Diplomarbeit, 2005
90 Seiten, Note: 1,5
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Business Improvement District
1.1 Begriffsbestimmung
1.2 Historische Entwicklung
1.3 Ziele und Maßnahmen
1.4 Aufbau und Struktur / Organisation
1.4.1 Ausgangssituation
1.4.2 Entwicklung
1.4.3 Administrative Struktur
1.5 Umsetzungsphasen
1.6 Finanzierung
1.7 Aufgaben und Funktionen
1.8 Nutzen
1.9 Pro & Contra
2 Abgaben- und organisationsrechtliche Bedingungen für eine Umsetzung in Deutschland
3 Diskussion von Umsetzungsbeispielen in Deutschland
3.1 Vergleich der Leitbilder Hamburg und Köln
3.2 Hamburg ‚Neuer Wall’
3.3 Köln ‚Ehrenstraße’
3.4 Zielsetzungen und Maßnahmen
3.4.1 Hamburg ‚Neuer Wall’
3.4.2 Köln ‚Ehrenstraße’
3.4.3 Zwischenfazit
3.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.5.1 Hamburg ‚Neuer Wall’
3.5.2 Köln ‚Ehrenstraße’
3.5.3 Zwischenfazit
3.6 Städtebauliche Rahmenbedingungen
3.6.1 Hamburg ‚Neuer Wall’
3.6.2 Köln ‚Ehrenstraße’
3.6.3 Zwischenfazit
3.7 Finanzierungsmöglichkeiten
3.7.1 Hamburg ‚Neuer Wall’
3.7.2 Köln ‚Ehrenstraße’
3.7.3 Zwischenfazit
3.8 BID vs. Interessengemeinschaft
3.8.1 Hamburg ‚Neuer Wall’
3.8.2 Köln ‚Ehrenstraße’
4 Resümee
5 Anhang
5.1 Gesetz zur Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren
5.2 Begründung
5.3 Planunterlagen aus der Wettbewerbsphase
5.4 Research Hamburg
5.5 Research Köln
Die Arbeit untersucht das Potenzial von "Business Improvement Districts" (BIDs) zur Revitalisierung und Stärkung innerstädtischer Geschäftsbereiche in Deutschland. Dabei wird analysiert, ob das amerikanische Modell der eigeninitiierten Quartiersaufwertung mittels zweckgebundener Zwangsabgaben auf deutsche Verhältnisse übertragen werden kann, wobei die Fallbeispiele Hamburg "Neuer Wall" und Köln "Ehrenstraße" als Diskussionsgrundlage dienen.
1.1 Begriffsbestimmung
Ein BID ist ein räumlich begrenzter, meist innerstädtischer Bereich, in dem sich Grundeigentümer und Gewerbetreibende zusammenschließen, um Maßnahmen zur Verbesserung ihres Umfeldes durchzuführen. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt dabei über eine Zwangsabgabe, die in der Regel von der Gemeinde zusammen mit der Grundsteuer eingezogen und dem BID zur Verfügung gestellt wird.
So sehr BIDs auch in Größe, Handlungsspielraum und Einflussnahme variieren, gibt es dennoch in Bezug auf ihre Entstehung und ihre Funktionsweise grundlegende gemeinsame Mechanismen.
Typische Voraussetzung für die Gründung eines BID ist, dass eine traditionelle Einkaufsstraße mit unterschiedlichen, meist kleineren Ladengeschäften und einer stark fragmentierten Eigentümerstruktur auf Grund der Konkurrenz zu einem professionell gemanagten Einkaufszentrum oder einer Einkaufsstraße mit sinkenden Kundenfrequenzen, Leerständen und zunehmendem Imageverlust zu kämpfen hat. Da erkennbar ist, dass der Standort und der geschäftliche Erfolg der einzelnen Läden nur durch eine gemeinsame Anstrengung gesichert werden können, geht die Initiative zur Gründung eines BIDs meist von den Ladeninhabern aus und wird meist erst in einem zweiten Schritt von einem Teil der Grundstückseigentümer mit getragen. Die Größe des BIDs und die genaue Gebietsabgrenzung fallen dabei sehr unterschiedlich aus.
1 Business Improvement District: Dieses Kapitel erläutert die Definition, Geschichte und Funktionsweise von BIDs sowie deren Aufgabenbereiche und Finanzierungsmodelle.
2 Abgaben- und organisationsrechtliche Bedingungen für eine Umsetzung in Deutschland: Es wird untersucht, welche rechtlichen Instrumente in Deutschland notwendig sind, um das BID-Modell, insbesondere die hoheitliche Erhebung einer Zwangsabgabe, realisieren zu können.
3 Diskussion von Umsetzungsbeispielen in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert anhand der Fallbeispiele Hamburg "Neuer Wall" und Köln "Ehrenstraße" die Anwendbarkeit des BID-Modells auf konkrete deutsche Innenstadtlagen.
4 Resümee: Hier wird die Eignung von BIDs als städtebauliches Instrument zur Revitalisierung von Innenstädten zusammenfassend beurteilt und ein Ausblick auf die notwendigen Rahmenbedingungen gegeben.
Business Improvement District, BID, Stadtmarketing, Innenstadtentwicklung, Quartiersaufwertung, Zwangsabgabe, Grundeigentümer, Standortmarketing, Public-Private-Partnership, Neuer Wall, Ehrenstraße, Revitalisierung, Einzelhandel, Standortqualität, Immobilienwirtschaft.
Die Arbeit analysiert das Konzept des Business Improvement District (BID) als Instrument zur Aufwertung innerstädtischer Geschäftsquartiere.
Im Fokus stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einführung von BIDs in Deutschland sowie deren organisatorische Struktur und Finanzierungsmodelle.
Das Ziel ist zu prüfen, ob sich das US-amerikanische BID-Modell erfolgreich in deutschen Städten implementieren lässt, um den Strukturwandel im Einzelhandel zu bewältigen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu BIDs sowie eine vergleichende Fallstudienanalyse der Standorte Hamburg "Neuer Wall" und Köln "Ehrenstraße".
Der Hauptteil beleuchtet die Definition und Geschichte von BIDs, die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland sowie den konkreten Vergleich der beiden Fallbeispiele.
Wesentliche Begriffe sind Business Improvement District, Stadtmarketing, Quartiersaufwertung und Innenstadtentwicklung.
Der "Neue Wall" gilt als Pilotprojekt, das bereits ein Gesetz zur Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren nutzt, um Maßnahmen zur Aufwertung des Standortes professionell zu koordinieren.
Die Ehrenstraße leidet unter einer stark fragmentierten Eigentümerstruktur und einer hohen "Trittbrettfahrer-Mentalität", die eine gemeinsame Finanzierung von Aufwertungsmaßnahmen auf freiwilliger Basis erschweren.
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