Magisterarbeit, 1999
85 Seiten, Note: 2
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Roman "Malina" von Ingeborg Bachmann. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Gesellschaft auf das Individuum, insbesondere im Hinblick auf die 'symbolische Ordnung' und ihre Auswirkungen auf Frauen. Die Arbeit betrachtet den Roman als eine 'Philosophie über die Krankheit', untersucht die Darstellung von 'Krankheit' in Malina und analysiert den Einfluss des Denkens von Jacques Lacan auf die Ich-Problematik im Roman.
Die zentralen Schlüsselwörter des Romans "Malina" sind: 'symbolische Ordnung', 'Krankheit', 'Ich', 'weibliches Schreiben', 'Barock', 'Negation', 'Gesellschaft', 'Individuum', 'Liebe', 'Tod', 'Zerstörung'. Diese Begriffe verweisen auf die zentralen Themen und Konzepte, die im Roman behandelt werden. Der Roman setzt sich kritisch mit der 'symbolischen Ordnung' der Gesellschaft auseinander, die das Individuum prägt und in bestimmte Rollen und Erwartungen drängt. 'Krankheit' dient dabei als Metapher für die psychischen und gesellschaftlichen Belastungen, die sich aus dieser Ordnung ergeben. 'Weibliches Schreiben' bezeichnet den spezifischen Umgang der Autorin mit den Herausforderungen einer patriarchalischen Gesellschaft und den damit verbundenen Anforderungen und Erwartungen.
Der Roman ist Teil des "Todesartenprojekts" und schildert die psychische Zerstörung einer Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft.
Krankheit dient als Metapher für die Belastungen, die durch die gesellschaftliche "symbolische Ordnung" auf das Individuum ausgeübt werden.
Die Zahl 3 verweist auf die Triplizität der Themen, die Dreiecksbeziehung (Ivan-Ich-Malina) und wird als Symbol für "weibliches Schreiben" gedeutet.
Die Arbeit untersucht die Ich-Problematik und die Konstruktion des Selbst im Spiegel der gesellschaftlichen Erwartungen nach lacanschen Theorien.
Ja, der Roman wurde von Werner Schroeter nach einem Drehbuch von Elfriede Jelinek verfilmt, was in der Arbeit analysiert wird.
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