Diplomarbeit, 2004
139 Seiten, Note: 2
Vorwort
1 „Elektrosmog“ – elektromagnetische Grundlagen
Ionisierende Strahlung
Optische Strahlung
Hochfrequente elektromagnetische Felder und Mikrowellen
Niederfrequente magnetische Felder
Niederfrequente elektrische Felder
Magnetostatische Felder
Elektrostatische Felder
2 Das biologische System Mensch
Psychotronik und Wetterfühligkeit
Reaktionsprinzipien biologischer Systeme
Biophysikalische Absorption elektromagnetischer Strahlung
Biologische Fenster
3 Das natürliche elektromagnetische Feld
Die Erde und ihr Umfeld
Das Erdmagnetfeld und der Einfluss auf das Leben
Natürliche Gleichfelder
Natürliche Wechselfelder
4 Das künstliche elektromagnetische Feld
4.1 Arbeitsplatz und Bildschirmarbeit
4.1.1 Monitore
4.1.2 Beleuchtung
4.1.3 Kabelsalat
4.1.4 Wireless LAN – DECT- Schnurlostelefone
4.1.5 Netzteile
4.2 Exkurs: Das Sick-Building-Syndrom
5 Die Geschichte des Mobilfunk
6 Gesundheitliche Auswirkungen – thermische und athermische Wirkungen des Mobilfunks
6.1 Thermische Wirkungen
6.2 Athermische Wirkungen
6.2.1 Zellfunktionen und Bedeutung von Kalzium
6.2.2 Nerven und Muskeln
6.2.3 Blut-Hirn-Schranke
6.2.4 Die Melatonin-Hypothese
6.2.5 Amalgam
6.2.6 Gepulste Signale
6.3 Elektrosensibilität
7 Grenzwertproblematik
Baubiologische Richtwerte
Grenzwerte des elektrostatischen Feldes
Grenzwerte des magnetostatischen Feldes
Grenzwerte des elektrischen Wechselfeldes
Grenzwerte des magnetischen Wechselfeldes
Grenzwerte des elektromagnetischen Feldes (Hochfrequenz)
Grenzwerte der spezifischen Absorptionsrate (SAR-Wert)
8 Gegenmaßnahmen und Abschirmung elektromagnetischer Felder
Abschirmung von elektrischen Feldern
Abschirmung von magnetischen Feldern
Abschirmung hochfrequenter Strahlung
Abschirmung von Computern und Bildschirmen
Maßnahmen bei Mobiltelefonen
9 Exkurs: Magnetfeldtherapie
10 Zusammenfassung und Ausblick
11 Anhang 1: Langzeituntersuchungen an Tieren und Menschen
12 Anhang 2: Statistiken des Mobilfunks in Österreich
13 Anhang 3: Radiaesthesie
13.1 Das Wünschelrutenphänomen
13.2 Bedeutung und Geschichte
13.3 Grundlagen der Radiaesthesie
13.3.1 Wasseradern
13.3.2 Gittersysteme
13.3.3 Verwerfungen
13.3.4 Geomantische Zonen
13.4 Radiaestetisches Messen
14 Anhang 4: Maßeinheiten
Ziel der Arbeit ist es, einen wissenschaftlich fundierten Überblick über die Einflüsse natürlicher und künstlicher elektromagnetischer Strahlung auf das biologische System Mensch zu geben und dabei eine neutrale Auseinandersetzung mit der Elektrosmog-Problematik unter Berücksichtigung technischer, medizinischer und biologischer Aspekte zu ermöglichen.
Die Definition von „Elektrosmog“
„Der Begriff "Elektrosmog" ist Ende der siebziger Jahre entstanden. Sein Wortbestandteil "smog" setzt sich aus den beiden englischen Worten "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel) zusammen. Parallel zu dem "normalen" Smog bedeutet Elektrosmog also die zunehmende "Verunreinigung" der menschlichen Umgebung mit elektromagnetischer Strahlung.“ [siehe Nehe03, 1]
Unter "Elektro-Magnetische Feldern" (EMF) werden jene physikalischen Elementarerscheinungen bezeichnet, bei denen Energie nicht mit der Masse, sondern über den Ladungsträger übertragen wird. Diese Erscheinungen kommen in der Natur in unterschiedlichen Formen vor. Im Laufe der Evolution war der Mensch ihrer Strahlung ausgesetzt. In den letzten hundert Jahren wurde in der Technik eine Vielfalt an EMF in Anwendung von elektrischen Geräten hinzugefügt. Die Ambivalenz zwischen den großen Vorteilen neuer Techniken und der wachsenden Sorge, inwieweit technische EMF gesundheitsschädliche Wirkungen mit sich tragen, wird in dieser Arbeit anhand von Untersuchungsergebnissen diskutiert.
