Diplomarbeit, 2005
130 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einleitung
2 Die Phraseologie
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Die Eigenschaften von Phraseologismen
3.1.1 Festigkeit
3.1.2 Idiomatizität und Motiviertheit
3.2 Die Lesarten des Phraseologismus
3.2.1 Wortspiele
3.2.2 Nur eine Lesart
3.2.3 Zwei Lesarten, die sich disjunktiv zueinander verhalten
3.2.4 Zwei Lesarten, die simultan realisiert werden bzw. werden können
3.2.5 Gemischter Typ
3.3 Lesarten und Polysemie
4 Klassifizierung der Phraseologismen
4.1 Basisklassifikation
4.1.1 Referentielle Phraseologismen
4.1.1.1 Nominative Phraseologismen
4.1.1.2 Propositionale Phraseologismen
4.1.2 Strukturelle und kommunikative Phraseologismen
4.2 Spezielle Klassen
4.2.1 Kinegramme
4.2.2 (Echte) Kinegramme mit zweischichtiger Bedeutung
4.2.3 Pseudo-Kinegramme
5 Somatismen
5.1 Idiomatik und Anthropologie
5.2 Der Begriff Somatismus
6 Metonymie, Metapher und Bildlichkeit
7 Versuch der Klassifizierung von Somatismen
7.1 Phraseologismen, die eine lexikalisierte Wort-Metapher beinhalten
7.2 Zwei Lesarten, die simultan realisiert werden können
7.2.1 Kinegramme
7.2.2 Pseudokinegramme
7.3 “Reine” Metonymien
7.4 Zwei Lesarten, die sich disjunktiv zueinander verhalten
8 Analysekriterien zur Kontrastierung der italienischen und deutschen Somatismen
8.1 Die Äquivalenztypen
8.1.1 Totale Äquivalenz
8.1.2 Partielle Äquivalenz
8.1.3 Nulläquivalenz
9 Somatismen mit mano als wendungsinterner Konstituente
9.1 Phraseologismen, die eine lexikalisierte Wort-Metapher beinhalten
9.2 Kinegramme
9.2.1 Totale Äquivalenz
9.2.2 Partielle Äquivalenz
9.2.2.1 Äquivalenztyp a)
9.3 Pseudokinegramme
9.3.1 Totale Äquivalenz
9.3.2 Partielle Äquivalenz
9.3.2.1 Äquivalenztyp c)
9.3.3 Nulläquivalenz
9.4 “Reine” Metonymien
9.4.1 Partielle Äquivalenz
9.4.1.1 Äquivalenztyp a)
9.4.1.2 Äquivalenztyp b)
9.4.1.3 Äquivalenztyp d)
9.4.1.4 Äquivalenztyp e)
9.4.1.5 Äquivalenztyp g)
9.4.2 Nulläquivalenz
9.5 Zwei Lesarten, die sich disjunktiv zueinander verhalten
9.5.1 Totale Äquivalenz
9.5.2 Partielle Äquivalenz
9.5.2.1 Äquivalenztyp a)
9.5.2.2 Äquivalenztyp b)
9.5.2.3 Äquivalenztyp c)
9.5.2.4 Äquivalenztyp d)
9.5.2.5 Äquivalenztyp e)
9.5.2.6 Äquivalenztyp f)
9.5.3 Nulläquivalenz
10 Konklusion
11 Bibliographie
11.1 Sekundärliteratur
11.2 Wörterbücher
12 Anhang
12.1 Riassunto
12.2 Corpus
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, italienische Somatismen (Phraseologismen mit Körperteilkomponente), die den Körperteil "mano" (Hand) enthalten, semantisch und formal zu analysieren und mit deutschen Entsprechungen zu vergleichen, um Unterschiede und Ähnlichkeiten herauszuarbeiten.
9.1 Phraseologismen, die eine lexikalisierte Wort-Metapher beinhalten
Vorausschickend soll festgehalten werden, dass eine detaillierte Kontrastierung der italienischen und deutschen Somatismen in diesem Kapitel hinfällig wird, da es normalerweise keine deutschen somatischen Entsprechungen für L1 gibt. Dies ist zurückzuführen auf die konventionalisierten Bedeutungen von mano in L1, die in L2 größtenteils nicht vorhanden sind, d.h. Hand bedeutet in L2 nicht “Richtung”, “Anstrich/Schicht” oder “Runde”. Hand kann in diesem Zusammenhang nur in der Bedeutung von “Seite” aktualisiert werden, denn man sagt, dass sich etwas zur linken/rechten Hand befindet.
