Diplomarbeit, 2004
129 Seiten, Note: 1,3
1. Abschnitt: Ansatzpunkte für die Marktprognose
A. Besonderheiten des Gutes ‚Wohnen‘
B. Einordnung der Untersuchungsgegenstände am Wohnungsmarkt
I. Wesensmerkmale
II. Nutzwertunterschiede zu anderen Haustypen
C. Systematik der Untersuchung
I. Auswahl des Untersuchungsansatzes
II. Angewandtes Verfahren
III. Eingrenzung des Prognoseumfangs
IV. Annahmegerüst fundamentaler Prognosebedingungen
2. Abschnitt: Identifikation geeigneter Indikatoren im untersuchten Teilmarkt
A. Rahmenbedingungen der Marktentwicklung
I. Auswirkungen konjunktureller Veränderungen
a) Gesamtwirtschaftliche Konjunktur
b) Wohnungswirtschaftskonjunktur
II. Relevanz wohnungswirtschaftspolitischer Veränderungen
a) Wirksamkeit wohnungswirtschaftspolitischer Eingriffe
b) Auswirkungen einer möglichen Absetzung der Eigenheimzulage
B. Ausgewählte Indikatoren der Angebotsseite
I. Teilsystem Wohnbauland
a) Einflüsse der Baulandpolitik
b) Preise
1. Einflussfaktoren
2. Räumliche Struktur
3. Auswirkungen von Preisdifferenzen
i) Soziale Verteilungseffekte
ii) Räumliche Verteilung von Gebäudetypen
c) Umsatzstruktur
d) Baulandentwicklung
1. Baulandgewinnung durch Flächenmanagement
2. Zunahme verdichteter Bauweise bei Preissteigerungstendenzen
II. Teilsystem Finanzierungsbedingungen
III. Teilsystem Wohnungsbau
a) Neubauvolumen im Verhältnis zum Wohnungsbestand
b) Neubaustruktur nach Haustypen
c) Marktstruktur von Wohnobjektveräußerungen
d) Einfluss zunehmender Nachfrage nach Bestandserhaltungsmaßnahmen
C. Ausgewählte Indikatoren der Nachfrageseite
I. Teilsystem demografischer Bestimmungsfaktoren
a) Tendenzen der Bevölkerungsdynamik
b) Strukturveränderung der Privathaushalte
II. Teilsystem ökonomischer Bestimmungsfaktoren
a) Tendenzen am Arbeitsmarkt
1. Aktuelle Arbeitsmarktlage
2. Räumlich-zeitliche Arbeitsmarktentwicklung
b) Veränderung der verfügbaren Einkommen
1. Einflussfaktoren
2. Vermögenszuflüsse aus Erbschaftsfällen
III. Teilsystem sozialer Bestimmungsfaktoren
a) Bedeutung des Wohnstatus ‚Eigentum‘
1. Gedämpfte Ausweitung der Wohnflächeninanspruchnahme
2. Zunehmende individuelle Mobilitätserfordernis
3. Abschnitt: Marktperspektiven ausgewählter Regionen
A. Zielgebiete der XY GmbH
I. Köln-Bonn-Aachen
II. Rhein-Main
III. Stuttgart
IV. München
V. Berlin-Brandenburg
B. Regionen mit analogen Umsatzproportionen
I. Hamburg
II. Hannover
III. Bielefeld-Münster
IV. Mittlerer Oberrhein-Neckar
V. Mittelfranken
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch die Identifikation relevanter Einflussfaktoren von Marktangebot und Marktnachfrage eine Marktprognose für das Segment der Doppel- und Reihenhäuser zu erstellen. Dabei werden Entwicklungsperspektiven ausgewählter deutscher Ballungsgebiete analysiert, um eine Orientierungshilfe für künftige unternehmerische Marktaktivitäten zu bieten.
