Masterarbeit, 2004
130 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Auslandsentsendung von Führungskräften
2.1 Entsendung aus Sicht des Unternehmens
2.1.1 Entsendungsziele
2.1.2 Entsendungsstrategien
2.2 Entsendung aus Sicht des Mitarbeiters
2.2.1 Entsendungsmotive
2.2.2 Phänomen Auslandsmüdigkeit
2.3 Formen der Auslandsentsendung
2.4 Der Entsendungsprozess
2.4.1 Auswahl
2.4.2 Vorbereitung
2.4.3 Entsendungsphase
2.4.4 Reintegration
2.5 Zusammenfassung
3. Die Führungskraft im Spannungsfeld der Kulturen (Länderbeispiel Japan)
3.1 Der Kulturbegriff
3.1.1 Eingrenzung des Kulturbegriffs
3.1.2 Schichten von Kulturen
3.2 Kulturdimensionen nach Hofstede
3.2.1 Machtdistanz
3.2.2 Individualismus versus Kollektivismus
3.2.3 Unsicherheitsvermeidung
3.2.4 Maskulinität versus Femininität
3.2.5 Kurzfristige versus langfristige Orientierung
3.3 Zentrale Problemfelder der Auslandsentsendung
3.3.1 Berufliche Problembereiche
3.3.2 Problembereiche der Entsendung
3.3.3 Zeitliche Entwicklung der Problemklassen
3.4 Problembewältigung
3.4.1 Bewältigungsformen
3.4.2 Bewältigungserfolg
3.5 Zusammenfassung
4. Stresstheoretische Perspektive der Auslandsentsendung
4.1 Anpassungsgeschehen
4.1.1 Anpassungsprozess
4.1.2 Verhaltensstrategien
4.1.3 Entsendung als Stresssituation
4.2 Transaktionales Stressmodell nach Lazarus
4.2.1 Primäre Bewertung
4.2.2 Sekundäre Bewertung
4.2.3 Neubewertung
4.3 Bewältigungsressourcen
4.3.1 Personenbezogene Bewältigungsressourcen
4.3.2 Situationsbezogene Bewältigungsressourcen
4.4 Kriterien des Entsendungserfolges
4.4.1 Persönlichkeitsbezogene Kriterien
4.4.2 Familienbezogene Faktoren
4.4.3 Unternehmensbezogene Faktoren
4.4.4 Gastlandbezogene Faktoren
4.4.5 Schlussfolgerungen
4.5 Zusammenfassung
5. Maßnahmen zur Erhöhung des Entsendungserfolges
5.1 Auswahl
5.1.1 Internationale Handlungskompetenz
5.1.2 Auswahlkriterien
5.1.3 Interkulturelles Assessment Center
5.2 Vorbereitung
5.2.1 Ziele interkultureller Trainings
5.2.2 Trainingsmethoden
5.2.3 Kultur-Assimilator-Training
5.3 Betreuung
5.3.1 Fachliche Betreuung
5.3.2 Administrative Betreuung
5.3.3 Psychologische Betreuung
5.4 Reintegration
5.4.1 Reintegrations-Kulturschock
5.4.2 Maßnahmen zur Reintegration
5.5 Zusammenfassung
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den internationalen Einsatz von Führungskräften aus einer stresstheoretischen Perspektive, um Lösungsansätze für die häufig lückenhafte Entsendungsgestaltung zu finden. Ziel ist es, durch die Analyse der Problematiken und Bewältigungsstrategien von Auslandsentsandten – beispielhaft am Länderkontext Japan aufgezeigt – Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten, die den Entsendungserfolg steigern können.
3.1.2 Schichten von Kulturen
Die Vielschichtigkeit von Kulturen lässt sich anschaulich durch das abgebildete Zwiebelmodell von Hofstede darstellen: In der obersten Zwiebelschicht befinden sich die Symbole. Diese zählen zu den direkt wahrnehmbaren Zeichen einer Kultur, die Einsicht in bedeutsame Werte, Normen und Grundannahmen einer Kultur geben. Beispiele hierfür sind z.B. Wörter, Gesten, Architektur oder Mode. Im Ländervergleich geben z.B. deutsche und japanische Büros folgende Hinweise auf der Artefakte-Ebene der Unternehmenskultur: Während deutsche Führungskräfte in der Regel über einen eigenen deutlich abgetrennten Arbeitsplatz verfügen und oftmals hinter verschlossener Tür tätig sind, arbeiten japanische Führungskräfte in Großraumbüros mit Glasfenstern, wodurch sie leichter ansprechbar für ihre Mitarbeiter sind. Deutsche Führungskräfte in Japan beschweren sich dementsprechend oftmals über mangelnde Privatsphäre, während japanische Entsandte in Deutschland die fehlende Möglichkeit informeller Kommunikation beklagen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Globalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit der Entsendung von Führungskräften ein, benennt das hohe Scheiterungsrisiko von Auslandseinsätzen und skizziert die methodische Verbindung von Managementforschung und Stresstheorie.