Mano in der Bedeutung von “Richtung” und “Seite” ist durch eine der Grundfunktionen der Hand motiviert, nämlich jene des Orientierens. Grundlage bildet hier die Lage des Körperteils in Bezug auf den ganzen Körper. Der Mensch orientiert sich nach der rechten und linken Hand, d.h. alles, was sich auf der Seite der rechten Hand befindet, bedeutet “rechts” und alles was sich auf der Seite der linken Hand befindet “links”. Damit sind zwei der vier Grundkoordinaten der Richtung (“vorn”, “hinten”, “rechts”, “links”) abgesteckt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert Somatismen als Phraseologismen mit Körperteilkomponente und legt den Fokus auf den Körperteil "mano" im Italienischen sowie die Zielsetzung der kontrastiven Analyse.
2 Die Phraseologie: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Phraseologie und definiert zentrale Termini wie Phraseologismus, während es das Verhältnis zu Syntax und Lexikologie beleuchtet.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Definitionskriterien wie Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität sowie das Konzept der Lesarten und die Polysemie von Phraseologismen erörtert.
4 Klassifizierung der Phraseologismen: Dieses Kapitel präsentiert eine Basisklassifikation nach Burger und erläutert spezielle Klassen wie Kinegramme und Pseudokinegramme.
5 Somatismen: Es wird die anthropologische Bedeutung der Körperteile in der Idiomatik untersucht und der Begriff Somatismus für die vorliegende Arbeit definiert.
6 Metonymie, Metapher und Bildlichkeit: Hier werden die kognitiven Konzepte Metonymie und Metapher in Bezug auf Somatismen sowie die Abgrenzung von Begriffen wie "bildlich" definiert.
7 Versuch der Klassifizierung von Somatismen: Dieser Teil ordnet Somatismen in fünf Gruppen ein, basierend auf ihrer metaphorischen oder metonymischen Struktur.
8 Analysekriterien zur Kontrastierung der italienischen und deutschen Somatismen: Dieses Kapitel legt die Kriterien und die Äquivalenztypen (totale, partielle, Nulläquivalenz) für den Sprachenvergleich fest.
9 Somatismen mit mano als wendungsinterner Konstituente: Den Kern der Arbeit bildend, analysiert dieses Kapitel detailliert italienische Somatismen mit "mano" und vergleicht sie mit entsprechenden deutschen Ausdrücken.
10 Konklusion: Das Fazit fasst die Ergebnisse der kontrastiven Analyse zusammen und bestätigt, dass zwischen beiden Sprachen viele partielle Äquivalenzen bestehen, aber auch signifikante Unterschiede in der Konzeptualisierung auftreten.
Phraseologie, Somatismen, Hand, mano, Idiomatizität, Kinegramme, Kontrastive Linguistik, Äquivalenz, Metapher, Metonymie, Phraseologismus, Sprachenvergleich, Semantik, Morphosyntax, Konzeptualisierung
Die Arbeit befasst sich mit einem kontrastiven Vergleich von Somatismen (Phraseologismen, die einen Körperteil beinhalten), speziell solchen, die im Italienischen den Körperteil "mano" (Hand) enthalten, und ihren deutschen Entsprechungen.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Phraseologie, die Klassifizierung von Somatismen sowie deren kontrastive Untersuchung hinsichtlich ihrer semantischen, morphosyntaktischen und kognitiven Struktur.
Ziel ist es, die Verwendung des Körperteils "mano" in italienischen Redewendungen zu untersuchen, ihre Bedeutung im Detail zu analysieren und deutsche Entsprechungen zu finden oder Unterschiede in der Konzeptualisierung aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt einen kontrastiven linguistischen Ansatz, bei dem italienische Somatismen anhand ihrer idiomatischen Gesamtbedeutung mit deutschen Entsprechungen verglichen und in Äquivalenztypen kategorisiert werden.
Kapitel 9 bildet den empirischen Kern und klassifiziert und analysiert spezifische italienische Somatismen mit der Konstituente "mano", wobei für jedes Beispiel die italienische Bedeutung erklärt und der deutsche Vergleich angestellt wird.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Phraseologie, Somatismen, Idiomatizität, Äquivalenz, Kontrastive Linguistik, Kinegramme, Metapher und manuelle Konzeptualisierung charakterisieren.
Der Mensch schöpft bei der Versprachlichung der Welt stark aus seinen körperlichen Erfahrungen. Die Hand ist dabei das aktive Werkzeug des Menschen ("begreifen"), was sie zu einem zentralen Element in der mentalen Konzeptualisierung und somit in der Idiomatik macht.
Ein Kinegramm verbalisiert nonverbales Verhalten, das in der Kommunikation real ausgeführt werden kann. Bei einem Pseudokinegramm wird dieses Verhalten hingegen ausschließlich im metaphorischen oder übertragenen Sinn verwendet.
Die Autorin differenziert zwischen totaler Äquivalenz (vollkommene Entsprechung), partieller Äquivalenz (Unterschiede in Bedeutungsschattierungen, Lexik oder Syntax) und Nulläquivalenz (keine somatische Entsprechung im Deutschen vorhanden).
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