Examensarbeit, 2002
86 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
1. Theoretische Grundlagen
1.1. Begabung
1.1.1. Definition von Begabung
1.1.1.1. Intelligenz
1.1.1.2. Kreativität
1.1.1.3. Motivation
1.1.2. Formen der Hochbegabung
1.1.3. Identifikation der Hochbegabten
1.1.4. Förderungsmöglichkeiten für begabte Kinder
1.2. Zwischenzusammenfassung
2. Zum bildnerischen Verhalten des Kindes
2.1. Die Kinderzeichnung als Gegenstand der Forschung
2.2. Die Entwicklung der zeichnerischen Fähigkeiten beim Kind
2.3. Die Entwicklung der Raumdarstellung
3. Die künstlerische Begabung
4. Zur künstlerischen Teilbegabung – Die visuell–räumliche Intelligenz
5. Die eigene Untersuchung zur Entdeckung einer künstlerischen Teilbegabung im Grundschulalter
5.1. Zur Untersuchungsklasse
5.2. Kriterien für die künstlerische Teilbegabung
5.3. Methodische Vorüberlegungen zur Entdeckung einer künstlerischen Teilbegabung
5.4. Zur Durchführung der Untersuchung
5.5. Allgemeine Auswertung der Zeichnungen
5.6. Vorstellung der Kinder und Auswertung ihrer Zeichnungen bei Verdacht auf eine künstlerische Teilbegabung
6. Förderungsmöglichkeiten für die Entfaltung der künstlerischen Teilbegabung
6.1. Allgemeine Hinweise
6.2. Zum Kennzeichnen von Raumtiefe mit Linien
6.3. „Ich beobachte die Segelschiff-Regatta“
6.4. Perspektivisches Zeichnen
6.4.1 „Unsere Stadt“
6.4.2 „Kubismus für Kinder“
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Entdeckung und gezielten Förderung künstlerisch begabter Kinder im Grundschulalter, wobei der Fokus auf der bildnerisch-zeichnerischen Begabung und der Fähigkeit zur Raumdarstellung liegt. Es wird geprüft, welche Kriterien für eine künstlerische Teilbegabung existieren und wie diese in einer Rostocker Grundschulklasse identifiziert und unterstützt werden können.
0. EINLEITUNG
„Keine Gesellschaft kann es sich leisten, ihre begabtesten Mitglieder zu ignorieren, und alle Gesellschaften müssen sich ernsthaft damit auseinandersetzen, wie sie besondere Talente am besten fördern und ausbilden können.“ (WINNER 1998, 9)
Als ich mich, angeregt durch eine Lehrveranstaltung im Lernbereich Kunst und Gestaltung, mit dem Leben verschiedener Künstler beschäftigte, war ich fasziniert von den zeichnerischen Fähigkeiten, über die sie schon als Kinder verfügten. Pablo Picasso, z.B., zählte zu den Wunderkindern. Bereits mit sieben Jahren fertigte er akademische Zeichnungen an, deren minuziöse Genauigkeit ihn selbst erschreckten (vgl. WALTHER 1999, 8). Auch über Claude Monet wird berichtet, dass sich sein Zeichentalent früh zeigte (vgl. ZEIDLER 1998, 7). Mein so entstandenes Interesse an der künstlerischen Begabung im Kindesalter wurde verstärkt, als mir Kinderzeichnungen eines Erwachsenen aus meinem persönlichen Umfeld in die Hände fielen. Ich fragte mich, ob da vielleicht auch eine künstlerische Begabung vorhanden war, die aber leider nicht entdeckt und somit nicht gefördert werden konnte, wie vielleicht bei vielen anderen Kindern auch. Um in meiner zukünftigen Tätigkeit als Grundschullehrerin sensibilisiert für die künstlerische Begabung zu sein, entschied ich mich für das Thema: „Die Entdeckung und Förderung künstlerischer Begabung im Grundschulalter“.
0. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch die Faszination für frühkindliche zeichnerische Begabungen und verfolgt die Absicht, Kriterien für bildnerisch-zeichnerische Begabung bei Grundschulkindern zu ermitteln.
1. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet einen Überblick über das vielschichtige Konzept der Begabung, die Komponenten Intelligenz, Kreativität und Motivation sowie Methoden zur Identifikation und Förderung.
2. Zum bildnerischen Verhalten des Kindes: Es werden die Forschungsgeschichte zur Kinderzeichnung sowie die Entwicklungsphasen des kindlichen Zeichnens und der Raumdarstellung erläutert.
3. Die künstlerische Begabung: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle angeborener und erworbener Elemente für die künstlerische Begabung unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur.
4. Zur künstlerischen Teilbegabung – Die visuell–räumliche Intelligenz: Das Kapitel verknüpft die künstlerische Teilbegabung mit der Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner und der Bedeutung des räumlichen Denkens.
5. Die eigene Untersuchung zur Entdeckung einer künstlerischen Teilbegabung im Grundschulalter: Hier werden das Design, die Durchführung und die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in einer dritten Grundschulklasse vorgestellt.
6. Förderungsmöglichkeiten für die Entfaltung der künstlerischen Teilbegabung: Die Autorin leitet konkrete pädagogische Fördermaßnahmen aus den Ergebnissen ab, darunter den Einsatz von Linienführung, perspektivischem Zeichnen und kubistischen Gestaltungselementen.
7. Schlussbetrachtung: Die Autorin resümiert, dass durch die Arbeit wichtige Hinweise zur Identifikation und Förderung künstlerischer Begabung gegeben werden konnten, auch wenn in der spezifischen Stichprobe kein hochbegabtes Kind identifiziert wurde.
künstlerische Begabung, Grundschulalter, Raumdarstellung, Kinderzeichnung, visuell-räumliche Intelligenz, Begabungsförderung, Differenzierung, bildnerisches Gestalten, Kreativität, Intelligenz, Motivation, Identifikation, Kunstpädagogik, Perspektive, Zeichenentwicklung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entdeckung und Förderung von künstlerischer Begabung, insbesondere der bildnerisch-zeichnerischen Fähigkeiten, bei Kindern im Grundschulalter.
Die zentralen Themen sind Begabungsdefinitionen, die entwicklungspsychologischen Grundlagen der Kinderzeichnung, die Rolle der visuell-räumlichen Intelligenz und didaktische Konzepte zur Förderung im Kunstunterricht.
Ziel ist es, Kriterien für eine künstlerische Teilbegabung bei Grundschulkindern zu identifizieren und zu prüfen, ob sich diese durch Unterrichtsbeobachtungen in einer dritten Klasse feststellen lassen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu Begabungstheorien und Zeichenentwicklung sowie einer empirischen Untersuchung in einer dritten Grundschulklasse durch Zeichenaufgaben.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Begabung und Kinderzeichnung, die Darstellung der eigenen Untersuchung in einer Grundschulklasse sowie konkrete Förderkonzepte für den Kunstunterricht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie künstlerische Begabung, Raumdarstellung, Kinderzeichnung, visuell-räumliche Intelligenz und Begabungsförderung charakterisiert.
Die Autorin betrachtet die Fähigkeit zur Raumdarstellung als einen wesentlichen Teilbereich der zeichnerischen Begabung, der eine differenzierte Analyse der Fähigkeiten eines Kindes ermöglicht.
Die dritte Klasse wurde gewählt, da sich die Kinder in dieser Altersstufe (9-10 Jahre) in einer für die zeichnerische Entwicklung kritischen Phase am Ende der Schemaphase befinden, in der sich individuelle Begabungen abzeichnen können.
Der Rahmenplan Kunst und Gestaltung dient als theoretische Grundlage für die didaktischen Empfehlungen, da er einen schülerorientierten und differenzierten Unterricht fordert, der auch begabten Schülern Freiraum bietet.
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