Examensarbeit, 2005
171 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Jugend heute
3. Jugend als Lebensphase
4. Jugendliche und ihre Lebenswelten
4.1 Lebenswelt Familie
4.2 Lebenswelt Gleichaltrigengruppe
4.3 Lebenswelt Schule
4.4 Lebenswelt Informations- und Medien-gesellschaft
5. Die Erhebungsgruppe und ihr Umfeld
5.1 Die Auswahl der Erhebungsgruppe
5.2 Die Kopernikusschule Kaltenmoor
5.2.1 Basisinformationen
5.2.2 Fakten und Daten
5.2.3 Die Erhebungsgruppe
5.2.4 Einzugsgebiet
6. Der Fragebogen
7. Darstellung des empirischen Datenmaterials
8. Die musikalische Geschmacksbildung Jugendlicher
8.1 Grundlagen musikalischer Geschmacksbildung – Wozu Jugendliche die Musik gebrauchen
8.2 Das Musikinteresse Jugendlicher
8.2.1 Beliebteste Musikrichtungen
8.2.2 Musikalische Werte
8.2.3 Audiomedienbesitz
8.2.4 Hördauer
8.2.5 Hörertypen
8.3 Musikalische Geschmacksbildung durch Medien, Peergruppe und Familie
8.3.1 Musikalische Geschmacksbildung durch die Medien
8.3.1.1 Musikalische Geschmacksbildung durch das Fernsehen
8.3.1.2 Musikalische Geschmacksbildung durch das Radio
8.3.1.3 Musikalische Geschmacksbildung durch Jugendzeitschriften
8.3.1.4 Musikalische Geschmacksbildung durch das Internet
8.3.1.5 Musikalische Geschmacksbildung durch andere Medien
8.3.2 Musikalische Geschmacksbildung durch die Peergruppe
8.3.3 Musikalische Geschmacksbildung durch die Familie
9. Zusammenfassung I
10. Vertiefungsschwerpunkt: Musik und Gewalt
10.1 Die Gruppendiskussion
10.2 Darstellung des empirischen Datenmaterials
10.3 Interpretation der Daten
10.4 Musik und Aggression – ein Zusammenhang?
10.5 Die Aussagen der Jugendlichen
11. Zusammenfassung II
12. Schlusswort
13. Literaturverzeichnis
Anhang
Anlage I: Fragebogen
Anlage II: Tabellenverzeichnis
Anlage III: Transkription Gruppendiskussion
Die Arbeit untersucht die Faktoren der musikalischen Geschmacksbildung bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren, unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses von Medien, Familie und der Peergruppe sowie der möglichen Wirkung aggressiv wirkender Musik auf das Verhalten.
8. Die musikalische Geschmacksbildung Jugendlicher
Die Auswahl von Musik wird zunehmend komplexer. Durch das ständig anwachsende Medien- und Musikangebot fällt es Jugendlichen schwerer, Musikpräferenzen auszubilden (vgl. Dollase, 1998, S.341). Selbst nichtmusikalische Medienangebote nutzen die Musik zur Untermalung. Durch die Verbreitung der Musik über die Tonträger und im großen Maße auch über das Internet, ist es für die Jugendlichen notwendig, eine Kompetenz zu erlangen, mit dieser Fülle umgehen zu können. Dies stellt eine hohe Anforderung an die Geschmacksbildung des Individuums dar (vgl. ebd., S.341/342).
Durch die Einführung der Schallplatte gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es erstmals die Möglichkeit, selbst gewählte Musik zu konsumieren. Jugendkulturelle Relevanz bekam diese Errungenschaft allerdings erst in den 50er Jahren. Vor allem durch den Kauf von Singles hatten die Jugendlichen die Möglichkeit zur musikalischen Abgrenzung. Durch die Einführung von Tonband und Kassette in den 60er Jahren war es möglich, Musik zu überspielen und günstig zu erwerben, was Einbußen auf dem Markt der Musikindustrie bedeutete.
1. Einleitung: Beschreibt die Allgegenwart von Musik im Jugendalter und führt in die zentralen Fragestellungen der musikalischen Sozialisation und Geschmacksbildung ein.
