförmige Entwicklungen zu überführen.
2.1.1 Zentrale Aussagen der GIDDENSschen Strukturationstheorie
Wie der Name bereits vermuten lässt, befasst sich die Theorie der Strukturation mit den Strukturen in sozialen Systemen und in Gesellschaften sowie deren Wechselwirkungen mit dem Handeln der Mitglieder. GIDDENS stellt dabei den Gedanken der „Dualität von Struktur“ in das Zentrum seiner Theorie. Diese Dualität besteht in der Eigenschaft von Strukturen, sowohl Medium als auch Ergebnis der Handlungen zu sein. Die Strukturen bestehen aus Regeln und Ressourcen, welche rekursiv in die Reproduktion sozialer Systeme einbezogen sind.
Diese „Dualität von Struktur“ produziert also einen Regelkreislauf zwischen Struktur und Handlung, in dem wechselseitige Abhängigkeiten bestehen.
Die herrschenden Strukturen mit ihren Regeln und Ressourcen stellen für die Individuen bestimmte Handlungsmuster zur Verfügung. Handeln wird dabei als ein dialektischer Prozess aufgefasst: Er entwickelt sich aus den Wechselwirkungen mit der Struktur. Die Handlungen des Individuums werden außer von den Strukturen auch von bestimmten Fähigkeiten und Einstellungen bestimmt. Daraus ergeben sich die individuellen Ressourcen und Machtpotentiale. Dabei entwickelt der Handelnde eine gewisse Routine, die nach GIDDENS aus einem Streben nach Rationalisierung der Handlungsabläufe resultiert. Solche routinierten Handlungen werden in der Struktur widergespiegelt und reproduzieren sie somit im Kreislauf immer wieder aufs Neue. Die Handlungen erzeugen die Strukturen auch über Raum und Zeit hinweg. Das heißt: Hat die Person einmal bestimmte Strukturen in ihr Alltagshandeln aufgenommen und verinnerlicht, so gelten diese auch noch in sozialen Prozessen, die zeitlich und räumlich kontextlos zum Ursprungsprozess stehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Rückgangs des Wirtschaftswachstums und die Bedeutung von Human Ressources ein und legt die Zielsetzung der Arbeit dar, die Theorie der Strukturation zur Fundierung lernender Organisationen zu nutzen.
2. Die Konstitution von Gesellschaft und Organisation: Dieses Kapitel erläutert die Theorie der Strukturation von Anthony Giddens, diskutiert das Konzept der Dualität von Struktur sowie die Rolle von Handeln und Handelnden, bevor es den Übergang von der Gesellschafts- zur Organisationstheorie einleitet.
3. Vom Kreis zur Helix: Stagnation oder Progression ?: Das Hauptkapitel untersucht das Wissensmanagement und Lernmodelle in Organisationen, analysiert das Potenzial für spiralförmige Entwicklungen (Helix) und diskutiert kritische Faktoren wie Macht, Routinen und Dezentralisierung.
4. Zusammenfassung und Schlussbemerkung: Das abschließende Kapitel rekapituliert die Ergebnisse und bestätigt, dass die Verknüpfung der Strukturationstheorie mit dem integrativen Wissensmanagement eine theoretisch fundierte und praktisch nutzbare Grundlage für das organisationale Lernen bietet.
Strukturationstheorie, Anthony Giddens, lernende Organisation, Wissensmanagement, soziale Systeme, Organisationstheorie, organisationales Lernen, Rekursivität, Handlung, Struktur, Macht, Sozialisation, Moralentwicklung, Dezentralisierung, Partizipation
Die Arbeit untersucht die sozialtheoretische Fundierung des Konzepts der „lernenden Organisation“ unter Anwendung der Strukturationstheorie von Anthony Giddens.
Die zentralen Themen sind die Rekursivität von Struktur und Handlung in sozialen Systemen, Wissensmanagement als treibende Kraft für organisatorische Entwicklung sowie die Einflüsse individueller Sozialisation auf organisationsweite Lernprozesse.
Das Ziel ist es, neue Argumentationswege aufzuzeigen, um den Einwänden gegen das Konzept der „lernenden Organisation“ zu begegnen und die organisatorische Entwicklung von stagnierenden, kreisförmigen Prozessen in progressive, spiralförmige Strukturen zu transformieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie die Strukturationstheorie von Giddens auf die Organisationsebene überträgt, ergänzt durch die Analyse empirischer Studien zur Sozialisation und zum organisationalen Lernen.
Der Hauptteil analysiert die Konstitution sozialer Systeme, das Wissen als Medium der Entwicklung, verschiedene Modelle organisationalen Lernens und konkrete Bedingungen für oder Barrieren gegen eine spiralförmige (helixförmige) Progression in Organisationen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Strukturationstheorie, lernende Organisation, Wissensmanagement, Rekursivität, soziale Systeme, Macht und organisationale Lernprozesse.
Eine stagnierende Organisation zeichnet sich durch eine kreisförmige Rekursivität aus, in der Strukturen und Handlungen sich nur reproduzieren, ohne externe Einflüsse zuzulassen; eine progressive Organisation zeichnet sich durch Öffnung und die bewusste Steuerung von Wissen zur Weiterentwicklung aus.
Das Individuum fungiert als Träger des Handelns und Auslöser der Spaltung stagnierender Strukturen; es bringt individuelles Wissen ein, welches in einer lernenden Organisation in kollektives Wissen überführt werden muss.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