2. Auslandsentsendung von Führungskräften: Dieses Kapitel erläutert die Ziele und Strategien von Unternehmen bei Entsendungen, beleuchtet die Motive der Mitarbeiter sowie das Phänomen der Auslandsmüdigkeit und definiert verschiedene Entsendungsformen sowie den Prozessablauf.
3. Die Führungskraft im Spannungsfeld der Kulturen (Länderbeispiel Japan): Dieses Kapitel analysiert das kulturelle Spannungsfeld für Expatriates anhand des Länderbeispiels Japan, nutzt Hofstedes Kulturdimensionen zur Veranschaulichung und identifiziert spezifische berufliche sowie private Problemfelder und deren Bewältigung.
4. Stresstheoretische Perspektive der Auslandsentsendung: Dieses Kapitel überträgt das transaktionale Stressmodell von Lazarus auf den Auslandseinsatz, analysiert das Anpassungsgeschehen als Stressprozess und leitet Bewältigungsressourcen sowie Kriterien für den Entsendungserfolg ab.
5. Maßnahmen zur Erhöhung des Entsendungserfolges: Dieses Kapitel entwickelt konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die den gesamten Entsendungsprozess von der Auswahl über interkulturelle Trainingsmethoden bis hin zur Betreuung und erfolgreichen Reintegration umfassen.
6. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Bedeutung der stresstheoretischen Perspektive für ein erfolgreiches internationales Personalmanagement und weist auf den weiteren Forschungsbedarf hin.
Auslandsentsendung, Führungskräfte, Interkulturelle Kompetenz, Stresstheorie, Transaktionales Stressmodell, Anpassungsprozess, Kulturschock, Entsendungserfolg, Japan, Personalmanagement, Reintegration, Hofstede, Bewältigungsstrategien, Internationalisierung, Auslandsmüdigkeit.
Die Arbeit untersucht den internationalen Einsatz von Führungskräften durch deutsche Unternehmen unter Anwendung einer stresstheoretischen Perspektive, um zu analysieren, warum viele Entsendungen scheitern und wie der Entsendungserfolg gesteigert werden kann.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Entsendung, die Analyse kultureller Spannungsfelder am Beispiel Japans, die Anwendung des transaktionalen Stressmodells nach Lazarus sowie konkrete personalpolitische Maßnahmen zur Verbesserung des Entsendungserfolges.
Das primäre Ziel ist es, Lösungsansätze zur verbesserten Gestaltung von Auslandsentsendungen zu finden, indem das Anpassungsgeschehen als Stressphänomen verstanden und daraus Handlungsempfehlungen für das Unternehmen abgeleitet werden.
Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturanalyse zur kulturvergleichenden Managementforschung mit einer stresstheoretischen Analyse des Anpassungsprozesses, ergänzt durch die Auswertung empirischer Studien zu Entsendungsproblemen und Bewältigungsstrategien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Entsendung, eine detaillierte Betrachtung des kulturellen Spannungsfeldes (Japan), die wissenschaftliche Fundierung durch ein Stressmodell und die praktische Ableitung von Maßnahmen zur Auswahl, Vorbereitung, Betreuung und Reintegration.
Die wichtigsten Schlagworte sind Auslandsentsendung, interkulturelle Kompetenz, Stresstheorie, transaktionales Stressmodell, Entsendungserfolg, Kulturschock und Reintegration.
Japan wird gewählt, da es einerseits eine hohe kulturelle Distanz zu Deutschland aufweist und andererseits Deutschlands wichtigsten Wirtschafts- und Handelspartner in Asien darstellt, was es zu einem prädestinierten Untersuchungsobjekt für interkulturelle Konflikte macht.
Im Gegensatz zu reiz- oder reaktionszentrierten Modellen betont der transaktionale Ansatz, dass sich Person und Umwelt fortlaufend beeinflussen, wobei Bewertungsvorgänge und Bewältigungshandlungen darüber entscheiden, ob ein Reiz als stressig empfunden wird oder nicht.
Der Ehepartner wird als kritische Ressource identifiziert; eine schlechte Anpassung des Partners kann den Entsendungserfolg gefährden, während ein unterstützender Partner wesentlich zur Bewältigung von Stress im Ausland beiträgt.
Die Reintegration ist oft mit einem zweiten Kulturschock verbunden, da Rückkehrer fälschlicherweise erwarten, in eine ihnen bekannte Umgebung zurückzukehren, während sich sowohl der Mitarbeiter als auch das Unternehmen in der Zwischenzeit verändert haben.
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