2. Jugend heute: Analysiert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie Individualisierung und Pluralisierung, die den Modernisierungsprozess im Jugendalter prägen.
3. Jugend als Lebensphase: Thematisiert den Strukturwandel der Jugendphase, die sich von einem einheitlichen Modell hin zu vielfältigen Verlaufsformen entwickelt hat.
4. Jugendliche und ihre Lebenswelten: Untersucht verschiedene Einflussquellen wie Familie, Peergruppe, Schule und Medien auf den Sozialisationsprozess.
5. Die Erhebungsgruppe und ihr Umfeld: Stellt die Auswahl der Zielgruppe an der Kopernikusschule Kaltenmoor sowie deren soziokulturelles Umfeld vor.
6. Der Fragebogen: Erläutert das Datenerhebungsinstrument und die methodischen Leitlinien bei der Frageformulierung.
7. Darstellung des empirischen Datenmaterials: Beschreibt das Vorgehen bei der Auswertung der Fragebogendaten und die Kategorisierung der Themenbereiche.
8. Die musikalische Geschmacksbildung Jugendlicher: Analysiert vertiefend das Musikinteresse, musikalische Werte, Hördauer, Hörertypen und den Einfluss von Medien und Familie.
9. Zusammenfassung I: Fasst die wesentlichen Ergebnisse des ersten Teils zur musikalischen Geschmacksbildung und den Einflussfaktoren zusammen.
10. Vertiefungsschwerpunkt: Musik und Gewalt: Diskutiert theoretische Hintergründe und empirische Ergebnisse zur Wirkung aggressiv wirkender Musik auf Jugendliche.
11. Zusammenfassung II: Resümiert die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zum Themenbereich Musik und Aggression.
12. Schlusswort: Reflektiert die Gesamtergebnisse und leitet pädagogische Implikationen für den Musikunterricht ab.
Jugend, Musik, Geschmacksbildung, Sozialisation, Medien, Peergruppe, Musikinteresse, Musik und Gewalt, Aggression, Fragebogen, Gruppendiskussion, Popmusik, Identitätsbildung, Musikpräferenzen, Jugendkultur
Die Arbeit befasst sich mit den Prozessen der musikalischen Geschmacksbildung bei Jugendlichen und untersucht, welche Faktoren (Medien, Familie, Freunde) diesen Prozess steuern und wie Musik im Alltag der Jugendlichen wahrgenommen wird.
Zentrale Themen sind die Sozialisation in verschiedenen Lebenswelten, das Musikinteresse (Musikgeschmack, Hördauer), die Nutzung digitaler Medien und der mögliche Zusammenhang zwischen aggressiv wirkender Musik und dem Verhalten Jugendlicher.
Ziel ist es, herauszufinden, wie Jugendliche ihren Musikgeschmack finden, welche Rolle dabei Sozialisationsinstanzen spielen und ob aggressiv wirkende Musik tatsächlich einen negativen Einfluss auf das Verhalten oder die Aggressionsbereitschaft hat.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und empirischer Forschung: Es wurden Fragebögen an 140 Jugendliche verteilt sowie eine Gruppendiskussion mit acht Jugendlichen zur qualitativen Vertiefung des Themas durchgeführt.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu Lebensphasen und Lebenswelten dargelegt, gefolgt von der Auswertung empirischer Daten zu Musikinteressen, dem Einfluss verschiedener Medien und schließlich einer intensiven Auseinandersetzung mit Musik und Gewalt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugend, Musiksozialisation, Musikgeschmack, Mediennutzung, Peergruppe, Musik und Aggression sowie empirische Jugendforschung beschreiben.
Musiksender werden von den Jugendlichen eher sporadisch oder als Hintergrundberieselung genutzt, während spezielle Musiksendungen (wie Casting-Shows oder Chartshows) durch ihre Regelmäßigkeit ein deutlich höheres Interesse erfordern und stärker identitätsstiftend wirken.
Die Jugendlichen lehnten einen direkten, simplen Kausalzusammenhang zwischen dem Konsum harter Musik (wie Death Metal oder Hip Hop) und realem gewalttätigem Verhalten ab; sie reflektieren ihre Musikwahl bewusst und nutzen Musik oft als Mittel zur Stimmungsregulation oder zum Ausdruck von Spaß.
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