Da die elektromagnetische Strahlung, abhängig von Art und Frequenz, unterschiedliche Ausbreitung in der Natur, in Wohngebäuden und im menschlichen Körper erfahren und dort sehr verschiedenartig einwirken können, werden Erläuterungen des derzeitigen Wissensstandes entsprechend der notwendigen Feldklassifikation im Detail für die einzelnen Gruppen vorgenommen. [vgl. Gött03, 1]
1 „Elektrosmog“ – elektromagnetische Grundlagen: Definition des Begriffs Elektrosmog und Einordnung physikalischer elektromagnetischer Felder anhand des Frequenzspektrums.
2 Das biologische System Mensch: Untersuchung der Funktionsweise des menschlichen Organismus im Hinblick auf elektromagnetische Einflüsse sowie Konzepte wie biologische Fenster.
3 Das natürliche elektromagnetische Feld: Darstellung der Einflüsse der Erde, insbesondere des Erdmagnetfelds, auf das Leben.
4 Das künstliche elektromagnetische Feld: Analyse technischer Strahlenquellen, schwerpunktmäßig an Bildschirmarbeitsplätzen und in der Büro-Infrastruktur.
5 Die Geschichte des Mobilfunk: Überblick über die historische Entwicklung der Mobilfunkgenerationen von analogen Anfängen bis zum UMTS-Standard.
6 Gesundheitliche Auswirkungen – thermische und athermische Wirkungen des Mobilfunks: Differenzierung zwischen thermischen Erwärmungseffekten und athermischen, biologischen Langzeitwirkungen auf Zellen und Nervensystem.
7 Grenzwertproblematik: Kritische Betrachtung der gesetzlichen Grenzwerte im Vergleich zu baubiologischen Richtwerten.
8 Gegenmaßnahmen und Abschirmung elektromagnetischer Felder: Zusammenstellung praktischer Ansätze zur Reduzierung der Strahlenbelastung im Wohn- und Arbeitsumfeld.
9 Exkurs: Magnetfeldtherapie: Kurze Erläuterung positiver Anwendungen von Magnetfeldern in der Alternativmedizin.
10 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee zur Relevanz der Thematik für eine präventive technische Denkrichtung.
Elektrosmog, elektromagnetische Felder, Mobilfunk, Strahlung, biologische Wirkungen, Erdmagnetfeld, Gesundheit, Abschirmung, Grenzwerte, Baubiologie, Zellbiologie, Blut-Hirn-Schranke, Melatonin, Radiaesthesie, Mikrowellen.
Die Arbeit behandelt die Wechselwirkungen zwischen natürlicher und künstlicher elektromagnetischer Strahlung und deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.
Die zentralen Felder umfassen die physikalischen Grundlagen elektromagnetischer Strahlung, die biologische Sensibilität des Menschen, technische Strahlenquellen sowie Maßnahmen zur Reduktion dieser Belastungen.
Das Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte und neutrale Darstellung der Problematik „Elektrosmog“, um ein tieferes Verständnis für die biologische Wirksamkeit von Strahlung zu schaffen.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Zusammenführung technischer, medizinischer und biologischer Forschungsergebnisse und empirischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, biologische Systemreaktionen, den Vergleich natürlicher und künstlicher Felder, die Geschichte des Mobilfunks sowie eine detaillierte Analyse gesundheitlicher Auswirkungen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Elektrosmog, biologische Fenster, elektromagnetische Verträglichkeit, Mobilfunk, Strahlungsschutz und baubiologische Richtwerte.
Die Arbeit zeigt auf, dass Mobilfunkstrahlung bereits nach kurzer Einwirkdauer die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhöhen kann, was das Eindringen von Toxinen in das Gehirn ermöglichen könnte.
Radiaesthesie wird im Anhang als Grenzwissenschaft behandelt, wobei die Arbeit die Hypothese vertritt, dass der Mensch physikalisch in der Lage ist, als Empfänger auf natürliche magnetische Felder zu reagieren.
Thermische Wirkungen beziehen sich auf die unmittelbare Erwärmung von Gewebe durch Strahlung, während athermische Wirkungen bereits unterhalb dieser Temperaturschwelle stattfinden und Prozesse wie Zellregulation oder Hormonhaushalt stören können.
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