B. Einordnung der Untersuchungsgegenstände am Wohnungsmarkt
Als Doppelhaus wird ein aus „...zwei aneinandergefügte[n] Einzelhäuser[n] auf jeweils eigenem Grundstück...“ definiert, „...von denen jedes Haus eine oder mehrere selbständige Wohnungen enthält.“12. Werden hingegen mehr als zwei Einfamilienhäuser “...zu einem Baukörper zusammengefaßt...“ und „...parallel zu einer Straße oder einem Platz...“13 errichtet, spricht man von Reihenhäusern. Bei derart in verdichteter Bauweise errichten Einfamilienhäusern, überwiegt bautechnisch absolut der Haustyp eines von der Nord- bis zur Ost-Seite her erschlossenen Reihenhauses, welches einseitig an einem Wohnweg oder einer Wohnstraße liegt.14
Die Grundstücksgröße bemisst sich auf ca. 200-250 m² für Reihenmittelhäuser, was bei Wohnflächen von ca. 100-125 m² den hohen Grad der Grundstücksnutzung erkennen lässt. Doppelhaushälften weisen meist größere Grundstücke von im Mittel 350-500 m² auf. Im Größenvergleich werden ähnlich große freistehende Eigenheime auf Grundstücken von 500-750 m² errichtet. Die angegebenen Größen sind lediglich als Richtwerte zu verstehen, die sich regional und zeitlich dynamisch verändern. Sowohl bei der genutzten Grundstücksgröße als auch in der Dimensionierung der Wohnflächen ist in den letzten Jahren eine Verringerung festzustellen (s. Anhang 2).15
1. Abschnitt: Ansatzpunkte für die Marktprognose: Dieses Kapitel grenzt den Wohnungsmarkt als heterogenes Gefüge ab und definiert die untersuchten Haustypen (Doppel- und Reihenhaus), während gleichzeitig der methodische Rahmen der Marktprognose sowie zentrale Annahmen festgelegt werden.
2. Abschnitt: Identifikation geeigneter Indikatoren im untersuchten Teilmarkt: Hier werden die maßgeblichen Einflussfaktoren für Angebot und Nachfrage detailliert analysiert, wobei insbesondere die Auswirkungen der allgemeinen Konjunktur, staatliche Eingriffe und die Bedeutung des Faktors „Wohnbauland“ im Vordergrund stehen.
3. Abschnitt: Marktperspektiven ausgewählter Regionen: Dieser Abschnitt überträgt die erarbeiteten theoretischen Grundlagen auf konkrete Zielregionen und Gebiete mit analogen Umsatzproportionen, um regionale Marktperspektiven und Zukunftsfähigkeit für das Segment der Doppel- und Reihenhäuser zu prognostizieren.
Marktprognose, Wohnungsmarkt, Doppelhaus, Reihenhaus, Wohnbauland, Immobilienkonjunktur, Nachfrage, Angebot, Baulandpolitik, Preisbildung, Eigenheimzulage, Stadt-Umland-Wanderung, demografische Entwicklung, Haushaltsgröße, Wohnfläche
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Prognose des Immobilienmarktsegments für Doppel- und Reihenhäuser unter Berücksichtigung verschiedener regionaler und konjunktureller Einflussfaktoren.
Zu den Kernbereichen gehören die Angebotsseite (insbesondere Baulandentwicklung und Preise) sowie die Nachfrageseite (demografische Trends, Haushaltsentwicklungen und ökonomische Rahmenbedingungen).
Das Ziel ist es, Investitionsentscheidungen durch die Aufzeigung relevanter regionaler Marktperspektiven für zukünftige Absatzchancen bei Doppel- und Reihenhäusern auf eine fundierte Basis zu stellen.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse mit der Identifikation und Auswertung marktbestimmender Indikatoren, um eine fundierte Metaprognose für verschiedene Raumordnungsregionen zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation relevanter Einflussfaktoren auf Angebots- und Nachfrageseite sowie eine detaillierte, regionalisierte Prognose für ausgewählte Ballungszentren und vergleichbare Regionen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Marktprognose, Wohnbauland, Immobilienkonjunktur, demografische Entwicklung und Wohneigentumsförderung geprägt.
Die Arbeit diskutiert die Eigenheimzulage als ein wichtiges staatliches Förderinstrument und untersucht die Auswirkungen ihrer potenziellen Streichung auf die Baunachfrage sowie die regionalen Unterschiede in der Inanspruchnahme dieser Förderung.
Der Bodenpreis wird als entscheidendes Kriterium für das Standortentscheidungsverhalten und als Indikator für siedlungsstrukturelle Entwicklungen (z.B. Verdichtung vs. Zersiedelung) hervorgehoben.
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