Diplomarbeit, 2005
106 Seiten, Note: sehr gut
Einleitung
I. Das Wesen der gesetzlichen Rentenversicherung
1. Geschichte und Grundlagen, ein kurzer Überblick
2. Augenblickliche Sicherungsziele
3. Aktuelle Rentenarten
3.1 Renten wegen Alters
3.1.1 Regelaltersrente
3.1.2 Altersrente für langjährig Versicherte
3.1.3 Altersrente für Schwerbehinderte
3.1.4 Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit
3.1.5 Altersrente für Frauen
3.2 Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
3.2.1 Rente wegen teilweiser bzw. voller Erwerbsminderung
3.2.2 Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit
3.3 Renten wegen Todes
3.3.1 Kleine Witwen- und Witwerrente
3.3.2 Große Witwen- und Witwerrente
3.3.3 Erziehungsrente
3.3.4 Waisenrente
4. Demographie und Altersentwicklung in Deutschland seit Entstehung der Rentenversicherung
4.1 Geburtenentwicklungen
4.2 Lebenserwartungen
4.3 Wanderungen
4.4 Die aktuelle Bevölkerungsentwicklung
II. Der Generationenvertrag
1. Der Grundgedanke
2. Betrachtung des Generationenvertrages
3. Generationenbeziehungen im demographischen Wandel
3.1 innerfamiliäre Generationenbeziehungen
3.2 außerfamiliäre Generationenbeziehungen
4. Symmetrische Solidarität aller Generationen
III. Die Zukunft des Rentensystems
1. Gründe für ein verändertes, neues Rentensystem durch verschobene Determinanten des Generationenvertrages
2. Mögliche Gestaltung einer neuen, attraktiven Rentenversicherung
IV. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, die aktuelle Situation der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung des demographischen Wandels zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, ob das bestehende Modell des Generationenvertrages zukunftsfähig ist. Die Forschungsfrage widmet sich der Identifikation von Problemen und der Entwicklung eines Modells für eine neue, attraktive Rentenversicherung.
1. Geschichte und Grundlagen, ein kurzer Überblick
" ... Aber auch diejenigen, welche durch Alter oder Invalidität erwerbsunfähig werden, haben der Gesamtheit gegenüber einen begründeten Anspruch auf ein höheres Maß an Fürsorge, als ihnen bisher hat zuteil werden können. Für diese Fürsorge die rechten Mittel und Wege zu finden, ist eine schwierige, aber auch eine der höchsten Aufgaben jedes Gemeinwesens, welches auf den sittlichen Fundamenten des christlichen Volkslebens steht ... " aus der Kaiserlichen Botschaft Kaiser Wilhelms I. vom 17.11.1881
Diese Botschaft war die „Geburtsstunde“ der deutschen Sozialversicherung. Eine neue Klasse, die Arbeiter-Klasse entwickelte sich während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Soziale Mißstände dieser Bevölkerungsschicht konnten nicht mehr durch deren Familien oder gar durch soziale Hilfe anderer aufgefangen werden.
Auf Anraten des damaligen Reichskanzler Bismarck, der sowohl soziale als auch politische Ziele verfolgte, rief Kaiser Wilhelm der I. den Reichstag auf, Gesetze zum Schutze der Arbeiter gegen Krankheit, Unfall, Invalidität und Alter zu beschließen. 1889 wurde letztendlich das Altersversicherungsgesetz durch den Reichstag verabschiedet.
Es war nunmehr die Grundlage der gesetzlichen Rentenversicherung geschaffen. Seither gilt der Generationenvertrag als Grundlage zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung. Basierend darauf wird die Rente der gesetzlichen Sozialversicherung seit der „Großen Rentenreform“ 1957 durch das Umlageverfahren finanziert. Diese wohl bedeutendste Rechtsänderung in der Geschichte der Rentenversicherung seit 1891, brachte eine Vielzahl von Innovationen mit sich.
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der gesetzlichen Rentenversicherung in der gesellschaftspolitischen Debatte und stellt das Ziel der Arbeit vor, Lösungen für eine zukunftssichere Altersvorsorge zu suchen.
I. Das Wesen der gesetzlichen Rentenversicherung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick, beschreibt die aktuellen Sicherungsziele und detailliert die verschiedenen Rentenarten sowie die Auswirkungen des demographischen Wandels.
II. Der Generationenvertrag: Es wird das Prinzip des Generationenvertrages als Grundlage der Rentenfinanzierung beleuchtet, die Generationenbeziehungen im Wandel untersucht und die Frage nach symmetrischer Solidarität gestellt.
III. Die Zukunft des Rentensystems: Das Kapitel analysiert die Gründe für die Notwendigkeit eines neuen Rentensystems und skizziert Entwürfe für eine grundlegende, zukunftsorientierte Reform der Alterssicherung.
IV. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass das bestehende System einen Strukturwandel benötigt und fordert weitreichende Reformen, um den Fortbestand der verfassungsmäßigen Alterssicherung zu garantieren.
Gesetzliche Rentenversicherung, Generationenvertrag, Demographischer Wandel, Altersvorsorge, Rentenreform, Umlageverfahren, Grundsicherung, Erwerbsminderung, Alterssicherung, Sozialpolitik, Generationengerechtigkeit, Bevölkerungsentwicklung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland, ihrer historischen Entwicklung, ihren aktuellen Sicherungszielen und dem dringenden Reformbedarf durch demographische Verschiebungen.
Die zentralen Themen umfassen den Generationenvertrag, die verschiedenen Rentenarten, die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Bevölkerungsstruktur sowie Ansätze für eine neue, zukunftsorientierte Rentenversicherung.
Das Ziel ist es, die Probleme des bestehenden Systems aufzuzeigen und ein Modell für eine attraktive Rentenversicherung zu entwerfen, das den demographischen und gesellschaftlichen Veränderungen gerecht wird.
Neben der theoretischen Aufarbeitung des Themas wurde eine nichtrepräsentative Umfrage bei 40 Personen durchgeführt, um Einblicke in das Wissen und die Ängste der Bevölkerung bezüglich der Rentenversicherung zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Teile: die Darstellung des Wesens der gesetzlichen Rentenversicherung, die Analyse des Generationenvertrages sowie die Erörterung zukünftiger Gestaltungsmöglichkeiten des Rentensystems.
Wichtige Schlagworte sind Generationenvertrag, demographischer Wandel, Rentenreform, Umlageverfahren und soziale Sicherung.
Sie gilt als bedeutendste Zäsur, da sie die Einführung des Umlageverfahrens und einer lohnbezogenen Rentenformel sowie die Rehabilitation vor Rente einführte.
Dies bezieht sich auf das Sinken der Zahl der beitragszahlenden Erwerbstätigen im Verhältnis zur stetig wachsenden Anzahl der Rentenbezieher, was die Finanzierbarkeit des bisherigen Modells gefährdet.
Die private Vorsorge wird als notwendiger fester Bestandteil neben einer staatlichen Grundsicherung betrachtet, um das individuelle Leistungsprinzip zu stärken und Altersarmut vorzubeugen.
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